Bayerns Gesundheitsminister: Neu- und Umbau des Franziska Streitel Altenheims in Mellrichstadt wird mit 5,8 Millionen Euro gefördert
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek setzt sich für eine wohnortnahe Versorgung pflegebedürftiger Menschen in ganz Bayern ein. Darauf hat Holetschek am Samstag anlässlich des Spatenstichs für den Neu- und Umbau des Franziska Streitel Altenheims im unterfränkischen Mellrichstadt hingewiesen. Der Freistaat unterstützt das Projekt mit 5,8 Millionen Euro aus dem Förderprogramm ‚PflegesoNah‘.
Der Minister betonte: „Mir ist es ein wichtiges Anliegen, dass alle pflegebedürftigen Menschen in Bayern gerade auch im ländlichen Raum wohnortnah die Versorgung und Betreuung bekommen, die sie benötigen! Hier setzt auch unser Förderprogramm ,PflegesoNah’ an, das passgenaue Pflegeangebote vor Ort unterstützt.”
Holetschek ergänzte: „So berücksichtigen die Neu- und Umbaumaßnahmen des Franziska Streitel Altenheims insbesondere die speziellen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz und von Pflegebedürftigen mit Sehbeeinträchtigungen. Mit der Förderung werden 66 Pflegeplätze neu geschaffen und 33 Pflegeplätze umgebaut, davon neun Kurzzeitpflegeplätze.”
Holetschek unterstrich: „Aktuelle Erkenntnisse zur Demenzsensibilität sind in das rund 10,9 Millionen Euro teure Bauprojekt eingeflossen, das 2025 abgeschlossen sein soll. Ein Konzept von Hausgemeinschaften sorgt dafür, dass die Pflegebedürftigen im Franziska Streitel Altenheim in kleineren Einheiten – sechs stationäre Hausgemeinschaften mit jeweils zwölf Plätzen und zwei Hausgemeinschaften mit je neun Plätzen – optimal betreut und versorgt werden. Diese Betreuungsform ist besonders gut geeignet für Menschen mit Demenz, die heutzutage den Hauptteil der Bewohnerschaft einer Pflegeeinrichtung ausmachen.”
Der Minister erläuterte: „Bei dem Umbau wurde größter Wert auf Demenzsensibilität und Aspekte für Menschen mit Sehbeeinträchtigung gelegt. Beispielhaft hervorzuheben sind etwa das Nachtcafé für Menschen mit ‘Sundowning Syndrom’, verschiedene Ton- und Duftmarkierungen sowie eine spezielle Farb- und Tageslichtgestaltung zur besseren Orientierung, der beschützende Garten und die Gestaltung des Wohnraums für Menschen mit Sehbeeinträchtigung, der in Zusammenarbeit mit dem Blindeninstitut Würzburg entstand.“
Holetschek hob hervor: „Das Franziska Streitel Altenheim besticht architektonisch und pflegefachlich durch ausgereifte und umfassende Planungen. Solche Einrichtungen mit Öffnung in den sozialen Nahraum und diversifiziertem Angebot gibt es leider immer noch viel zu wenige. Diese brauchen wir aber dringend! Ich freue mich daher umso mehr, dass wir hier mit unserem Programm ‘PflegesoNah’ unterstützen können und auf diese Weise der Fortbestand einer traditionsreichen Einrichtung wie des Franziska-Streitel Altenheims. gesichert werden kann.“

Quelle: StMGP

Werbung
Vorheriger ArtikelSchonungen: Alarmübung Großbrand Kirche
Nächster ArtikelMontag