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FFP2-Maskenpflicht ab Montag: Das müssen Sie wissen

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Symbolbild

Ab wann gilt die FFP2-Maskenpflicht?

Die FFP2-Maskenpflicht gilt ab kommendem Montag, den 18. Januar 2021. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat aber für die ersten Tage einen Verzicht auf Strafen angekündigt. Demnach wird es “eine Kulanzwoche” geben. Nach einer Woche dann sollen bei Verstößen Sanktionen und Bußgelder verhängt werden. Deren Höhe ist noch offen.

Ab welchem Alter gilt die Tragepflicht?

Die FFP2-Maskenpflicht in Nahverkehr und Handel gilt erst für Menschen ab 15 Jahren. Kinder bis einschließlich 14 Jahre bleiben ausgenommen. Die Staatsregierung sei bei der Altersgrenze dem Rat von Medizinern gefolgt, hieß es.

In welchen Bereichen gilt die FFP2-Maskenpflicht?

Die FFP2-Maskenpflicht gilt für öffentliche Nahverkehrsmittel wie Busse und Bahnen sowie für den Einzelhandel. Da die meisten Geschäfte im Lockdown geschlossen sind, betrifft das derzeit in erster Linie Supermärkte, Apotheken, Optiker oder Tierfachmärkte.

Im Einzelhandel gilt die FFP2-Maskenpflicht nur für Kunden, nicht aber für die Beschäftigten.

Schon seit einigen Wochen gilt in Bayern: Besucher in Altenheimen und Seniorenresidenzen sowie Pflege- und Behinderteneinrichtungen müssen verpflichtend eine FFP2-Maske tragen.

Wer bekommt Gratis-FFP2-Masken?

Die bayerische Staatsregierung hat nach Kritik von Sozialverbänden und Opposition angekündigt, insgesamt 2,5 Millionen FFP2-Masken für hilfsbedürftige Menschen gratis zur Verfügung zu stellen. Damit sollen soziale Härten abgefedert werden. Organisiert werden soll die Verteilung über die Städte und Landkreise, möglichst bis Ende nächster Woche.

Die Masken würden verschickt oder auf anderen Wegen verteilt werden, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU). In den Kommunen seien Daten über Menschen mit ungesichertem Einkommen vorhanden, also wer auf Grundsicherung angewiesen sei. Ziel seien zunächst fünf Gratis-Masken pro Person.

Für wen gibt es vergünstigte FFP2-Masken?

Der Bund hatte Ende Dezember die Ausgabe von FFP2-Masken für Menschen über 60 und chronisch Erkrankte beschlossen. In einem ersten Schritt im Dezember sollten Betroffene drei Masken gratis in der Apotheke holen können. Seit 1. Januar sollen sie von der Krankenkasse Gutscheine für zweimal je sechs Masken mit einem Eigenanteil von jeweils zwei Euro bekommen. Die Ausgabe der Gutscheine läuft laut Apothekern jedoch schleppend.

Wo kann man FFP2-Masken kaufen?

Die Masken werden in Drogerien, Apotheken und auch im Online-Handel verkauft. Dort liegen die Preise nach Angaben des Handelsverbandes Bayern derzeit stabil zwischen ein und fünf Euro. In manchen Geschäften wird aber auch mehr verlangt. Hier lohnt sich ein Preisvergleich. Der Handelsverband verweist darauf, dass die Masken auch per “Click & Collect” in Baumärkten erhältlich seien.

Droht ein Engpass bei FFP2-Masken?

Unmittelbar nach der Bekanntgabe der FFP2-Maskenpflicht ist die Nachfrage danach in Bayern gestiegen. In manchen Geschäften waren die Masken am Mittwoch ausverkauft, ein grundsätzlicher Engpass zeichnete sich aber nicht ab. “Die Lagerbestände an FFP2-Masken sind gut”, sagte ein Sprecher des Bayerischen Apothekerverbands.

Was sind FFP2-Masken?

Gängiger Mund-Nasen-Schutz kann Experten zufolge andere Menschen schützen; FFP2-Masken schützen – richtig genutzt – auch den Träger.

Die Bezeichnung FFP stammt aus dem Englischen (“Filtering Face Piece”). Diese Masken werden in drei Kategorien eingeteilt – 1 bis 3. Die unterschiedliche Bezeichnung geht darauf zurück, wie viele Aerosole die Masken filtern können. “FFP2-Masken müssen mindestens 94 Prozent und FFP3-Masken mindestens 99 Prozent der Testaerosole filtern”, erläutert das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Sind auch FFP2-Alternativen erlaubt?

Laut Bayerns Gesundheitsminister Holetschek sind auch Schutzstandards erlaubt, die als gleichwertig zu FFP2 gelten, etwa Masken mit der Kennung KN95 oder N95.

Sowohl bei diesen als auch FFP2-Masken rät der Tüv, auf Prüfnorm, CE-Kennzeichen sowie eine vierstellige Nummer zu achten, die Rückschlüsse auf das Prüf-Institut zulasse. Der Tüv warnt außerdem vor Billigprodukten aus dem Internet.