Der Hospizverein Rhön-Grabfeld hat leicht erreichbare Räume mitten in der Hohnstraße in Bad Neustadt bezogen. Bei der Schlüsselübergabe (von links) das Hospiz-Team Richard Knaier (1.Vorsitzender), Heike Sahin und Silvia Rösing (Koordinatorinnen) mit dem 1. Bürgermeister Michael Werner sowie dem stellv. Landrat Josef Demar. Foto: Martin Schiermeyer

Ehrenamtliche Organisation ist jetzt leicht erreichbar in der Hohnstraße /
Einweihung am Welt-Hospiztag / Für Interessenten stehen die Türen offen
Der Hospizverein Rhön-Grabfeld hat ein neues Zuhause bekommen. Ab sofort empfangen die Mitarbeiterinnen alle, die Unterstützung brauchen,wenn sie mit Sterben, Tod und Trauer konfrontiert sind. Die hellen freundlichen Räume sind zentral erreichbar im Herzen von Bad Neustadt in der Hohnstraße 13. Bei der Einweihung am Welt-Hospiztag am 8. Oktoberinformierten sich Bürgerinnen und Bürger in großer Zahl.
Einblick für Fachleute
Bereits am Vortag der öffentlichen Einweihung (7.10.) nutzten die Ansprechpartner aus den Arztpraxen, Pflegeheimen, Sozialstationen, das RhönKlinikum sowie ambulante und Intensiv-Pflegeeinrichtungen die Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten kennenzulernen und mögliche Optimierungen in der guten Zusammenarbeit zu besprechen.
Leistungsspektrum für Interessierte
Am Eröffnungstag, dem 8. Oktober, strömten zahlreiche Interessenten in die Hohnstraße 13, um das Angebot, des im Jahr 2000 gegründeten Hospizvereins in Gesprächen und Vorträgen, kennenzulernen. Die Gäste zeigten sich vom kostenfreien Leistungsspektrum beeindruckt. Neben allgemeinen Informationen für Patienten und Angehörige, wie sie die letzteLebensphase gut bewältigen können, berichtete das Team über die Arbeit des Hospizvereins, oder wie die Ausbildung zum Hospizbegleiter aussieht.  Ebenfalls gab es Informationen über das Angebot der Trauerbegleitung, individuell oder in der Gruppe, oder die Beratungsmöglichkeit zur Patientenverfügung.
Ansprachen, Segnung und Schlüsselübergabe
In seiner Ansprache hob Bad Neustadts Bürgermeister Michael Werner hervor, dass die Dienste des Hospizvereins mit Geld nicht zu bezahlenseien, aber noch zu wenigen Bürgern bekannt sind. Mit seinem spontanen Beitritt und damit seinem Mitgliedsbeitrag setzte er ein Zeichen der Solidarität und Unterstützung. Seinem Beispiel folgten weitere anwesende Bürgermeister.
„Wir alle können den Tod nicht abstellen. In der Hospizarbeit richtet sich jedoch der Blick auf das Recht auf Leben, die Unversehrtheit und die Achtung der Würde im Sterben.“, führte Josef Demar, stellv. Landrat für den Landkreis Rhön-Grabfeld, in seiner Ansprache aus.
Ein besonderes Zeichen setzte die feierliche Andacht durch den kath. Pfarrer Reinhold Kargl und den ev. Pfarrer Joachim Barth. Anschließendfolgte die Schlüsselübergabe an das Hospiz-Team.
Vorträge und Gespräche
Vertiefende Aspekte der Hospizarbeit vermittelten in Vorträgen die Koordinatorin Heike Sahin (Arbeit und Ausbildungsprogramme), Edeltraud Gögel (Trauerarbeit) und Astrid Maul (Patientenverfügung). Nach den Vorträgen ergaben sich interessante Gespräche. „Wir konnten wertvolle Aufklärungsarbeit für den Hospizverein leisten und klarmachen, dass wir nicht nur in der letzten Lebensphase zur Verfügung stehen, sondern mit vorbeugenden Beratungsangeboten, weit früher.“, unterstreicht der 1. Vorsitzende Richard Knaier zufrieden.
INFO
Der Hospizverein Rhön-Grabfeld steht von Dienstag bis Donnerstag von 11 bis 13 Uhr sowie am Donnerstag von 14 bis 16 Uhr für kostenfreie Beratungen zur Verfügung. Weiterhin sind individuelle Termine unter Tel. 09771 63 55 984 sowie unter info@hospizverein-rhoen-grabfeld.de möglich. Detaillierte Informationen sind unter www.hospizverein-rhoen-grabfeld.de zu finden.  

Quelle: TexTDesign

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