Bayernwerk und Regierung von Unterfranken verleihen Bürgerenergiepreis – insgesamt 10.000 Euro für nachhaltige Ideen
Regensburg/Würzburg. Um Sonnenenergie für Powerbanks zum Laden von Handy-Akkus zu nutzen, haben Schüler des Balthasar-Neumann-Gymnasiums in Marktheidenfeld (Landkreis Main-Spessart) eine Photovoltaikanlage selbst installiert. Dieses und zwei weitere Projekte rund um die Energiezukunft sind jetzt mit dem Bürgerenergiepreis Unterfranken ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und wird jedes Jahr von der Bayernwerk Netz GmbH (Bayernwerk) in Kooperation mit der Regierung von Unterfranken verliehen. Den Preis teilt sich das Schulprojekt „Solarladestation am BNG“ mit dem Verein Mönchberg e. V. aus Mönchberg (Landkreis Miltenberg) und dem TSV Hollstadt (Landkreis Rhön-Grabfeld).
Die bei der Regierung von Unterfranken in Würzburg geplante Preisübergabe wurde abgesagt und ins nächste Jahr verschoben. Markus Leczycki, Leiter des Kommunalmanagements der Bayernwerk Netz GmbH und Regierungsvizepräsident Jochen Lange sind sich einig: „Die aktuelle Entwicklung im Pandemiegeschehen lassen eine Präsenzveranstaltung nicht zu. Unser Ziel, Klimaschutz und Energieeffizienz für jeden Bürger selbstverständlich werden zu lassen, möchten wir trotzdem weiter voranbringen. Deshalb werden wir den Bürgerenergiepreis auch in diesem Jahr vergeben und die Preisträger mit dem Preisgeld belohnen. Die Energiezukunft braucht Menschen, die eine Vorbildrolle übernehmen. Beim Bürgerenergiepreis treffen wir auf diese Menschen. Sie engagieren sich in ihrem persönlichen Umfeld und geben damit Impulse an andere weiter.“ Regierungsvizepräsident Jochen Lange ergänzt: „Die Energiewende ist ein Kraftakt, der nicht von heute auf morgen gelingt. Da braucht es die breite Unterstützung der Gesellschaft. Der Bürgerenergiepreis schafft in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein dafür, dass jeder Einzelne etwas in seinem Umfeld dazu beitragen kann. Wir freuen uns, dass das Bayernwerk Projekte mit dem Bürgerenergiepreis honoriert, auf diese Weise bekommen sie Vorzeigecharakter in Unterfranken.“
Solarladestation für PowerbanksEine solarenergiebetriebene Lademöglichkeit für Powerbanks in der Schulbibliothek haben Zehntklässler des Balthasar-Neumann-Gymnasiums in Marktheidenfeld realisiert. Die Powerbank-Lademöglichkeit haben sie im Rahmen eines Schulprojekts gemeinsam mit ihrem Lehrer entwickelt, geplant und gebaut. Zudem haben sie das Finanzierungskonzept erstellt und das erforderliche Geld über Spenden und Pfandaktionen selbst organisiert. Zu den Herausforderungen zählten die Installation eines Solarmoduls auf dem Flachdach der Schule und der Einbau eines Wechselrichters. Jetzt steht ein Holzschränkchen in der Schulbibliothek, in dem eine große Batterie den Sonnenstrom vom Dach speichert und aus dem zehn Kabel mit USB-Anschlüssen führen, die das Aufladen der Powerbanks ermöglichen. Diese können in der Bibliothek von den Jugendlichen für jeweils eine Woche ausgeliehen werden. Die Schule erhält ein Preisgeld von 3.000 Euro.
Photovoltaikanlage für das SchwimmbadDurch die Installation einer großen Photovoltaikanlage (PV-Anlage) will der Verein Mönchberg e. V., bestehend aus Privatpersonen und Gewerbetreibenden aus Mönchberg, nicht nur das Klima, sondern auch das örtliche Freibad retten. Die Schließung des Spessartbads konnte durch den Bau einer PV-Anlage mit einer installierten Leistung von insgesamt 20 Kilowatt bereits verhindert werden. Nach einer geplanten Erweiterung von zusätzlich 10 Kilowatt Peak soll das Schwimmbad künftig komplett mit regenerativen Energien versorgt werden können. Inzwischen sind bereits rund 250 ehrenamtliche Stunden von Planern für die Projektierung, Angebotseinholung und das Akquirieren von Spenden sowie für den Bau und Anschluss der PV-Anlage in das Projekt geflossen. Die Vereinsmitglieder freuen sich über 3.500 Euro Preisgeld.
Energieeffiziente Gebäude für den SportvereinEine Energieeinsparung von 80 Prozent hat der TSV Hollstadt durch den Neubau des Sportheims und den Umbau der Kegelbahn erzielt. Sowohl Vorstand und Vereinsausschuss als auch sehr viele Vereinsmitglieder haben aktiv mitgearbeitet, um umweltfreundliche Lösungen zu realisieren. Für die Nutzung erneuerbarer Energien haben sie zwei Photovoltaikanlagen mit einer installierten Gesamtleistung von 134 Kilowatt und eine Wärmepumpe mit einer installierten Leistung von 20,7 Kilowatt errichtet. Außerdem verfügt der Verein über zwei Speicher mit 27 Kilowattstunden. Eine Optimierung des Energieverbrauchs erzielen die Ehrenamtlichen darüber hinaus durch verschiedene Umbaumaßnahmen. Beispielsweise haben sie in Eigenregie den Außenbereich der Terrasse gepflastert, das Holz gestrichen und Deckenabhängung sowie Strom- und Lichttechnik an ihren Vereinsimmobilien selbst ausgeführt. 3.500 Euro Preisgeld fließen hier in die Vereinskasse.
Schon jetzt für die nächste Runde bewerbenDer Bürgerenergiepreis wurde 2013 in Niederbayern erstmals verliehen. Inzwischen werden regelmäßig Preisträger in den Regierungsbezirken Niederbayern, Oberbayern, Unterfranken, Oberfranken und in der Oberpfalz gesucht. Videos der bisherigen Sieger sind im Bayernwerk-Kanal auf YouTube zu finden. Mitmachen können Vereine, Kindergärten, Schulen oder Privatpersonen. Ausgeschlossen sind Projekte von Unternehmen, die sich gewerblich mit Energieeffizienz beschäftigen. Schon jetzt können Bewerbungen für die nächste Runde eingereicht werden. Die Bewerbungsunterlagen und Informationen zum Bürgerenergiepreis sind unter www.bayernwerk.de/buergerenergiepreis zu finden.

Quelle: Bayernwerk AG

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