Foto: Anja Baumann/Landratsamt Schweinfurt

Seit Anfang dieser Woche können sich Bürgerinnen und Bürger in Dittelbrunn, Donnersdorf, Gerolzhofen, Hesselbach und Waigolshausen unkompliziert, schnell und kostenlos testen lassen.

Landkreis Schweinfurt. An fünf Standorten im Landkreis Schweinfurt können sich Bürgerinnen und Bürger seit Anfang dieser Woche in sogenannten Schnelltestzentren auf das Coronavirus testen lassen. Das Angebot hat das Landratsamt Schweinfurt im Rahmen der Vorgaben des Testkonzepts der Bayerischen Staatsregierung etabliert.

Ein negativer Schnelltest (PoC-Antigentest) ermöglicht es unter anderem in Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen – wie etwa derzeit in Stadt und Landkreis Schweinfurt – die 7-Tage-Inzidenz zwischen 100 und 200 liegt, „Click and Meet“-Angebote des Einzelhandels (z.B. in Bau- und Gartenmärkten oder Schuhgeschäften) wahrzunehmen.

Foto: Anja Baumann/Landratsamt Schweinfurt

Zur Eröffnung des Schnelltestzentrums in Dittelbrunn besuchten Landrat Florian Töpper und Dittelbrunns Bürgermeister Willi Warmuth am Dienstagmorgen, 20. April, das Marienbachzentrum. Dort betreibt der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Schweinfurt das Schnelltestzentrum im Auftrag des Landratsamtes. „Die neu etablierten Schnelltestzentren sind ein wichtiger Baustein zur effektiven Eindämmung der Corona-Pandemie“, sagte Landrat Florian Töpper. In Dittelbrunn wie auch an den Standorten Donnersdorf, Gerolzhofen, Hesselbach und Waigolshausen können sich Bürgerinnen und Bürger laut Töpper nun „unkompliziert, schnell, kostenlos und vor allem wohnortnah“ testen lassen.

Dittelbrunns Bürgermeister Willi Warmuth freute sich am Dienstag darüber, „das Schnelltestzentrum gemeinsam mit dem Landrat gebührend einweihen zu dürfen“ und dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Helferinnen und Helfern des ASB Schweinfurt für die professionelle Umsetzung des Konzepts. Zur Eröffnung brachte der Bürgermeister den Helfern im Marienbachzentrum eine „kleine Brotzeit“ mit als Dank für ihren Einsatz.

Laut Marcus Roßband, dem Teamleiter Testzentren des ASB Schweinfurt, hatten sich am Eröffnungstag in Dittelbrunn insgesamt 50 Bürgerinnen und Bürger für einen Test angemeldet. Das sei ein guter Start, er rechnet aber damit, dass die Nachfrage nach Schnelltests weiter steigen wird. „Bis zu 160 Tests am Tag wären möglich“, erklärt er. Außerdem könne bei Bedarf die Kapazität verdoppelt und bis auf 320 Testungen pro Tag erweitert werden.

In Donnersdorf wurde ebenfalls am Dienstag ein Schnelltestzentrum eingeweiht. Die stellvertretende Landrätin Bettina Bärmann war mit Donnersdorfs Bürgermeister Klaus Schenk zur Sporthalle in der Bachgasse gekommen, um sich am Starttag einen Eindruck zu verschaffen. „Ich bin beeindruckt, wie hervorragend das hier organsiert und strukturiert ist“, sagte Bärmann. Den Betrieb des Schnelltestzentrums übernimmt die „Geißler Erfurth Stoike GbR“. Wie Mitbetreiber Julian Stoike erklärt, stehen hinter der GbR mehrere Künstler (Tänzer, Musiker), die sich bereits seit längerem Gedanken über ein Schnelltestkonzept gemacht hatten, mit dessen Hilfe wieder Veranstaltungen wie Konzerte, Tanz- oder andere Liveshows ermöglicht werden könnten, indem die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit erhalten, vor der Veranstaltung am Veranstaltungsort einen Schnelltest machen zu können. Da Konzerte und dergleichen aber wegen der aktuellen Corona-Maßnahmen derzeit noch nicht möglich sind, das Schnelltest-Konzept der GbR aber bereits ausgereift ist und umgesetzt werden kann, übernimmt die GbR nun unter anderem den Betrieb des Schnelltestzentrums in Donnersdorf. Am Starttag wurden nach Auskunft von Stoike rund 40 Termine angefragt, bei Bedarf kann das Schnelltestzentrum seine Kapazität auf über 500 Tests pro Tag erweitern.

Donnersdorfs Bürgermeister Klaus Schenk lobte das außerordentliche Engagement der „Geißler Erfurth Stoike GbR“. Das Team habe in kürzester Zeit und mit viel Einsatz und Kreativität ein top organisiertes und funktionierendes Schnelltestzentrum auf die Beine gestellt. „Wir sind dankbar, dass das Testzentrum nach Donnersdorf gekommen ist und wir damit einen Beitrag dazu leisten können, die Pandemie erträglicher zu gestalten“, sagte Schenk. Denn der Bürgermeister sieht in dem Bereitstellen von flächendeckenden Testangeboten eine Möglichkeit, in den kommenden Monaten je nach Infektionslage zum Beispiel die Öffnung von gastronomischen Betrieben oder das Ausrichten von Kulturveranstaltungen in Kombination mit entsprechenden Hygienekonzepten sicher zu gestalten. „Das wäre ein Gewinn für alle Seiten“, sagte er.

Landrat Florian Töpper und seine Stellvertreterin Bettina Bärmann bedankten sich ausdrücklich bei den Gemeinden Dittelbrunn, Donnersdorf, Üchtelhausen, Waigolshausen und der Stadt Gerolzhofen für ihre Unterstützung bei der Umsetzung der Schnellteststrategie.

Im Unterschied zu den bisherigen Schnelltestangeboten für asymptomatische Personen, etwa in Apotheken, schließt das Angebot in den nun eröffneten Schnelltestzentren explizit auch leicht symptomatische Personen jeden Alters mit ein und gilt insbesondere für sog. „Schnupfenkinder“, die aufgrund der einschlägigen Hygienekonzepte vor Besuch von Kita oder Schule ein negatives Testergebnis vorlegen müssen. Ein entsprechendes Angebot stellt seit Montag, 12. April, bis Freitag, 23. April 2021, auch die DLRG in Schonungen und Werneck zur Verfügung. Danach besteht dann für leicht symptomatische Personen weiterhin das Testangebot in den kommunalen Schnelltestzentren.

Des Weiteren hat die DLRG Schonungen mitgeteilt, ihr Testangebot für asymptomatische Personen auszuweiten und nun dienstags, freitags und sonntags zwischen 16 Uhr und 19 Uhr Antigentests anzubieten. Auch dieses Angebot ist für Bürgerinnen und Bürger kostenfrei.

In den Schnelltestzentren erhalten alle Bürgerinnen und Bürger einen kostenfreien PoC-Antigentest (sog. „Schnelltest“).Gegenüber den weiterhin stattfindenden PCR-Tests in den kommunalen Testzentren in Schweinfurt sowie Gerolzhofen haben diese Schnelltests den wesentlichen Vorteil, dass sie vor Ort ausgewertet werden können und das Ergebnis in der Regel nach 15 Minuten vorliegt.

PCR-Tests hingegen müssen durch ein spezialisiertes Labor analysiert werden. Die Schnelltests sind zuverlässiger als die zur Eigenanwendung vorgesehenen Selbsttests, jedoch etwas weniger zuverlässig als PCR-Tests. Positive Ergebnisse eines Schnelltests werden deshalb dem Gesundheitsamt gemeldet, das dann zur abschließenden Klärung einen PCR-Test veranlasst.

Es gilt zu beachten: Eine ärztliche Behandlung oder eine Krankschreibung ist in den Schnelltestzentren nicht möglich. In Fällen, in denen dies notwendig erscheint, sollte deshalb der jeweilige Hausarzt bzw. der kassenärztliche Bereitschaftsdienst kontaktiert werden. Zudem bedeutet ein negatives Testergebnis eines PoC-Antigentests, insb. bei symptomatischen Personen, keinesfalls, dass die betroffene Person die allgemein bekannten Hygiene- und Abstandsregeln nicht mehr beachten müsste. Es kann bei PoC-Antigentests unter Umständen auch zu falschen negativen Testergebnissen kommen.

Die fünf Schnelltestzentren sind zunächst montags bis samstags in Betrieb. Bei Bedarf können die Öffnungszeiten auch auf Sonn- und Feiertage ausgeweitet werden. Alle Testzentren führen kostenlose Testungen nach Terminvereinbarung durch, die Anmeldung erfolgt per Telefon oder online. Bitte nutzen Sie bevorzugt die Online-Anmeldung. Für die Durchführung des Tests sollte ein Ausweisdokument mitgebracht werden. 

Eine regionale Zuordnung der Einwohnerinnen und Einwohner der Gemeinden zu einzelnen Schnelltestzentren besteht nicht.

Quelle: Landratsamt Schweinfurt