Die Förderverfahren nach der neuen Bay. Gigabitrichtlinie im Landkreis Rhön-Grabfeld schreiten weiterhin zügig voran. Nachdem im vergangenen Jahr bereits drei Ausbauverträge auf Grundlage neuen Richtlinie abgeschlossen werden konnten, sind zwischenzeitlich auch die Förderverfahren der Gemeinden Wollbach und Großeibstadt so weit fortgeschritten, dass ein Abschluss der Ausbauverträge möglich wurde.
Durch den zwischen der Gemeinde Wollbach und der Telekom Deutschland GmbH unterzeichneten Ausbauvertrag wurde ein vollständiger Ausbau des gesamten Ortsbereiches von Wollbach mit Glasfaser-Hausanschlüssen vereinbart. Die Ausbauarbeiten werden in spätestens 3 Jahren vollständig abgeschlossen sein. Für diesen Ausbau werden knapp 90 km neue Glasfaserleitungen verlegt, 16 neue Glasfaser-Netzverteiler aufgebaut und über 500 Hausanschlüsse hergestellt werden. Das Projektvolumen liegt bei mehr als 2,5 Mio. Euro. Nach Abzug der voraussichtlichen Erträge der Telekom und den staatlichen Fördermitteln muss die Gemeinde Wollbach selbst lediglich noch etwa 150.000 Euro an Eigenmittel beisteuern.
Die verlegten Kupferkabel haben unserer Gemeinde über Jahrzehnt hinweg einen guten Dienst geleistet, die Zukunft der Festnetz-Datenübertragung liegt aber eindeutig beim Glasfaser-Hausanschluss. Wir möchten unsere Gemeinde bereits jetzt für die Bandbreitenbedarfe der Zukunft rüsten und nicht erst dann aktiv werden, wenn die über die Kupferkabel bereitstehenden Bandbreiten nicht mehr ausreichen, so Herr Bürgermeister Thomas Bruckmüller. Nur wenn wir unseren Bürgern/innen und Unternehmen die bestmögliche digitale Infrastruktur bieten, können wir in diesem Bereich mit den Ballungszentren Schritt halten und gleichzeitig unsere Vorteile wie z.B. niedrige Wohnungs- und Lebenshaltungskosten sowie eine intakte Natur voll ausspielen. Die digitale Infrastruktur ist von entscheidender Bedeutung für die positive Weiterentwicklung einer Gemeinde und hier haben wir künftig die Nase vorne, so Herr Bürgermeister Bruckmüller weiter.
Die Ausbaumaßnahme im Gebiet der Gemeinde Großeibstadt kann ebenfalls als echtes Großprojekt bezeichnet werden. Mit einem Projektvolumen von knapp 2,4 Mio. Euro ist dies eine der größten Infrastrukturmaßnahmen, welche jemals im Ortsbereich der Gemeinde Großeibstadt durchgeführt wurde. Im Detail wird der gesamte Ortsbereich von Kleineibstadt und alle noch nicht mit mind. 300 Mbit/s im Downstream versorgten Adressen in Großeibstadt mit Glasfaser-Hausanschlüssen ausgebaut. Zu den auszubauenden Ortsbereichen in Großeibstadt gehört u.a. das gesamte Gewerbegebiet „An der B 279“ inkl. der kürzlich ausgewiesenen Erweiterungsfläche.
Zur Durchführung dieser Ausbaumaßnahme müssen mehr als 70 km neue Glasfaserleitungen verlegt und 13 neue Glasfaser-Netzverteiler ausgebaut werden. Die Ausbauzeit zur Herstellung der knapp 300 Glasfaser-Hausanschlüsse liegt bei 4 Jahren. Von Seiten der Gemeinde Großeibstadt ist für diese zukunftsweisende Ausbaumaßnahme ein Eigenanteil i.H.v. 210.000 Euro aufzubringen.
Obwohl die gemeindlichen Haushalte der kommenden Jahre durch diesen Eigenanteil nicht unerheblich belastet werden, war der Gemeinderat der Gemeinde Großeibstadt trotzdem von der Wichtigkeit dieser Ausbaumaßnahme überzeugt. Der bereits aktuell sehr hohe Stellenwert einer hochbitratigen Datenanbindung wird in den kommenden Jahren immer weiter ansteigen, ist sich Herr Bürgermeister Gerhard Jäger sicher. Der Bürgermeister führte weiterhin aus, dass er gerne auch den gesamten Ortsbereich von Großeibstadt mit Glasfaser-Hausanschlüssen ausgebaut hätte. Die aktuellen beihilfe- und förderrechtlichen Rahmenbedingungen haben dies jedoch leider nicht zugelassen. Wir sind jedoch optimistisch, dass wir in absehbarer Zeit eine Lösung für einen Vollausbau von Großeibstadt finden werden, da die grundsätzliche Infrastruktur dafür durch die heute vereinbarte Ausbaumaßnahme geschaffen wird, so Herr Bürgermeister Jäger weiter.
Aufgrund des Gesamtprojektvolumens von knapp 5 Mio. Euro nahm von Seiten der Telekom u.a. Herr Dipl.-Ing. Markus Beckmann, der Leiter der Technik Niederlassung Süd, an diesem Pressetermin teil. Herr Beckmann brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die bislang schon sehr erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Telekom sowie den Städten und Gemeinden des Landkreises Rhön-Grabfeld fortgesetzt wird. Auf Seiten der Telekom ist man ebenfalls davon überzeugt, dass die Zukunft der Datenübertragung klar beim Glasfaser-Hausanschluss (FttH) zu sehen ist und die Gemeinden Wollbach und Großeibstadt mit diesen Ausbauprojekten richtige und zukunftsweisende Entscheidungen getroffenen haben. Herr Beckmann wies weiterhin darauf hin, dass durch den Einsatz der vollständig auf Glasfasertechnologie basierenden Netze künftig auch der Stromverbrauch für den laufenden Betrieb signifikant gesenkt wird.
In beiden Orten wird es zu gegebener Zeit eine Informationsveranstaltung für die Bürger/innen und ortsansässigen Unternehmen geben, da jeder Grundstückseigentümer der Verlegung des Glasfaser-Hausanschlusses über sein Grundstück zustimmen muss. Hierzu werden die beiden Gemeinden zeitgerecht einladen. Bereits heute baten die beiden Bürgermeister auch um Verständnis dafür, dass es in der Bauphase zu Behinderungen und Einschränkungen kommen wird. Nach dem Abschluss der Ausbauprojekte werden die Gemeindegebiete dann jedoch bestmöglich mit modernster und zukunftssicherer Kommunikationstechnik versorgt sein.
Die Vertreter des Landkreises, Frau Louisa Rosin und Herr Frank Reichert, freuten sich gemeinsam mit den Vertretern der Gemeinden Wollbach und Großeibstadt über die weiteren Vertragsabschlüsse auf Grundlage der Bay. Gigabitrichtlinie. Der zuständige Projektleiter, Herr Frank Reichert, hofft darauf, dass in den kommenden Monaten noch zahlreiche weitere Ausbauverträge unterzeichnet werden können. Gemeinsam mit vielen von unseren kreisangehörigen Städten und Gemeinden sind wir auf einem sehr guten Weg zu einer signifikanten Steigerung der Anzahl der Glasfaser-Hausanschlüsse innerhalb unseres Landkreises, so Reichert. Das mittelfristige Ziel ist dabei natürlich, dass künftig an allen Adressen im Landkreis Rhön-Grabfeld gigabitfähige Anschlüsse verfügbar sind. Die Ausbaumöglichen sind jedoch stark von den individuellen Gegebenheiten in den jeweiligen Gemeinden und hier insbesondere der bereits bestehenden Versorgung abhängig.
Bereits aktuell kann sich die Breitbandversorgung im Landkreis Rhön-Grabfeld aber durchaus sehen lassen. Mit einer Anbindung von mehr als 96 % aller Anschlüsse mit mehr als 50 Mbit/s im Downstream ist die Versorgung im Landkreis schon heute als überdurchschnittlich zu bewerten und man braucht sich auch vor den Ballungszentren nicht zu verstecken.

 

Quelle: Landratsamt Rhön-Grabfeld

Werbung
Vorheriger ArtikelBad Kissingen-Schweinfurt: Zonta-Adventskalender wiederum voller Erfolg
Nächster ArtikelFörderung der unterfränkischen Feuerwehren: Regierung von Unterfranken bewilligt der Gemeinde Frankenwinheim 14.500 Euro