Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Schweinfurt und der Werkfeuerwehr ZF Friedrichshaften AG beim Aufbau des Dekontaminationsbereichs im Areal des Schweinfurter Hauptbahnhofes. Foto: Samira Gräf, Stadt Schweinfurt

Schweinfurt – In der vergangenen Woche hatten die Schweinfurter Feuerwehr sowie die Wehren der umliegenden Gemeinden wieder die Möglichkeit, sich zum Thema Gefahrguteinsätze im Bahnbereich weiterzubilden. Dazu war der sogenannte Ausbildungszug Gefahrgut der DB Netz AG am Schweinfurter Hauptbahnhof stationiert. Der Zug bietet die Möglichkeit, alle gängigen Armaturen die zum Be- und Entladen von Eisenbahnkesselwaggons verwendet werden zu beüben. Ebenfalls verfügt er über mehrere künstliche Leckagen, um das Abdichten trainieren zu können. Neben den praktischen Übungsmöglichkeiten umfasst die Ausbildung auch eine theoretische Unterweisung zu den Besonderheiten bei Einsätzen im Gleisbereich.
Höhepunkt der Ausbildungswoche war am Freitagnachmittag eine groß angelegte Einsatzübung. Als Szenario wurde angenommen, dass ein Güterzug im Hauptbahnhof entgleist ist und ein Waggon mit Schwefelsäure dabei beschädigt wurde. Gleichzeitig wurde durch den Unfall ein Personenwaggon aus den Gleisen geschoben und drohte umzufallen. Über die Notfallleitstelle der Bahn erreichte der Notruf die Integrierte Leitstelle Schweinfurt, die anfangs die Ständige Wache sowie das Technische Hilfswerk alarmierte. Nachdem der eingetroffene Rüstzug der Feuerwehr Schweinfurt die Lage erkundet und die Rettung des Lokführers abgeschlossen hatte, forderte man umfangreiche Kräfte nach um den Gefahrstoffaustritt eindämmen zu können.
Die Freiwillige Feuerwehr Schweinfurt koordinierte die Einsatzmaßnahmen, die von Stadtbrandinspektor Florian Körblein geleitet wurden mit einem Einsatzleitwagen. Daneben brachte man Spezialgeräte zum Einsatz und stellte zusammen mit der Feuerwehr Geldersheim Trupps in speziellen Chemiekalienschutzanzügen für die Abdichtmaßnahmen bereit. Von der Werkfeuerwehr ZF Friedrichshafen AG wurde ein Dekontaminationsplatz eingerichtet um die Einsatzkräfte die dem Gefahrstoff ausgesetzt waren reinigen zu können. Das Technische Hilfswerk Schweinfurt stützte den Personenwagen ab, die eingeschlossenen Reisenden konnten zügig aus dem Gefahrenbereich verbracht und vom Rettungsdienst betreut werden. Dieser hatte sich fiktiv auf einen Massenanfall von 20 Verletzten vorbereitet, der aber auch auf dem Reißbrett glücklicherweise nicht abgearbeitet werden musste.
Alle Einsatzmaßnahmen fanden in enger Abstimmung mit dem Notfallmanager der Bahn statt.
Stadtbrandrat Frank Limbach, der als Übungsbeobachter fungierte, zeigte sich mit dem Verlauf sehr zufrieden. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Wehren und Hilfsorganisationen hat reibungslos funktioniert.

Quelle: Stadt SCHWEINFURT

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