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Symbolfoto © Christian Licha

Streit um nicht auffindbare Schuhe – Ladeninhaber leistet Widerstand gegen Polizeibeamte

WÜRZBURG / INNENSTADT. Am Samstag war ein Streit um ein Paar nicht auffindbare Schuhe in einem Laden ausgebrochen. Die Streife, die zur Schlichtung angefahren war, registrierte Unstimmigkeiten in einem Reparaturauftrag und stellte Belege sicher. Diese Maßnahme versuchten der Landeninhaber und dessen Sohn zu verhindern und verletzten dabei zwei Polizisten. Die beiden Männer wurden von einer weiteren Streife festgenommen, die Beschuldigten erwartet nun ein Strafverfahren.

Als ein Paar Schuhe, das eine 35-Jährige nach eigenen Angaben zur Reparatur in einem Laden in der Würzburger Innenstadt abgegeben und auch schon bezahlt hatte, nicht auffindbar war, riefen sowohl der Ladeninhaber als auch die Zeugin gegen 12.45 Uhr die Polizei. Eine Steife der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt traf wenig später ein und versuchte zunächst die Wogen zwischen den beien Parteien zu glätten. Da diese unterschiedliche Angaben machten, sichteten sie auch die Belege beider Personen.

Als die Beamten Unstimmigkeiten in den Aufzeichnungen des Ladeninhabers feststellten, kündigten sie an, dies dem zuständigen Zollamt weiterzumelden und die Quittung sicherzustellen. Daraufhin versuchte der 65-Jährige, dem Polizisten die Quittung aus der Hand zu reißen. Als der Beamte dies verhinderte, fasste ihm der Inhaber des Ladens ins Genick und setze dazu an, ihn über den Tresen zu ziehen. Als die Beamtin eingriff, schleuderte der 34 Jahre alte Sohn des Ladeninhabers den 27-jährigen Beamten in ein Regal mit Ware. Als die Beamtin den Einsatz von Pfefferspray ankündigte, griff der 65-Jährige nach einer Holzstange mit Eisenhaken und holte zum Schlag gegen den beiden Polizisten aus. Die verletzten Beamten zogen sich daraufhin aus dem Ladengeschäft zurück und forderten weitere Streifen an.

Unbeteiligte Zeugen, die die Situation unter anderem aus einem gegenüberliegenden Restaurant heraus beobachtet hatten, meldeten sich bei der Einsatzzentrale und fragten nach weiteren Streifen. Nach dem Eintreffen der Unterstützung nahmen Beamte der Operativen Ergänzungsdienste Würzburg die beiden Beschuldigten fest. Die zwei verletzten Beamten begaben sich in eine Klinik. Der Polizist hatte ein HWS Syndrom erlitten und war genau wie die 31-jährige Beamtin nicht weiter dienstfähig.

Die beiden Beschuldigten wurden nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen bei der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen den 65-Jährigen und dessen Sohn werden nun unter anderem Ermittlungen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und Beleidigung geführt.