Wie in den letzten Spielen auch, musste Headcoach Andreas Kleider mit einem dezimierten Kader nach Schongau reisen. Ihm standen erneut nur vier Verteidiger zur Verfügung, wobei Dennis Ostertag vom Sturm zurück in die Verteidigung gezogen wurde. Mit Münzberg, Heckenberger und Kleider fehlen die bekannten Verletzten und zudem konnte Andreas Kleider auch nicht auf Sean Fischer, Simon Knaup und Jona Schneider zurückgreifen. Entsprechend war die Taktik ausgerichtet: hinten kompakt stehen und die wenigen Chancen nutzen. So gestalteten sich auch die ersten Minuten und Schongau kam immer mal wieder zu guten Chancen. Und dann ging der Matchplan von Andreas Kleider auf: die wenigen Möglichkeiten nutzen und dies tat Marcel Grüner in der fünften Minute zum 0-1!
Danach hatte weiterhin Schongau den größeren Anteil vom Spiel, konnte dies aber nicht in Tore wiedergeben. Benni Rossberg hielt erneut bärenstark. Mit 0-1 ging es also in die erste Drittelpause.
Mit Beginn des zweiten Drittel kassierten die Mighty Dogs eine Strafzeit und mussten gleich zu Beginn in Unterzahl überstehen. Hier zeigte sich, warum die Mannen von Andreas Kleider das aktuell beste Killing in Unterzahl hat. Neben dem starken Rossberg unterstützen sich die Spieler gegenseitig. In der 28 Spielminute war wieder mal Roßberg gefordert und war erneut zur Stelle. Dennoch war das zweite Drittel bis dahin zerfahren und immer wieder unterbrochen. Nach 34 Minuten jubelten dann die Mammuts. Im Powerplay, Sides saß zwei Minuten ab, nutzten die Schongauer dann ihre Chance zum 1-1. Davor rettete immer wieder Roßberg oder seine Vorderleute konnten noch einen Schläger etc. dazwischen bringen. Knapp eine Minute später hätte die EA Schongau sogar auf 2-1 erhöhen müssen! Gagnon allein vor Roßberg, brachte den Puck aber nicht am Schlussmann der Mighty Dogs vorbei. Probleme hatten die Mighty Dogs vor allem dann, wenn Schongau mit Geschwindigkeit ins Angriffsdrittel kam. Mit dem 1-1 nach vierzig Minuten ging es dann in die zweite Drittelpause.
Mit einem Powerplay starteten die Mighty Dogs das dritte Drittel und hatten hier eine gute Gelegenheit, die Führung erneut zu erzielen. Und 13 Sekunden vor Ablauf macht Hood das, wofür er in Schweinfurt verpflichtet wurde. Er netzte zum 1-2 ein!  Die Freude hielt nur kurzweilig, denn der Topscorer Höfler der Mammuts umkurvte Roßberg und schiebt zum 2-2 ein. Nach 8 Minuten hätten die Mammuts auch in Führung können, aber Höfler scheiterte wieder am sehr gut aufgelegten Roßberg. Die Spannung war spürbar zum Greifen und zehn Minuten vor Schluss waren sich wohl alle einig: das nächste Tor könnte das entscheidende sein. In der 51. Minute gab es dann zwei Strafen für die Mammuts. Estermaier und Höfler mussten auf die Strafbank und die Dogs hatten für 2 Minuten eine 3 vs 5 Situation. Ein Nutzen konnten die Dogs daraus nicht ziehen. Kurz vor Ablauf der Strafe kassierten die Schongauer eine weitere Strafe und somit hatten die Dogs weitere zwei Minuten Powerplay. Nach dreißig Sekunden ziehten die Gastgeber erneut eine Strafe und somit eine weitere 3 vs 5 Situation für die Mighty Dogs. Nicht nur die Mighty Dogs können Unterzahl, sondern auch die Mammuts haben diese Phase ohne Gegentor überstanden. Kaum waren die Mammuts komplett, kassierten die Mammuts wieder eine Strafe. Diesmal allerdings eine 5-minütige Spieldauerdisziplinarstrafe und die Dogs hatten noch knapp viereinhalb Minuten Zeit, am Ende mit drei Punkten nach Schweinfurt zu fahren. Die Dogs probierten natürlich nun einiges und wollten die große Möglichkeit in drei Punkte umwandeln. Allerdings mussten alle Schweinfurter tief durchatmen! Zwei Minuten vor Schluss tankt sich Pare durch und legt den Puck an Roßberg vorbei und auf der Linie kann Hartl den Puck klären. Es passierte aber nichts mehr und somit ging es in die Overtime. Die dritte Overtime für die Mammuts im dritten Heimspiel.
Man merkte aber, dass die Mannen von Andreas Kleider auf der letzten Rille liefen. So musste man sich nach einem leidenschaftlichen Kampf gegen die Mammuts in der Overtime geschlagen geben.
Statement von Andreas Kleider:
„Meine Mannschaft hat ein gutes Spiel abgeliefert. Sind ja erneut mit einer dezimierten Mannschaft angereist und so langsam gehen mir die Spieler aus. In den letzten zehn Minuten, wo wir in Überzahl waren, hätten wir ein Tor machen müssen. Am Ende interessiert es auch keinen, ob das dann verdient gewesen wäre oder nicht. Bin unter dem Strich aber mit dem Punkt sehr zufrieden!“
Weiter geht es für die Mighty Dogs erst am Sonntag, denn am Freitag sind die Dogs spielfrei und können sich erholen. Für das Spiel in Amberg am Sonntag planen die Schweinfurter Plärrdeifl einen Fanbus. Anmeldungen können über die Facebook-Seite der Plärrdeifl erfolgen.

Quelle: Mighty Dogs

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