REICHENBERG, OT FUCHSSTADT, LKR. WÜRZBURG. Nachdem am vergangenen Dienstag an einer Biogasanlage rund 1.000 Kubikmeter Gärreste offenbar vorsätzlich freigesetzt worden waren, laufen die Ermittlungen nach wie vor auf Hochtouren. Um die Tat vollständig aufklären zu können, hofft die Wasserschutzpolizei nun auch auf Zeugenhinweise aus der Bevölkerung.
Wie bereits berichtet, hatte ein zunächst Unbekannter in der Nacht zum Dienstag an der Biogasanlage zwei Entnahmeluken offenbar vorsätzlich geöffnet, sodass die Gärreste über einen Zeitraum von bis zu zwei Stunden austreten konnten. In diesem Zusammenhang ermittelt die Wasserschutzpolizei Würzburg in enger Abstimmung mit der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts einer Umweltstraftat. Ein Anfangsverdacht richtet sich nach wie vor gegen einen 33-Jährigen aus dem Landkreis Würzburg, der bereits am Dienstag vorläufig festgenommen und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt wurde.
Gegenstand der andauernden Ermittlungen sind nach wie vor das noch unklare Tatmotiv und die Gesamtschadenshöhe. Allein der Wert der ausgelaufenen Gärreste wird auf rund 30.000 Euro geschätzt. Geprüft wird aber auch, ob der aktuelle Fall möglicherweise mit einem Brand im vergangenen Jahr in Zusammenhang stehen könnte. In der Nacht zum 05. Juli 2021 war in derselben Biogasanlage offenbar vorsätzlich ein Feuer gelegt worden. Ein Tatverdächtiger konnte bislang jedoch noch nicht ermittelt werden.
Der Sachbearbeiter der Wasserschutzpolizei richtet nun folgende Fragen an die Bevölkerung:
• Wer hat in der Nacht zum vergangenen Dienstag im Umfeld der Biogasanlage eine Person beobachtet?
• Wer kann sonst sachdienliche Hinweise geben, die zur vollständigen Aufklärung des Falles beitragen könnten?
Zeugen werden dringend gebeten, sich unter Tel. 0931/457-2230 mit der Würzburger Polizei in Verbindung zu setzen.

Quelle: Polizei

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