Das Foto zeigt von links Friedrich Vogel, Marko Benz und Bürgermeister Stefan Rottmann vor dem SchonungerRathaus (Foto Jule Köblitz)

Selten, aber manchmal kam es vor, dass sich ein Geselle auf Wanderschaft nach Schonungen verirrte und am Rathaus mit einer Bitte nach einer Signatur und Stempel anklopfte. Dass ein Bürger Schonungens allerdings von hier aus in die weite Welt startet – das ist schon ein Novum, erklärt Bürgermeister Stefan Rottmann.
Der Mainberger Marco Benz startet nun in ein spannendes Abenteuer, das mindestens drei Jahre andauern soll. Maximal fünfzig Kilometer darf er sich künftig seinem Heimatort nähern – die Kommunikation dürfte sich ohne Handy und Laptop auch schwierig gestalten. Nur das Notwendigste an Gepäck hat Marko dabei, wenn er durch die Lande reist.
Ziel ist es bei bei fremden Handwerksbetrieben anzheuern und sich verschiedene Arbeitstechniken anzueignen, Lebenserfahrungen zu sammeln und seine Persönlichkeit weiterzuentwickeln.
Die sogenannte „Walz“ ist eine jahrhundertealte Tradition und besteht im Wesentlichen aus Reisen und Arbeiten. Friedrich Vogel, ein Geselle aus Dresden begleitet den Mainberger die ersten Schritte seiner Wanderschaft. Kennengelernt haben sich beide auf einer Kulturveranstaltung in Bielefeld.
In traditioneller Handwerkskluft betraten die beiden das Schonunger Rathaus, zugegebenermaßen zwei unübersehbare und auffällige Erscheinungen. Im neuen Reisetagebuch durfte die Signatur des Bürgermeisters und das Wappensiegel Schonungens nicht fehlen, verbunden mit den besten Wünschen zum Start des Abenteuers.  
An die 700 Wandergesellen aus Deutschland reisen derzeit um den Globus. Marko Benz aus Mainberg ist nun einer von ihnen. „Er ist talentiert und kommunikativ – das sind die besten Voraussetzungen um überall und schnell Anschluss zu finden, vor allem in diesen unsicheren Coronazeiten!“, lobt Bürgermeister Stefan Rottmann.

Quelle: Gemeinde Schonungen

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