Gesundheitsregionplus: Bewegung ist gesund und im Landkreis Haßberge auch noch besonders schön

Kaum locken die ersten Sonnenstrahlen des Frühlings, regen sich wieder die Lebensgeister. „Es zieht uns wieder raus in die Natur und zu sportlichen Aktivitäten“, so Benjamin Herrmann, Geschäftsstellenleiter der Gesundheitsregionplus Haßberge. „Unser Landkreis Haßberge mit seinen zwei Naturparks bietet die besten Rahmenbedingungen, die Heimat wandernd, radelnd oder laufend zu erkunden“.
Vielfältige Möglichkeiten vor der eigenen Haustür
So bieten beispielsweise die insgesamt 725 Kilometer gut ausgebauten Radwege, die bis in den nördlichen Steigerwald führen, ein Paradies für Radbegeisterte. Egal ob mit dem E-Bike, Rennrad oder Mountainbike locken die Wege entlang von Weinberge und besinnungsvollen Landschaften, Burgen, Schlössern und Seen die Heimat zu genießen. Ob Anfänger oder ambitionierter Radler, ob kurze Ausflüge oder mehrtätige Touren, im Landkreis Haßberge ist alles möglich. Darüber hinaus präsentiert sich der Landkreis Haßberge als erste Region Deutschlands als Gravel-Destination mit verschiedenen Touren. Informationen zu den verschiedenen Radstrecken finden sich unter: https://www.hassberge-tourismus.de/radfahren
Ähnlich spektakulär gestaltet sich die Vielfalt des Landkreises Haßberge für Wanderbegeisterte. Nicht weniger als 22 Erlebnisrouten des Burgen- und Schlösser-Qualitätswanderwegs warten darauf entdeckt zu werden. Von sonnig mit weiten Ausblicken bis angenehm kühl und schattig im Wald, von entspanntem Landschaftsgenuss zu zweit oder auf abenteuerlicher Entdeckungstour mit der ganzen Familie. Von historischen Weinbergen, bunten Mischwäldern und idyllisch gelegenen Naturbadeseen hin zu mittelalterlichen Burgen, mystischen Burgruinen und romantischen Schlössern. Auf den Strecken zwischen einem und über 100km Länge findet jeder für sich die richtige Tour. Informationen zu den verschiedenen Wanderstrecken finden sich unter: https://www.hassberge-tourismus.de/wandern
Eines der bundesweit größten Aushängeschilder des Landkreises Haßberge, zumindest was Outdooraktivitäten angeht, ist vermutlich das sogenannte Laufparadies. In einem bundesweit bislang einzigartigen, von LEADER (EU) kofinanzierten Gemeinschaftsprojekt haben der Landkreis Haßberge und 25 seiner Städte und Gemeinden zusammengearbeitet und so die größte zusammenhängende Laufregion Deutschlands geschaffen. Konkret verbergen sich hinter dem Namen „Laufparadies“ zusammengefasst 845 Laufkilometer. Die Landschaft am Wasser im Maintal, die tief eingeschnittenen Täler des nördlichen Steigerwaldes und die Ursprünglichkeit der Dörfer und Städte in den Haßbergen geben dem Laufparadies seinen Namen. Das Laufparadies bietet jedem Sportler, vom Hobbyläufer bis zum Spitzenathleten, verteilt auf 68 Laufstrecken die richtige Herausforderung. Die Strecken bieten sich ebenfalls für ausgiebige Wanderungen an. Informationen zu den verschiedenen Laufstrecken sowie die Möglichkeit, sich die Laufparadies Broschüre (enthält alle Strecken sowie Beschreibungen) zu bestellen, finden sich unter: https://laufparadies.info/.
„Jede Bewegungsart hat unterschiedliche Vorteile“, weiß Benjamin Herrmann. Wandern sei gut für Körper, Geist und Seele. Ausdauerndes Gehen übe einen zentralen Einfluss auf den Fettstoffwechsel und das Immunsystem aus. Darüber hinaus wirke sich das Laufen besonders positiv auf die geistige Leistungsfähigkeit aus. Im Vergleich zum Rad fahren oder Wandern verbrauche man beim Laufen sehr viele Kalorien. Deswegen eigne sich die sportliche Betätigung in Kombination mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung besonders gut zum Abnehmen. Das Radfahren bietet gegenüber anderen Fortbewegungsarten den Vorteil, dass das Fahrrad das eigene Körpergewicht trägt und bei einer korrekten Sitzposition die Gelenke gezielt entlastet werden. Zudem beansprucht die gleichmäßige Bewegung die Muskeln günstiger als beispielsweise Joggen.
Gesundheitsfördernde Wirkung von Bewegung und Sport

„Sport und Bewegung sind gesund“, unterstreicht der Geschäftsstellenleiter der Gesundheitsregionplus Landkreis Haßberge. Zum Beispiel könne dadurch das Erkrankungsrisiko insbesondere für Diabetes mellitus, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebserkrankungen gesenkt werden. Darüber hinaus verbessern Bewegung und Sport die psychische Gesundheit und tragen auch zum Erhalt der Selbstständigkeit im Alter bei. „Die positiven Effekte körperlicher Aktivität sind mehrfach durch wissenschaftliche Studien belegt und werden daher nicht zuletzt im Rahmen von Rehabilitationen und anderen Therapien eingesetzt“, so Benjamin Herrmann.

 

Rennweg oder Mainradweg
Bewegung und Sport in der freien Natur – im Landkreis Haßberge gibt es hierzu viele Möglichkeiten. 725 Kilometer gut ausgebauten Radwege stehen im Landkreis Haßberge zur Verfügung und laden dazu ein, die Heimat vor der Haustüre zu entdecken und zu genießen.
Foto: A. Hub.
Nachfolgend sind die positiven Effekte von Bewegung und Sport kurz skizziert.

  • Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems
    Regelmäßige Bewegung und Sport wirkt sich präventiv auf Herzkranzgefäßleiden (Koronare Herzkrankheit) und Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) aus und verbessert die allgemeine Herzarbeit. Dadurch werden u.a. die Durchblutungsfähigkeit und die Gefäßfunktionen gefördert.
  • Regulierung des Blutdrucks
    Es kann das Entstehen eines arteriellen Blutdrucks verhindert werden. Regelmäßige Bewegung und Sport können den Blutdruck in Ruhe, während körperlicher Belastung und unter mentalem Stress mindern.
  • Verbesserung des Fettstoffwechsels
    Unabhängig von einer Gewichtsreduktion können Bewegung und Sport die Lipidwerte günstig beeinflussen. Zudem ist eine Zunahme des HDL-Cholesterins und eine Abnahme der Triglyceride im Blut als Folge der regelmäßigen Aktivität wissenschaftlich belegt.
  • Stärkung des Muskel-Skelettsystem
    Regelmäßige Bewegung und Sport ab dem Kindesalter können die Knochenmineralisation günstig beeinflussen und somit der Osteoporose vorbeugen, welche im Alter häufig die Lebensqualität drastisch beeinträchtigt.
  • Positive Beeinflussung chronischer Rückenschmerzen
    Bei chronischen Rückenschmerzen können Bewegungs- und Sportprogramme Rückfälle vorbeugen und Dauer bzw. Grad der Beeinträchtigung reduzieren.
  • Verbesserung des Kohlenhydratstoffwechsels
    Körperliche Aktivität verbessert die Insulinsensitivität und die Glukoseaufnahme der Skelettmuskulatur und des Fettgewebes.
  • Veränderung der Körperzusammensetzung und des Körpergewichts
    Körperliche Aktivität beeinflusst auch ohne beziehungsweise mit nur minimaler Gewichtsreduktion die Körperzusammensetzung sowie verschiedene kardiometabolische Marker positiv und ist somit gesundheitswirksam. Entscheidend ist der Gesamtumfang der Aktivität, weniger deren Intensität.
  • Stärkung des Immunsystems
    Der günstigste Einfluss körperlicher Aktivität auf das Immunsystem liegt in etwa im mittleren Bereich des Aktivitätsniveaus, also zwischen Inaktivität und langer, starker Belastung.
  • Prävention von Tumorerkrankungen
    Gut belegt ist die schützende Wirkung von körperlicher Aktivität gegenüber Dickdarm- und Brustkrebs. Auch während einer Krebsbehandlung und zur Rückfallvermeidung ist Bewegung hilfreich.
  • Verbesserung der mentalen und seelischen Gesundheit
    Positive Wirkungen von körperlicher Aktivität auf die mentale und psychische Gesundheit lassen sich eindeutig nachweisen. Sie wirkt präventiv gegen depressive Symptome sowie Angstzustände. Bei depressiv verstimmten Personen kann eine Verbesserung der Stimmungslage erzielt werden. Auch Schlafstörungen werden durch körperliche Bewegung und Sport günstig beeinflusst. Ebenfalls belegen zahlreiche neuere Studien, dass Bewegung und Sport vor Demenz, kognitivem Abbau und einer Alzheimer-Erkrankung schützen oder deren Auftreten deutlich verzögern können Neben all diesen Effekten soll die Bewegung bzw. sportliche Aktivität aber vor allem auch Spaß machen. Dies ist meist an der frischen Luft bzw. in der freien Natur noch mehr gegeben. Zumal hierbei noch weitere gesundheitsfördernden Effekte erzielt werden können. Denn Tageslicht stärkt die Immunabwehr. Etwa 15 bis 20 Minuten täglich sollten es sein, damit sich das für die Abwehrkräfte wichtige Vitamin D entwickeln kann. Darüber hinaus wird durch die Aktivität im Freien gleichzeitig die Sauerstoffversorgung gefördert. Sauerstoff ist u.a. wichtig dafür, dass die Organe und Muskelzellen vernünftig arbeiten können.

Quelle: Landratsamt Haßberge