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Symbolfoto © Christian Licha

Nach Brandserie in Estenfeld – Intensive Ermittlungen führen zur Festnahme eines Tatverdächtigen – 22-Jähriger in Untersuchungshaft

ESTENFELD, LKR. WÜRZBURG. Nach einer Serie von insgesamt fünf Bränden im Raum Estenfeld haben die intensiven Ermittlungen der Würzburger Kriminalpolizei nun zur Festnahme eines dringend tatverdächtigen 22-Jährigen geführt. Dieser wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg am Amtsgericht Würzburg vorgeführt und sitzt seit Mittwochnachmittag in Untersuchungshaft.

Wie bereits berichtet kam es zwischen Februar und April zu mehreren Bränden in Estenfeld, bei denen die Ermittler auf Grund der Spurenlagen schnell von einer vorsätzlichen Brandstiftung ausgehen mussten. Der erste Brand ereignete sich bereits am 20. Februar in der Kartause, als eine historische Scheune vollständig niederbrannte. In der Folge kam es in den Monaten März und April noch zu Brandstiftungen an einer weiteren Scheune, zwei Gartenhäusern, sowie einem Holzschuppen.

Die Ermittlungen wurden bereits nach dem ersten Brand in der Kartause durch die Kriminalpolizei Würzburg übernommen. Nachdem die Ermittler in allen Fällen von einer vorsätzlichen Brandlegung ausgehen mussten, wurde in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Würzburg die Ermittlungskommission „Kartause“ gegründet.

Die mit erheblichem Aufwand über Monate betriebenen Ermittlungen der Kripo Würzburg, die mit einer Vielzahl von Befragungen im Ortsbereich von Estenfeld verbunden waren, führten schließlich zur Identifizierung eines 22-Jährigen aus dem Landkreis Würzburg. Der junge Mann konnte am Dienstagvormittag vorläufig festgenommen werden und räumte die Brandstiftungen ein.

Auf Anordnung durch die Staatsanwaltschaft Würzburg wurde er am Mittwoch dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Würzburg vorgeführt. Dieser ordnete wegen des dringenden Tatverdachts der Brandstiftung die Untersuchungshaft gegen den Mann an. Er sitzt nun in einer Justizvollzugsanstalt.

 

Auseinandersetzung eskaliert – Jugendlicher mit Stichverletzung

WÜRZBURG / INNENSTADT. Im Zuge eines heftigen Streits soll am Mittwochabend ein 20-Jähriger seinen drei Jahre jüngeren Kontrahenten mit einem Messer verletzt haben. Die Auseinandersetzung verlagerte sich anschließend zum Hauptbahnhof, wo es zu weiteren Handgreiflichkeiten kam. Inzwischen hat die Würzburger Kripo die weiteren Ermittlungen übernommen.

Gegen 19.45 Uhr war es zunächst in der Kaiserstraße zu einem Streit unter mehreren jungen Männern gekommen. Dabei soll es zu dem Messeangriff gekommen sein, wobei der 17-Jährige eine Stichverletzung am Oberkörper erlitt. Der Angreifer flüchtete daraufhin zum Würzburger Hauptbahnhof und die etwa fünfköpfige Gruppe um den verletzten Jugendlichen nahm die Verfolgung auf. In der Bahnhofshalle setzte sich die handfeste Auseinandersetzung schließlich fort. Die fünf „Verfolger“ sollen den 20-Jährigern dort gemeinschaftlich mit Schlägen und Tritten traktiert haben.

Passanten gelang es offenbar, die Männer zu trennen. Einige Beteiligte machten sich daraufhin aus dem Staub. Bundespolizisten nahmen den 20-jährigen, mutmaßlichen Messerangreifer vorläufig fest und übergaben ihn den Beamten der Polizeiinspektion Würzburg statt, die mit den ersten Ermittlungen zum Tatablauf betraut waren. Bei Eintreffen der Streife wurde der 17-Jährige aufgrund seiner Stichverletzung bereits vom Rettungsdienst versorgt. Er kam nach der Erstversorgung in ein Krankenhaus. Dem Sachstand nach sind die Verletzungen des Jugendlichen nicht lebensbedrohlich. Der 20-Jährige, der durch die Schläge und Tritte unter anderem Schürfwunden erlitt, kam ebenfalls vorsorglich in ein Krankenhaus.

Die noch andauernden Ermittlungen, insbesondere hinsichtlich des exakten Tatablaufs, zu den Hintergründen der Tat und zu den zum Teil noch unbekannten Beteiligten, werden von der Kripo Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg geführt.