Volkach Zu einem Kaminbrand wurde die Volkacher Feuerwehr am Sonntagmittag gegen 12.20 Uhr auf den Gänseplatz nach Volkach gerufen. Doch bereits die Anfahrt zur Einsatzstelle gestaltete sich schwierig. Zugeparkte Kreuzungsbereiche und Falschparker forderten von den Maschinisten aufwendige und vor allem zeitkostende Rangiermanöver. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte schlugen 40cm hohe Flammen aus dem Kamin. Während der Angriffstrupp unter Atemschutz in das Gebäude vorging wurde parallel die Teleskoprettungsbühne zur Kontrolle der Dachhaut in Stellung gebracht. Da bei einem Kaminbrand sehr hohe Temperaturen bis zu 1.000 Grad Celsius entstehen, kann sich der Kamin so stark aufheizen, dass sich zum Beispiel Möbel und Inventar entzünden , welche sich an der Kaminaußenwand befinden. Auch können Risse im Kamin auftreten, die so groß sind, dass Funken oder Flammen austreten. Der gesamte Verlauf des Kamins innerhalb des Gebäudes wurde deshalb im Einsatzverlauf von Feuerwehrleuten engmaschig mit einer Wärmebildkamera überwacht. Ein weiterer Trupp räumte die brennenden Rußteile aus dem Kamin und brachte diese mit einer Schuttmulde ins Freie, wo diese dann abgelöscht wurden. Grundsätzlich werden Kaminbrände in der Regel nicht gelöscht, sondern kontrolliert ausgebrannt. Folglich dauerte der Einsatz gut drei Stunden. Im Anschluss des Ausbrennens reinigte ein örtlicher Kaminkehrer den Schornstein gründlich und der Einsatz der Feuerwehr konnte beendet werden.
Im Gebäude sammelte sich zwischenzeitlich Brandrauch an, weshalb dieser gezielt mit einem Hochleistungslüfter herausgeblasen wurde. Mit einem Klettergurt ausgestattet und angeseilt entfernte ein Feuerwehrmann sicherheitshalber einen Teil der Ziegel die sich um den Kamin herum befanden. Auf Grund den gefährlichen Arbeiten an der Dachhaut und den Arbeiten unter Atemschutz im Gebäude wurde zeitweise ein Rettungswagen zur Absicherung der Einsatzkräfte vor Ort bereitgehalten.
Nicht auszudenken welche Folgen resultieren, wenn sich ein Feuer unbemerkt im Dachstuhl oder in den Zwischendecken ausbreiten würde. Gerade in den verwinkelten und engen Bebauung der Altstadt kann ein Brand verheerende Auswirkungen haben. Ein Grund warum die Volkacher Feuerwehr mit insgesamt sechs Fahrzeugen und 27 Einsatzkräften vor Ort anrückte.
An dieser Stelle möchte die Feuerwehr noch einmal sensibilisieren das die Kreuzungsbereiche wie in der Fahrschule gelernt zwingend fünf Meter freigehalten werden müssen. Anders ist ein Durchkommen für die großen Einsatzfahrzeuge kaum möglich.

Quelle: Feuerwehr Volkach

Werbung
Vorheriger ArtikelBayern: Neues HdBG-Portal „Jüdisches Leben in Bayern“ geht online.
Nächster ArtikelSchondra: Trickbetrug scheitert an aufmerksamem Bankmitarbeiter