Foto: Michael Will / BRK

KÖNIGSBERG / EBERN / ZEIL Dreimal ist am Karfreitag (7. April) der Einsatzführungsdienst des Bayerischen Roten Kreuzes Haßberge alarmiert worden. In der Nacht war es in Zeil zu einem Verkehrsunfall gekommen, am Nachmittag löste in Ebern im Sozialpsychiatrischen Zentrum die Brandmeldeanlage aus und am Abend kam es bei Königsberg zu einem weiteren Verkehrsunfall.
Bei dem schweren Verkehrsunfall sind am Abend des Karfreitags zwei Frauen verletzt worden. Ihr Wagen war nahe Königsberg von der Straße abgekommen und im Straßengraben gelandet.
Zu dem Unfall kam es gegen 21:10 Uhr auf der Staatsstraße 2278 zwischen Königsberg und Oberhohenried. Nach Angaben der Polizei war eine 85-Jährige aus dem Landkreis mit ihrem Dacia in Richtung Haßfurt unterwegs. Rund 800 Meter nach dem Ortsausgang Königsberg geriet die Seniorin im Auslauf einer lang gezogenen Linkskurve nach rechts auf das Bankett, übersteuerte dann vermutlich das Auto und geriet mehrere Meter weiter schließlich nach links von der Straße. Dort fuhr der Kleinwagen eine Böschung hinunter, drehte sich um die eigene Achse und kippte zu guter Letzt um, so dass das Fahrzeug am Fuße der knapp drei Meter tiefen Böschung in einem Graben auf dem Dach liegen blieb.
Mehrere nachfolgende Autofahrer hatten den Unfall nach Angaben der Polizei beobachtet und sofort Hilfe gerufen. Bei der Integrierten Leitstelle Schweinfurt gingen mehrere Notrufe ein, wonach zwei Personen in dem Auto eingeklemmt seien und das Fahrzeug rauche. Die ILS alarmierte daraufhin zwei BRK-Rettungswagen aus Hofheim und Haßfurt, einen Notarzt aus Haßfurt sowie den BRK-Einsatzleiter Rettungsdienst, ebenfalls die Feuerwehren aus Königsberg und Haßfurt mit hydraulischen Rettungssätzen.
Glücklicherweise bewahrheiteten sich die ersten Meldungen, wonach die beiden Frauen in dem Fahrzeug eingeklemmt seien, an Ort und Stelle nicht. Die 85 Jahre alte Fahrerin sowie ihre 57-jährige Beifahrerin, die eine Veranstaltung in Königsberg besucht hatten und auf dem Heimweg waren, konnten den Kleinwagen mit Unterstützung von Ersthelfern und des Rettungsdienstes aus eigenen Kräften verlassen. Nach notfallmedizinischer Erstversorgung durch Rettungsdienst und Notarzt wurden die beiden Frauen in Kliniken nach Haßfurt und Schweinfurt eingeliefert. Nach ersten Erkenntnissen wurden beide Frauen mittelschwer verletzt.
Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle, sperrte die Staatsstraße und leuchtete die Unfallstelle aus. Beamte der Polizeiinspektion Haßfurt übernahmen die Ermittlungen zur Unfallursache und sicherten die Unfallspuren.
Bereits um 15:35 Uhr wurden die Feuerwehr Ebern sowie ein Rettungswagen der BRK-Wache Ebern und der BRK-Einsatzleiter Rettungsdienst nach Ebern ins Sozialpsychiatrische Zentrum an der Eiswiese gerufen. Bei der Integrierten Leitstelle (ILS) war über die Brandmeldeanlage des Zentrums ein Alarm aufgelaufen, woraufhin die Einsatzkräfte von der ILS zum Ort des Geschehens alarmiert wurden.
Gleich mehrere Brandmelder hatten in dem Gebäude ausgelöst, wie Feuerwehr-Einsatzleiter David Pfeufer berichtete. Zuvor hatten Augenzeugen über dem Dach des Zentrums kurzzeitig hellen Rauch aufsteigen sehen. Glücklicherweise konnte die Feuerwehr nach einer ersten Lageerkundung schnell Entwarnung geben. Es konnte kein Feuer ausfindig gemacht werden.

Im Keller des Gebäudes war es nach Pfeufers Worten im Bereich der Heizungsanlage zu einer Rauchentwicklung gekommen, „es roch nach verschmortem Kunststoff“. Sofort drangen Atemschutzgeräteträger in den Heizungsraum vor, um nach der Ursache zu suchen, konnten allerdings keine weiteren Erkenntnisse gewinnen. Die Maßnahmen der Feuerwehr beschränkten sich schließlich darauf, das Gebäude zu belüften, so dass die Einsatzstelle kurz darauf an den inzwischen eingetroffenen Hausmeister übergeben werden konnte, der gemeinsam mit einem Heizungsinstallateur nach der Ursache für die Verrauchungsuchte. Offenbar, so die Feuerwehr, war es an der Heizungsanlage zu einer Störung gekommen.
Ein Lob sprachen Feuerwehr und Rettungsdienst dem Personal des Sozialpsychiatrischen Zentrums aus, das professionell und verantwortungsvoll gehandelt hatte. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte waren bereits alle Bewohner sicherheitshalber aus dem Gebäude evakuiert worden und hatten sich an einer Sammelstelle zusammengefunden. Nach Angaben der Feuerwehr seien glücklicherweise zu keinem Zeitpunkt Bewohner in Gefahr gewesen.
Bis zum Abschluss der Maßnahmen der Feuerwehr blieben auch die Besatzung eines BRK-Rettungswagens sowie der BRK-Einsatzleiter vor Ort, um sich bei Bedarf um Bewohner oder Feuerwehrkollegen kümmern zu können. Sie mussten jedoch nicht eingreifen.
Zum ersten Einsatz für den BRK-Führungsdienst war es in der Nacht zum Karfreitag gegen 2:10 Uhr in der Stadtmitte von Zeil bei einem Verkehrsunfall gekommen, zu dem Feuerwehr und Rettungsdienst alarmiert wurden. Nach ersten Erkenntnissen war ein 20-jähriger mit seinem Pkw in der Hauptstraße in Fahrtrichtung Bamberg unterwegs und kam im Auslauf der scharfen Rechtskurve in Höhe des Marktplatzes nach links von der Straße ab. Das Auto fuhr über den Gehweg und prallte schließlich gegen den Mast einer Fußgängerampel, die aus ihrer Verankerung gerissen wurde und umstürzte.
Über eine in dem BMW verbaute Sicherheitseinrichtung wurde nach dem Unfall automatisch ein sogenannter eCall – ein Notruf an eine Sicherheitszentrale des Herstellers – gesendet. Nachdem von dort kein Sprechkontakt zu den Insassen hergestellt werden konnte, wurde die Integrierte Leitstelle Schweinfurt in Kenntnis gesetzt. Weil zunächst von Schlimmerem und eventuell eingeklemmten Personen ausgegangen werden musste, entsandte die ILS zwei BRK-Rettungswagen aus Eltmann und Haßfurt, einen Notarzt aus Haßfurt, den BRK-Einsatzleiter Rettungsdienst sowie die Feuerwehren aus Zeil und Sand.
Nach dem Eintreffen am Unfallort konnte dann rasch Entwarnung gegeben werden. Zwar bot sich den Rettungskräften ein Bild der Zerstörung an der Unfallstelle, glücklicherweise blieben der Fahrer und seine Beifahrerin aber unverletzt. An dem BMW und der Ampelanlage entstand erheblicher Sachschaden. Die Polizei nahm ihre Ermittlungen zur Unfallursache auf.

Quelle: BRK KV Haßberge

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