Diese Gesichter sagen alles: Der 11. Rhöner Wurstmarkt in Ostheim war erneut ein Riesenerfolg. Alle sind nach der Corona-bedingten vierjährigen Pause der Feinschmeckermesse sehr zufrieden. Knapp 17.000 Besucher strömten am 8./9. Oktober über die Ostheimer Marktstraße und folgten gerne dem Motto der Openair-Messe „Entdecken.Schmecken.Genießen“. Beim Wurst-Anschnitt (von links) Eva Brockmann, Fränkische Weinkönigin, Doris Pokorny, Leiterin Bayerische Verwaltungsstelle UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, Susanne Orf, Kommunalunternehmen Tourismus und Marketing Ostheim vor der Rhön, Sarah Jäger, Bayerische Bierkönigin, Schirmherrin Michaela Kaniber, MdL, Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Dorothee Bär, stellv. Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU Bundestagsfraktion für Familie und Kultur, Anton Koob, Obmann der Metzgerinnung Main-Rhön für Rhön-Grabfeld,Thomas Habermann, Landrat Rhön-Grabfeld, Bürgermeister Steffen Malzer, Anna Kochinki, Strecks Brauhaus. Foto: Tonya Schulz

Knapp 17.000 Besucher schlemmten sich durch die lukullische Meile entlang der Ostheimer Marktstraße / 11. Auflage des Rhöner Wurstmarkts verjüngt und fit für die Zukunft / Schirmherrin Michaela Kaniber, MdL zeigt mit ihrer Präsenz ihre Wertschätzung für das Genusshandwerk
Die Durst- und Hungerstrecke war lang. Vier Jahre konnte kein Rhöner Wurstmarkt stattfinden. Doch am zweiten Oktoberwochenende war es endlich wieder soweit – und es war, als wäre nichts gewesen, wie Michael Geier, Vater des Events, kurz und knapp zusammenfasste. 50 Aussteller aus der bayerischen, hessischen und thüringischen Rhön präsentierten sich an herbstlich geschmückten Infoständen bei weitgehend wunderbarem Wetter entlang der malerischen Marktstraße von Ostheim vor der Rhön. Kaum waren die Pforten DER deutschen Feinschmeckermesse für handwerklich erzeugte Wurst- und Schinkenspezialitäten geöffnet, strömten die Gäste in den prämierten Genussort.  
Nicht auf Rekordjagd
Gut, es waren wohl mit knapp 17.000 Gästen einige Tausend Entdecker weniger als vor vier Jahren. Doch neue Rekorde waren ohnehin nicht das Ziel des Organisationskomitees in diesen Zeiten. Qualität ist oberster Maßstab, ob beim Genuss oder bei den Gästen. „Die Besucherzahl hat unsere Erwartungen mehr als erfüllt.“, sagt Bürgermeister Steffen Malzer voller Freude über das rundum gelungene Großevent.
Viel Lob von allen Seiten
Es gab viel Lob für den wohl weltweit einzigartigen Rhöner Wurstmarkt: angefangen von der Schirmherrin Michaela Kaniber, MdL, Bayerische Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, die die Veranstaltung mit dem traditionellen Wurst-Anschnitt eröffnete und deutlich länger auf der Schlemmermeile verweilte, als es das Protokoll vorgesehen hatte, über die Aussteller bis hin zu den Besucherinnen und Besuchern, die die festlich-fröhliche und friedliche Atmosphäre des Events in vollen Zügen genossen.
Wurstmarkt verjüngt sich
Was war das Besondere des diesjährigen Wurstmarkts? Deutlich mehr Familien als früher strömten über den Rhöner Wurstmarkt. Sie bezogen ihre Kinder in die Geschmacksverkostungen bewusst ein, wie Anton Koob, Obmann der MetzgerinnungMain-Rhön freudig beobachtete. Begeistert nahm das Publikum auch das frische, junge Angebot der elf neuen Aussteller an. So gab es auf dem Wurstmarkt neben dem traditionellen Angebot rund um Hausmacher Wurst und Schinken z. B. ideenreiche Burgervarianten und raffinierte Mixturen aus weltweiten Food-Trends auf Basis Rhöner Produkte. Erstmals zeigte auch der junge Schinkensommelier und Cortador Sebastian Endres Finessen des Metzgerhandwerks dem interessierten Publikum.
Fit für die Zukunft
„Wir spüren eine deutliche Qualitätssteigerung. Die neuen Aussteller, die wir vorwiegend dem Engagement der Rhön GmbH zu verdanken haben, haben uns für die Zukunft den richtigen Schub gegeben.“, betont Michael Geier, der aus dem Wurstmarkt-Team aufgrund seines Ruhestands ausscheidet. Für ihn neu im Team ist nun Julia Rösch von der Bayerischen Verwaltungsstelle des UNESCO Biosphärenreservats So wird es auch im Organisationsteam frischen Wind geben.
„Perspektivisch sind wir für die nächsten Märkte sehr gut aufgestellt. Wir haben beste Voraussetzungen, uns dynamisch und erfolgreich weiterzuentwickeln“, so Michael Geier in der Zusammenfassung. Es gibt bereits viele Themen, die noch bearbeitet werden wollen und die teilweise wegen der Corona-Pandemie nicht angegangen werden konnten.
Bewussterer Einkauf
Voller Optimismus ist auch der Obmann der Metzgerinnung Main-Rhön, Anton Koob. Der Rhöner Wurstmarkt ist für ihn auch nach über 20 Jahren nach wie vor die beste Werbung für sein Handwerk und ein Aushängeschild für die Branche und die Stadt Ostheim. Dass die Besucherinnen und Besucher aufgrund der aktuellen Energiekrisenthematik bewusster und manchmal weniger eingekauft haben als früher, ist für den Aussteller vollkommen in Ordnung. „Das passt zu unserer Slow Food Strategie: lieber weniger, dafür gut!“
Acht Schinken ausgezeichnet
Ein Paradebeispiel für die Handwerkskunst der Metzger ist für Anton Koob der Schinken. Die Prämierung der besten Rhöner Schinken auf dem Rhöner Wurstmarkt ist für ihn ein absoluter Höhepunkt im Lauf der 20 Jahren. Dass achtmal Gold von der strengen Fachjury vergeben wurde, ist für ihn ein Qualitätsbeweis höchster Güte. Hinzu kamen zwei Publikumslieblinge, denn auch am Stand von Slow Food Hohenlohe-Tauber-Mainfranken durften Punkte für die eingereichten Schinkenstücke vergeben werden. „Die Auszeichnungen auf dem Rhöner Wurstmarkt haben keinen Olympiaden-Charakter, sondern es sind sorgfältig geprüfte Prämierungen.“, fügt Julia Rösch erläuternd hinzu.
Dank an Partner
Ein besonderer Dank ging an die langjährigen Partner und Aussteller, die dem Wurstmarkt von Anfang an die Treue halten. Neben einigen Metzgern sind dies vor allem auch die Partner wie der Fränkische Weinbauverband und Slow Food Hohenlohe-Tauber-Mainfranken, aber auch der Bauhof Ostheim, die Vereine und die Freiwillige Feuerwehr. Weiterhin dankte Bürgermeister Steffen Malzer dem verantwortlichen Kommunalunternehmen Tourismus und Marketing unter Leitung von Susanne Orf für die engagierte Organisation des Großevents.
Vorbereitungen für 2024
Die Vorbereitung für die zwölfte Auflage der deutschen Feinschmeckermesse für handwerklich erzeugte Wurst- und Schinkenspezialitäten hat bereits begonnen. Das zweite Oktoberwochenende im Jahr 2024 wird wieder überregionaler Treffpunkt für alle, die Wert auf guten Geschmack und eine positive Ökobilanz durch Produkte aus der Region legen.

Quelle: TexTDesign

Werbung
Vorheriger ArtikelHaßfurt: Rotes Kreuz sammelt Altkleider
Nächster ArtikelBad Kissingen: Zentrum für Pflege, Sozialberufe und Ehrenamt kann in die erste Pilotphase gehen