Die Gemeindepartnerschaft Sennfeld und Meduna di Livenza sowie ihr Jugendprojekt würdigten der deutsche und der italienische Staatspräsident mit einer Urkunde. Darüber freuten sich: (von links) Sennfelds stellvertretende Schulleiterin Julia Venohr, Projektleiterin Antje Göhmann, Bürgermeister Oliver Schulze und Förderkreisvorsitzender Helmut Heimrich.

Die Corona-Pandemie erschwert zwar die Gemeindepartnerschaft mit Meduna di Livenza, weil keine Bürgertreffen stattfinden können, aber sie weckt auch die Solidarität wieder neu. Ein besonderesProjekt nimmt jetzt die Nöte der Jugend während Corona in den Blick. Diese Idee würdigten jetzt sogar die Staatspräsidenten beider Länder, Frank-Walter Steinmeier und Sergio Mattarella, mit einer Urkunde.
Wie kommen Kinder und Jugendliche in Deutschland und in Italien durch die Corona-Zeit? Haben sie die gleichen Ängste und Sorgen? Und wie kann man sich gegenseitig wieder aufbauen, Mut machen, den Frust zu überwinden? Das ist das Thema des Projekts„United Soulution, das Sabrina Röder, Jugendsozialarbeiterin an der Grund- und Mittelschule, gemeinsam mit Helmut Heimrich, Vorsitzender des Förderkreises Meduna-Sennfeld und zweiter Bürgermeister, entwarf.
Damit bewarb sich die Gemeindepartnerschaft für den erstmals ausgelobten Preis der beiden Staatspräsidenten. Dieser Preis hebt die Zusammenarbeit der Kommunen als besonders wichtig für ein gemeinsames Europa heraus.
Den Hauptpreis verbunden mit einem Preisgeld, erhielt Sennfelds Projektidee zwar nicht. Aber das Vorhaben soll dennoch umgesetzt werden, unterstützt mit gemeindlicher Finanzspritze.
Um die 14- bis 16-jährigen Schüler in Sennfeld und Medunazusammenzubringen, soll es eine öffentlichkeitswirksame Plakataktion geben. Vorausgehend wird jeder Neuntklässler aufEnglisch ein Statement zu seinen Sorgen in der Corona-Situationformulieren. „Die größte Not ist das Alleinsein, dass keine Treffen möglich sind“, weiß Englisch-Lehrerin Antje Göhmann, die als Verantwortliche mit ihrem italienischen Kollegen Andrea Princivalli das Projekt betreut.
Die Aussagen der Jugendlichen werden digital zu denPartnerschulen geschickt und zu deren Statements jeweilsmutmachende Antworten formuliert. Per Online-Meeting sollen die Jugendlichen sich dann über ihre Situation austauschen.Verbunden mit Porträtfotos wirdein Teil der Aussagen auf einer Plakatwand ausgestellt.
Den Ablauf der Aktion besprachen die Verantwortlichen aus beiden Orten jetzt bei einer spontan von den Italienern angesetzten Videokonferenz.
Lehrerin Göhmann hat noch ein weiteres Ziel: Sie möchte im Juli mit ihrer Abschlussklasse nach Meduna fahren. „Grad jetzt, wo es in Europa so bröckelt, müssen wir aufeinander zugehen“.

Quelle: Gemeinde Sennfeld

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