Zum Dank und als Anerkennung für die absolvierte Fortbildung überreicht der Vorstand der HESCURO KLINIKEN, Alexander Zugsbradl, Katharina Beck (Mitte) im Beisein der Pflegedienstleiterin Jessica Walter einen Blumenstrauß. Foto: Kathrin Kupka-Hahn

Vor 15 Jahren hat Katharina Beck in den HESCURO Kliniken Bad Bocklet ihre Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten begonnen. Heute ist sie als frisch ausgebildete Wundmanagerin (ICW) mehr als nur eine Pflegekraft.
Katharina Beck liebt Verbände und auch das, was darunter ist. Egal ob es riecht oder gewöhnungsbedürftig ausschaut. Wo andere sich hilflos wegdrehen, wird sie neugierig. “Als Wundmanagerin muss man das können”, sagt die 35Jährige ganz selbstbewusst. Daneben liebt sie die Herausforderung, herauszufinden, was hilft, damit die Wunde heilt. “Es sind Puzzleteile, die zusammengesetzt werden”, beschreibt sie ihre Arbeit.
Die verrichtet die Fachfrau in der geriatrischen Abteilung der HESCURO KLINIKEN Bad Bocklet. Hier versorgt sie ältere Menschen und jetzt auch deren Wunden. Letzteres ist gar nicht so einfach und darf nur von speziell ausgebildeten Fachkräften erfolgen. Um Wundmanagerin zu werden, hat Katharina Beck eine umfangreiche Fortbildung absolviertmehrere Monate und berufsbegleitend. Dazu gehörte neben dem Kursbesuch, eine Hospitation, ein Hospitationsbericht und eine schriftliche Prüfung. Obendrein war auch viel Selbststudium erforderlich, um sich theoretisches Wissen anzueignen.
Eine echte Herausforderung, doch Katharina Beck hat sie gemeistert. “Und der Arbeitgeber hat mich unterstützt und entsprechend freigestellt.” Etwa für den Unterrichtoder den Hospitationstag. Den hat die – damals noch angehende – Wundmanagerin im Krankenhaus St. Josef in Schweinfurt verbracht. “Weil es dort andere, frische Wunden gibt”, erklärt sie. Wissen, dass sie nun gut gebrauchen kann. Denn ihre Patientinnen und Patienten durchlaufen eine geriatrische Reha, einige davon waren zuvor im Krankenhaus.
Andere Wunden hingegen sind oftmals chronisch, was nicht immer an der mangelnden Pflege liegt”, weiß Katharina Beck. Oftmals nehmen die älteren Leute diese als gegeben hin und sagen: “Ach, das passt scho, das ist halt so.” Umso größer ist dann deren Freude, wenn die Behandlung anschlägt und der Heilungsprozess einsetzt. “Manche freuen sich so sehr darüber, dass die Wunde beispielsweise nicht mehr drei Zentimeter groß ist, sondern nur noch einen Zentimeter“, erzählt die neue Wundmanagerin.
Genau diese Freude und Dankbarkeit sind es, die Katharina Beck an ihrer Arbeit als Pflegekraft liebt, aber auch die Rahmenbedingungen bei ihrem Arbeitgeber, dem sie treu verbunden ist. “Ich habe hier in Bad Bocklet 2007 meine Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten begonnen und bin danach geblieben.” Selbst als sie Mutter wurde, ist sie nach der Elternzeit gerne an ihren alten Arbeitsplatz zurückgekehrt, weil sich der Beruf und das Familienleben miteinander vereinbaren lassen. Sie hat mit wenigen Stunden in Teilzeit begonnen und ihr Arbeitspensum im Lauf der Jahre aufgestockt. “Es ist ein guter Arbeitgeber und die Arbeit hier in der Reha-Klinik mit den unterschiedlichsten Patienten ist abwechslungsreich”, beschreibt sie ihre Motivation.
Seit der Ausbildung hat Katharina Beck, die in Waldfenster zu Hause ist, alle Fachabteilungen durchlaufen – die orthopädische, die psychosomatische, die innere. Letztendlich hat sie sich für die geriatrische Abteilung, die zur inneren Fachabteilung gehört, entschieden. Seit sieben Jahren gehört sie zum Geriatrie-Team und hat es nicht bereut. “Die Patienten hier brauchen mehr Pflege, mehr Zuneigung und nehmen Hilfe besser an. Und deren Dankbarkeit ist der Wahnsinn”, gerät sie regelrecht ins Schwärmen.
Deshalb hatte sie auch nicht lange überlegt, als sie gefragt wurde, die Zusatzausbildung zur Wundmanagerin zu absolvieren. “Es ist eine Erleichterung für diePflegekräfte und für die Patienten, zieht sie ein erstes Fazit. Inzwischen ist nicht nur in der geriatrischen Abteilung, sondern auch in den anderen Bereichen ihre Expertise gefragt. Ob sie ihre Ausbildung fortsetzen und ihren Abschluss als Fachtherapeutin Wundmanagement machen wird, darüber hat sich Katharina Beck noch keine Gedanken gemacht. “Jetzt möchte ich erst mal mein Wissen anwenden und Praxiserfahrung sammeln”, sagt sie.


Über die Kliniken Bad Bocklet AG
Die Kliniken Bad Bocklet AG betreibt als Unternehmensgruppe mit der Dachmarke HESCURO KLINIKEN staatlich anerkannte private Rehakliniken an den Standorten Bad Bocklet und Bad Kissingen. Patienten aller Rentenversicherungsträger und Krankenkassen werden in beiden Häusern behandelt. Die Schwerpunkte derAnschlussheilbehandlungen, Heilverfahren, und präventiven Gesundheitsleistungen in Bad Bocklet liegen in den Bereichen Innere Medizin/Onkologie, Urologie, Geriatrie, Orthopädie und Psychosomatik. Am Standort Bad Kissingen werden ausschließlich orthopädische Patienten behandelt und therapiert. In Bad Brückenau wird im Sommer 2023 eine Akutklinik für psychische Erkrankungen für Privatpatienten eröffnet. Die Unternehmensgruppe versteht sich als regionaler Gesundheitsdienstleister in Unterfranken mit einem überregionalen Einzugsgebiet. Weitere Informationen unter www.hescuro.de

Quelle: Kliniken Bad Bocklet AG

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