Sechste Bayerische Impfwoche vom 18. bis 24. Juli 2022
Zur Erhöhung der Impfbereitschaft in der Bevölkerung plant das Bayerische Staatsministerium vom 18. bis 24. Juli 2022 eine landesweite Aktionswoche gemeinsam mit der Bayerischen Landesarbeitsgemeinschaft Impfen (LAGI). In der diesjährigen 6. Bayerischen Impfwoche liegt der Fokus beim Thema „Impfung gegen Humane Papillomviren (HP-Viren; HPV)“; damit sollen Eltern und Jugendliche vorrangig angesprochen werden, denn eine Impfung als zuverlässiger Schutz wird für Mädchen und Jungen zwischen 9 und 14 Jahren empfohlen. Die Auftaktveranstaltung der Impfwoche findet am 18. Juli in München statt. Staatsminister Klaus Holetschekeröffnet an einem Informationsstand die Aktionswoche offiziell. Begleitet wird die Woche von einer Online-Informationskampagne und der zentralen Webseite www.schutzimpfung-jetzt.de.
Dort erfahren Eltern und Jugendliche alles Wissenswerte rund um die HPV-Impfung und finden Hinweise auf regionale Veranstaltungen. Die HPV-Impfung ist eine Präventionsmaßnahme für Mädchen und Jungen, die sicher und wirksam gegen verschiedene durch HPV hervorgerufene Krebserkrankungen schützt und deren Impfquote dringend erhöht werden muss. Humane Papillomviren (HPV) zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Erregern. 85 bis 90 Prozent aller Menschen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit verschiedenen Humanen Papillomviren-Typen. Bleibt eine HPV-Infektion bestehen, kann sich im Laufe der Zeit Krebs entwickeln, vor allem am Gebärmutterhals, aber auch an verschiedenen anderen exponierten Stellen. HP-Viren verursachen jährlich ca. 1.600 Krebserkrankungen bei Männern und mehr als 6.000 Krebserkrankungen bei Frauen. Hohe HPV-Impfquoten führen andererseits zu einem deutlichen Rückgang an Krebserkrankungen, die durch diese Viren ausgelöst werden.
Jedoch wird diese Präventionsmaßnahme bislang ungenügend wahrgenommen. Die Impfung schützt wirksam vor den gefährlichsten HPV-Typen und senkt damit das Risiko für diese Krebserkrankungen. In anderen europäischen Ländern, wie zum Beispiel in Italien, Österreich oder der Schweiz, aber auch in Australien wird die HPV-Impfung für Jungen und Mädchen bereits seit längerem empfohlen. Untersuchungen zum Beispiel aus Großbritannien, Dänemark oder Australien zeigen, dass die Anzahl an neuen HPV-Infektionen und HPV-bedingten Gewebeveränderungen im Genitalbereich durch die Impfung gesenkt werden konnte. Die HPV-Impfung kann zum Beispiel von einem Arzt oder einer Ärztin der Kinder- und Jugendmedizin, der Allgemein- oder Inneren Medizin oder von einem Frauenarzt bzw. einer Frauenärztin durchgeführt werden. Das Gesundheitsamt Bad Kissingen bietet eine ganzjährige Impfberatung nach Terminvereinbarung an. Weiterhin kann man in den Bayerischen Impfwoche unter Tel.: 0971/801 8100 diesbezüglich einen zeitnahen Termin vereinbaren. Es ist zu beachten, dass im Gesundheitsamt keine Impfungen durchgeführt werden.
Weitere Informationen gibt es unter www.impfen-info.de; www.rki.de/impfen; www.stiko.de

Quelle: Landratsamt Bad Kissingen

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