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Hofheim: Schulbusunfall mit 8 Verletzten

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Foto © Primaton

Heute Mittag kam es zu einem schweren Unfall zwischen Rügheim und Hofheim… Dort ist ein LKW seitlich in einen Schulbus gefahren – mehrere Schüler im Alter zwischen 6 und 10 wurden verletzt. Genaueres zu dem Unfall weiß Michael Will, Pressesprecher des BRK:

An Bord des Schulbusses waren insgesamt 20 Grundschulkinder – wie geht es denen jetzt?

Insgesamt 100 Einsatzkräfte vom Roten Kreuz, der Polizei und der Feuerwehr waren vor Ort. Die verletzten Kinder wurden mit einem Rettungshubschrauber auf die umliegenden Krankenhäuser verteilt. An dieser Stelle herzlichen Dank nochmal an alle Helfer vor Ort und hoffen wir mal, dass es den Kindern mittlerweile wieder besser geht…

 

 

Alle genauen Infos können in der offiziellen Pressemitteilung des BRK nachgelesen werden:

Acht Schulkinder zum Teil schwer verletzt

Zusammenprall zwischen Sattelzug und Schulbus. Großaufgebot von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei vor Ort.

HOFHEIM – Bei einem schweren Verkehrsunfall zwischen einem Sattelzug und einem Schulbus sind am Montagmittag acht Kinder zum Teil schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei war es bei einem Abbiegevorgang zum Zusammenprall der beiden Fahrzeuge gekommen. Für Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei wurde ein Großeinsatz ausgelöst, rund 100 Einsatzkräfte waren alarmiert.

Zu der Kollision war es kurz nach 11:30 Uhr auf der Staatsstraße zwischen Hofheim und Rügheim an der Einmündung Richtung Bundesstraße 303 gekommen. Wie die Polizei an der Einsatzstelle nach ersten Ermittlungen bekannt gab, war der Schulbus von Hofheim in Richtung Haßfurt unterwegs. Der Fahrer eines Sattelzuges mit polnischer Zulassung war von der Bundesstraße gekommen und wollte in die Staatsstraße einbiegen. Dabei übersah er den von rechts kommenden Schulbus eines Unternehmens aus dem Landkreis Haßberge, so dass es zu einem Zusammenstoß kam. Die Zugmaschine des Sattelzuges prallte in die linke Seite des Busses und schlitzte ihn zum Teil auf.

Mehrere der großen Seitenscheiben gingen zu Bruch, ebenso wurde die Verkleidung teilweise abgerissen. Dabei wurden acht Kinder verletzt, eines von ihnen schwer, drei weitere mittelschwer sowie vier leicht. Nach Erstversorgung durch Rettungsdienst und Notärzte wurden sie in Kliniken nach Schweinfurt, Haßfurt und Ebern eingeliefert. Sieben Kinder wurden mit Rettungswagen transportiert, eines mit einem Rettungshubschrauber. Von Lebensgefahr wurde zunächst bei keinem der Mädchen und Jungen ausgegangen. Sowohl der Lkw-Fahrer als auch der Busfahrer blieben unverletzt und kamen mit dem Schrecken davon.

Insgesamt saßen in dem Bus rund 20 Kinder, die nach Angaben von Eva-Maria Wagenhäuser-Müller, Seniorchefin des Busunternehmens, allesamt zuvor von der Grund- und Mittelschule Hofheim abgeholt worden waren und nach Hause gebracht werden sollten. Alle Kinder erlitten einen Schock. Sie wurden an Ort und Stelle von Notärzten und dem Rettungsdienst gesichtet und untersucht; alle körperlich Unverletzten wurden anschließend mit einem Ersatzbus von der Unfallstelle ins rund zwei Kilometer entfernte Rotkreuzhaus nach Hofheim gebracht. Dort wurden die Kinder zusammen mit ihren inzwischen eingetroffenen Eltern von drei Notfallseelsorgern sowie der ehrenamtlichen BRK-Schnelleinsatzgruppe Betreuung umsorgt und von einem Notarzt ein zweites Mal ärztlich gesichtet.

Vermutlich der hervorragenden Reaktion des 55 Jahre alten Busfahrers dürfte es zu verdanken sein, dass der Verkehrsunfall nicht noch schlimmere Folgen hatte. Der Mann schaffte es trotz des heftigen Aufpralls, den Bus einigermaßen in der Spur und damit auf der Fahrbahn zu halten. Er konnte dadurch verhindern, dass das Gefährt eine neben der Straße befindliche rund vier Meter tiefe Böschung hinabstürzte und umkippte. „Ich bin froh, dass unserer Fahrer das verhindern konnte“, sagte Unternehmerin Wagenhäuser-Müller.

Bei ihr weckt der schlimme Unfall Erinnerungen an ein tragisches Busunglück im Dezember 2014 auf der Bundesstraße 279 zwischen Pfarrweisach und Ebern. Damals hatte an der Einmündung nach Fischbach ein Lkw, ebenfalls beim Einbiegen, einem Schulbus die Vorfahrt genommen und es kam zum Zusammenprall. Der Busfahrer verlor sein Leben, der Lkw-Fahrer wurde lebensgefährlich verletzt. Zum Glück befanden sich damals keine Kinder in dem Schulbus.

Der Einsatz am Montag hatte zu einem Großaufgebot von Rettungskräften geführt. Die Integrierte Leitstelle löste nach ersten Notrufen mit dem Stichwort „Massenanfall von Verletzten“ Alarm für Dutzende Einheiten aus. So wurden seitens des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstes neun Rettungswagen, drei Krankentransportwagen, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge sowie der Rettungshubschrauber „Christoph 27“ aus Nürnberg alarmiert. Insgesamt fünf Notärzte befanden sich an der Unglücksstelle. Des Weiteren wurden die ehrenamtlichen Schnelleinsatzgruppen (SEG) Transport 1 und 2 (von den Bereitschaften Zeil, Knetzgau und Ebern), die SEG Behandlung (Bereitschaften Hofheim und Knetzgau) mit dem Gerätewagen Sanität 25, die SEG Betreuung (Bereitschaften Haßfurt und Untermerzbach) sowie die SEG Technik und Sicherheit (Bereitschaft Memmelsdorf) zum Einsatz gerufen. Ebenfalls im Einsatz war die Sanitätseinsatzleitung (SanEL), bestehend aus Leitender Notärztin Dr. Leonore Jahn und dem Organisatorischen Leiter Wolfgang Zweverink. Sie wurden von der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung (UG SanEL; Bereitschaft Eltmann) sowie Christoph Grimmer (Einsatzleiter Rettungsdienst) unterstützt.

Seitens der Feuerwehr waren nach Worten von Einsatzleiter Karlheinz Vollert die Wehren aus Hofheim, Ostheim und Rügheim mit rund 25 HelferInnen alarmiert. Glücklicherweise wurde keine Person in einem der Fahrzeuge eingeklemmt, so dass sich die Arbeit der Feuerwehr auf die Sicherstellung des Brandschutzes sowie die Absicherung der Unfallstelle und die Verkehrsumleitung beschränken konnte. Auch für die Polizei gab es einen Großeinsatz. Nach Worten von Einsatzleiter Daniel Ruß waren mehrere Streifen aus Haßfurt, Ebern und Schweinfurt mit rund 15 Beamtinnen und Beamten im Einsatz.

Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten blieb die Staatsstraße 2275 zwischen Hofheim und Rügheim bis in den späten Nachmittag hinein gesperrt. Der Verkehr wurde örtlich umgeleitet. Vor Ort machte sich auch Hofheims Bürgermeister und stellvertretender BRK-Kreisvorsitzender Wolfgang Borst ein Bild von der Lage.

 

Quelle: Michael Will / Pressesprecher Bayerisches Roten Kreuz