Start Landkreis Schweinfurt B19/Poppenhausen: Schwangere verliert ihr Kind nach Vollbremsung

B19/Poppenhausen: Schwangere verliert ihr Kind nach Vollbremsung

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Symbolfoto (c) Radio Primaton

An der Einmündung der Bundesstraße 19 in die Bundesstraße 286 bei Poppenhausen hat sich am Montagnachmittag, 3. Dezember, ein Verkehrsunfall ereignet, bei dem drei Personen verletzt worden sind und ein geschätzter Gesamtschaden von 19 000 Euro entstanden ist.

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand bog eine aus Richtung Oerlenbach kommende 76-Jährige mit ihrem VW Golf gegen 16.20 Uhr von der B 19 in Richtung der B 286 ab, ohne auf den Gegenverkehr zu achten. Deshalb kam es im Einmündungsbereich zu einer heftigen Kollision mit einer entgegenkommenden 37-jährigen Ford Mondeo Lenkerin. Die Wucht des Zusammenstoßes war so heftig, dass der Mondeo noch gegen einen Skoda Fabia geschleudert worden ist. Dessen 54-jährige Lenkerin wartete an der Einmündung der B 286, um in die B 19 abbiegen zu können.
Der Golf und der Mondeo waren anschließend nicht mehr fahrtauglich und mussten jeweils abgeschleppt werden.
Drei Personen machten an der Unfallstelle leichte Verletzungen geltend. Die Unfallverursacherin und ihre Kontrahentin wurden deswegen vom Rettungsdienst in ein Schweinfurter Krankenhaus abtransportiert. Eine 54-jährige Mitfahrerin im Skoda wollte später selbständig ein Krankenhaus aufsuchen.
Zum Schluss wurden noch ausgelaufene Betriebsstoffe durch einen Abschleppdienst beseitigt.

Im Rahmen der oben genannten Unfallaufnahme meldete sich der 22-jährige Fahrer eines Mini bei den aufnehmenden Beamten. Er gab an, dass die spätere Unfallverursacherin kurz vor dem Unfall auf der Bundesstraße 19 in Höhe von Poppenhausen eine Autokolonne, bestehend aus etwa fünf Fahrzeugen, ziemlich riskant überholt hat. Beim Wiedereinscheren ganz knapp vor ihm nötigte die 76-jährige VW Golf Lenkerin den Mini Fahrer zu einer starken Gefahrenbremsung. Danach verspürte seine auf dem Beifahrersitz im siebten Monat schwangere 30-jährige Lebensgefährtin starke Bauchschmerzen. Deshalb fuhr der Mini Fahrer seine schwangere Lebensgefährtin in ein Krankenhaus. Dort wurde zunächst festgestellt, dass die Frau höchstwahrscheinlich eine Gurtprellung erlitten hat, was in der Folge zu einem Fruchtwasserverlust führte. Drei Tage später verlor die Frau ihr ungeborenes Kind.

In diesem Zusammenhang sucht der aufnehmende Beamte nun ganz dringend nach Zeugen, die Angaben zu dem Fahrverhalten der 76-jährigen Fahrerin des grauen VW Golf, mit SW-Kennzeichen, Baujahr 2004, kurz vor dem Unfall machen können. Insbesondere wichtig wären weitere Autofahrer der beschriebenen Autokolonne, welche die Beschuldigte kurz vor dem Unfall überholt hat.

Quelle: Polizei Schweinfurt