Gegen 1:50 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einem Dachstuhlbrand nach Westheimgerufen. Das Feuer war schnell unter Kontrolle, verletzt wurde niemand. Foto: Lukas Krapf / BRK

LKR. HASSBERGE – In der Silvesternacht mussten die diensthabenden Besatzungen an den vier BRK-Rettungswachen in Haßfurt, Ebern, Eltmann und Hofheim in der Zeit von 19:00 bis 7:00 Uhr zu insgesamt 27 Einsätzen ausrücken. Zehn davon standen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Silvestergeschehen. Der Einsatz eines Notarztes war in der Nacht insgesamt fünfmal notwendig. Zu drei Einsätzen wurde der BRK-Einsatzleiter Rettungsdienst von der Integrierten Leitstelle (ILS) Schweinfurt alarmiert.
Das Team der Rettungswache Haßfurt hatte insgesamt elf Einsätze abzuarbeiten. Dreimal wurde der Rettungswagen zur Absicherung von Brandereignissen in Westheim und Haßfurt gerufen, zweimal standen Einsätze im Zusammenhang mit dem übermäßigen Genuss von Alkohol. Eine Alarmierung erfolgte zu einer Brandverletzung; dabei musste ein sechs Jahre altes Kind in Zeil versorgt werden, dass eine abgefeuerte Rakete am Kopf traf und dadurch eine leichte Verbrennung erlitt. Des Weiteren wurde der Rettungswagen zu einem internistischen Notarzteinsatz gerufen und musste einen Krankentransport durchführen.
Ebenso von einer „wilden Nacht“ berichtet die Besatzung des Rettungswagens an der Rettungswache Ebern. Diese mussten innerhalb von zwölf Stunden Dienstzeit acht Einsätze abwickeln, wovon einer dem Silvestergeschehen zuzuordnen war. Ein 23-Jähriger hatte in Breitbrunn einen Böller angezündet und ihn anschließend nicht losgelassen. Bei der folgenden Explosion erlitt der junge Mann Verbrennungen der kompletten Innenhand und musste zur Versorgung seiner Verletzungen in eine Klinik eingeliefert werden.
Weiterhin wurde der Rettungswagen zu zwei internistischen Notfalleinsätzen gerufen und führte auch zwei Krankentransporte durch. Eine weitere Alarmierung erfolgte zu einem Verkehrsunfall auf die A73 bei Kemmern in Fahrtrichtung Bamberg; eine 57-Jährige zog sich bei einer Kollision ein Schleudertrauma zu und wurde in eine Klinik eingeliefert.
Drei Einsätze gab es für das Team der Rettungswache Hofheim, wovon allerdings keiner direkt mit Silvesterereignissen zusammenhing. Bereits kurz nach Beginn der Nachtschicht wurde die Besatzung gegen 20:00 Uhr zu einem Notfall in ein Speiselokal nach Zeil gerufen. Dort war ein 65 Jahre alter Mann zusammengebrochen und erlitt einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Gemeinsam mit dem Notarzt wurde der Mann notfallmedizinisch versorgt und anschließend in kritischem Zustand ins Klinikum Bamberg transportiert. Lobenswert muss erwähnt werden, dass engagierte Ersthelfer bereits vor Eintreffen des Rettungsdienstes mit der Reanimation begonnen und Erste Hilfe geleistet hatten.
Vier Einsätze gab es für die Rettungswagen-Besatzung der Rettungswache Eltmann. Zwei davon standen in Zusammenhang mit übermäßigem Alkoholkonsum und einer war im Zuge des Abbrennens von Feuerwerk notwendig. Alle drei Patienten befanden sich allerdings in keinem kritischen Zustand.
In den zwölf Stunden Nachtdienst mussten die vier Rettungswagen-Teams zudem insgesamt neun so genannte Gebietsabsicherungen im Auftrag der Integrierten Leitstelle durchführen. Gebietsabsicherungen werden immer dann notwendig, wenn ein Rettungswagen einer benachbarten Rettungswache bei einem Einsatz (länger) gebunden ist. Dann alarmiert die ILS einen freien Rettungswagen einer benachbarten Rettungswache, der dann etwa auf halber Strecke zwischen den beiden Rettungswachen Position bezieht. So kann ein insgesamt größeres Gebiet abgesichert und bei einem möglichen Folgeeinsatz der gesetzlichen Hilfsfrist Rechnung getragen werden.
Der BRK-Einsatzleiter Rettungsdienst wurde in der Silvesternacht insgesamt dreimal alarmiert. Er wurde gegen 1:50 Uhr zu einem Dachstuhlbrand nach Westheimgerufen. Es wird davon ausgegangen, dass das Feuer durch Silvesterfeuerwerk ausgelöst wurde. Die Feuerwehr hatte den Brand aber schnell unter Kontrolle, so dass größerer Schaden verhindert werden konnte. Verletzt wurde niemand.
Kurz darauf wurde der Einsatzleiter Rettungsdienst gemeinsam mit der Feuerwehr Haßfurt in ein Siedlungsgebiet in die Kreisstadt gerufen, wo ein Baucontainer brennen und eine Person in Gefahr sein sollte. Vor Ort stellte sich heraus, dass ein Dixi-Klo brannte. Das Feuer war schnell gelöscht, verletzt wurde niemand. Zu guter Letzt wurde der Einsatzleiter im Zuge eines Hausnotrufes zu einer Hilfeleistung alarmiert.

Quelle: BRK KV Haßberge

Werbung
Vorheriger ArtikelHaßberge: Freiwillige Feuerwehr Haßfurt – Arbeitsreichen Start in das Jahr 2023
Nächster ArtikelMighty Dogs: Geschlossene Mannschaftsleistung sorgt für drei Punkte zum Jahreswechsel