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Polizeibericht, Gerolzhofen, Ebern, Schweinfurt, Bad Kissingen, Haßfurt, Bad Neustadt, Main-Rhön
Symbolfoto © Christian Licha

Versammlung „Gegen das neue PAG“ friedlicher Verlauf – Polizei zieht positive Bilanz

WÜRZBURG. Am Samstagnachmittag hatten sich rund 2100 Personen an einer angemeldeten Versammlung der Grünen Jugend Würzburg beteiligt. Die gesamte Versammlung mit der Auftaktveranstaltung am Hauptbahnhof, dem Demonstrationszug zum Marktplatz und der Abschlussveranstaltung am Unteren Markt verlief friedlich. Die Würzburger Polizei zieht eine positive Bilanz.

Die ordnungsgemäß bei den Sicherheitsbehörden angemeldete Versammlung startete gegen 17:00 Uhr mit dem Demonstrationszug durch die Würzburger Innenstadt zum Unteren Markt. Aus dem Demonstrationszug heraus wurde in der Schönbornstraße ein Rauchtopf gezündet. Zu Spitzenzeiten hatten etwa 2100 Personen an der Versammlung teilgenommen. Nach mehreren Redebeiträgen zur aktuellen Diskussion um das neue Polizeiaufgabengesetz beendete der Versammlungsleiter die Veranstaltung gegen 18:00 Uhr ohne weitere, nennenswerte Sicherheitsstörungen.

Die Würzburger Polizei hatte sich auf die Kundgebung gemeinsam mit den Würzburger Sicherheitsbehörden vorbereitet. Insgesamt verlief die gesamte Versammlung friedlich und störungsfrei.

Die Fußballspiele der Würzburger Kickers gegen den Chemnitzer FC, Würzburger Kickers II gegen den 1. Schweinfurt 05 II und Würzburger FV gegen Ansbach am Samstag verliefen ohne nennenswerte Ordnungsstörungen.

Einbruch bei Babyausstatter – Wer hat Verdächtiges beobachtet?

WÜRZBURG / HEIDINGSFELD. In der Nacht zum Freitag ist ein Unbekannter in die Geschäftsräume eines Babyausstatters eingebrochen. Der Täter blieb auf seiner Suche nach Wertgegenständen offenbar erfolglos, hinterließ jedoch einen Sachschaden in Höhe von etwa 1.000 Euro. Die Kripo Würzburg ermittelt und bittet um Zeugenhinweise.

Nach den bislang vorliegenden Erkenntnissen muss sich der Einbruch in der Tiefen Gasse im Zeitraum zwischen Donnerstagabend, 20.00 Uhr, und Freitagmorgen, 06.45 Uhr, ereignet haben. Der Täter stieg über das Dach in das Geschäft ein und machte sich anschließend in den Büroräumen auf die Suche nach Wertgegenständen. Entwendet wurde dem aktuellen Sachstand nach nichts. Dem Einbrecher gelang es, in unbekannte Richtung unerkannt zu entkommen.

Die weiteren Ermittlungen hat inzwischen die Kriminalpolizei Würzburg übernommen. Wer in der Nacht zum Freitag in der Straße „Tiefe Gasse“ etwas Verdächtiges beobachtet hat, das mit dem Einbruch im Zusammenhang stehen könnte, wird gebeten, sich unter Tel. 0931/457-1732 zu melden.

Mutmaßlicher „Lackkratzer“ in psychiatrischem Krankenhaus untergebracht

SCHWEINFURT, STADT UND LKR. WÜRZBURG. Gegen den am Donnerstag vorläufig Festgenommenen, der auf frischer Tat angetroffen wurde als er annähernd 100 Fahrzeuge in Schweinfurt beschädigt hatte, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Schweinfurt durch einen Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Schweinfurt die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet.

Wie bereits berichtet, wurde in den frühen Donnerstagmorgenstunden ein Tatverdächtiger nach einem Hinweis einer Anwohnerin von Beamten der Polizeiinspektion Schweinfurt vorläufig festgenommen, der im dringenden Verdacht steht, kurz zuvor etwa 100 Fahrzeuge verkratzt zu haben.

Ermittlungen der Ermittlungskommissionen Schweinfurt und Würzburg zusammen mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt erhärteten den Verdacht, dass der junge Mann auch für die Taten der sogenannten „Lackkratzer-Serie“ in Würzburg und gleichgelagerter Fälle in Schweinfurt verantwortlich ist, bei denen bislang ein grob geschätzter Schaden von rund zwei Millionen Euro entstand.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wurde der Student aus dem Landkreis Würzburg, der nach bisherigen Erkenntnissen an einer psychischen Erkrankung leidet, daher am Freitagmittag einem Ermittlungsrichter vorgeführt, der aufgrund des aktuellen Gesundheitszustands des 24-Jährigen die Unterbringung des Beschuldigten in ein Bezirksklinikum anordnete.

Dem jungen Mann wird derzeit Sachbeschädigung in über 1500 Fällen vorgeworfen. Die weiteren Ermittlungen der Polizei Schweinfurt, die in enger Zusammenarbeit mit der EKO „Lackkratzer“ der Polizei Würzburg und der Staatsanwaltschaft Schweinfurt geführt werden, werden noch geraume Zeit in Anspruch nehmen, um sämtliche Zusammenhänge und Hintergründe der Taten aufzuklären. Auch bleibt ein psychiatrisches Gutachten abzuwarten.

Nach Ausschreitungen von Fußballfans – Polizei bittet um Zeugenhinweise

SCHWEINFURT. Im Zusammenhang mit den Ausschreitungen nach dem Fußballspiel FC Schweinfurt 05 gegen 1860 München am 07. April laufen die Ermittlungen der Schweinfurter Polizei nach wie vor auf Hochtouren. Da bekannt wurde, dass offenbar von mehreren Zeugen Bildaufnahmen von den Auseinandersetzungen gefertigt worden waren, bitten die Beamten nun auch um Zeugenhinweise.

Wie bereits berichtet, war die Abreise der Fußballfans nach Abpfiff der Regionalligapartie zunächst unproblematisch verlaufen. Dann ging jedoch gegen 18.00 Uhr die Mitteilung über eine tätliche Auseinandersetzung vor einer Gaststätte in Stadionnähe ein. Wie sich herausstellte, war ein Reisebus mit Münchner Anhängern offenbar zurückgekehrt. Sie hatten sich eine handfeste Auseinandersetzung mit mehreren Beteiligten geliefert. Zwölf zum Teil erheblich alkoholisierte Männer im Alter von 21 bis 35 Jahren wurden vor Ort vorläufig festgenommen. Neun von ihnen waren leicht verletzt und mussten vom Rettungsdienst versorgt werden.

Die Polizeiinspektion Schweinfurt ermitteln nun in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs gegen insgesamt 21 Beschuldigte. Im Zuge von Vernehmungen wurde bekannt, dass offenbar einige Passanten mit ihren Handys Bildaufnahmen von den Ausschreitungen am Spieltag gefertigt hatten. In diesem Zusammenhang bitten die Ermittler nun um Hinweise aus der Bevölkerung.

Wer detaillierte Auskünfte zum Ablauf der Ausschreitungen bzw. den beteiligten Personen geben kann oder wer über Bildaufnahmen von den handfesten Auseinandersetzungen verfügt, wird dringend gebeten, sich unter Tel. 09721/2020 mit der Polizeiinspektion Schweinfurt in Verbindung zu setzen.