Setzen sich für ein neues Projekt der GesundheitsregionPlus ein, das sich der Prävention von Depression im Alter widmet (von links): Anja Lehmeyer (Geschäftsstellenleitung GesundheitsregionPlus), Schweinfurts Zweite Bürgermeisterin Sorya Lippert, Landrat Florian Töpper und Projektkoordinatorin Katrin Jung. Foto: Landratsamt Schweinfurt/Lösch

Gelungener Auftakt für ein neues Projekt der GesundheitsregionPlus
Schweinfurt Stadt und Landkreis. Mit einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung für die Stadt und den Landkreis Schweinfurt startete die GesundheitsregionPlus Ende Juli ein landkreisübergreifendes Projekt im Landratsamt Schweinfurt zum Thema Depressionen. Ziel des Vorhabens ist es, passgenaue regionale Maßnahmen zur Prävention von Depression im Alter gemeinsam mit engagierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Akteuren aus der Politik und der Seniorenarbeit zu entwickeln.
Neueste Studien zeigen, dass das Risiko an einer Depression zu erkranken insbesondere im höheren Alter steigt. Aber welche Risikofaktoren führen vermehrt zu einer Depression und welche sind beeinflussbar? Wie kann die Zielgruppe der über 60-Jährigen am besten erreicht werden? Gibt es bereits Angebote in der Region Schweinfurt und welche davon sind geeignet und erreichbar?
Diese unter weitere Fragen werden im Projekt bearbeitet.
Dazu ist eine enge Zusammenarbeit mit politischen Vertreterinnen und Vertretern, Seniorenbeauftragten sowie Vertreterinnen und Vertretern der kirchlichen Gemeinden wichtig und wertvoll, um mit der Zielgruppe ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam sollen im Rahmen von Bürgerwerkstätten Maßnahmen für die Kommunen und Stadtteile erarbeitet werden.
Bei der Auftaktveranstaltung begrüßten Landrat Florian Töpper und die zweite Bürgermeisterin der Stadt Schweinfurt, Sorya Lippert, die Gäste im Landratsamt. „Ich freue mich sehr über das große Interesse an diesem wichtigen Thema“, sagte Töpper. „Gemeinsam und regionenübergreifend etwas für unsere Seniorinnen und Senioren zu tun ist wichtig, um Erkrankungen vorzubeugen. Laut der Stiftung Deutsche Depressionshilfe gehören Depressionen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im höheren Lebensalter. Wir müssen deswegen die Seniorenarbeit stärken, um die Gesundheitsförderung älterer Menschen zu unterstützen.“
Schweinfurts Zweite Bürgermeisterin Sorya Lippert sagte: „Das Thema Depressionen muss als behandelbare Erkrankung erklärt werden. Vorurteile müssen abgebaut werden. In unserer Zeit, die so sehr erschüttert ist durch viele Krisen, hier sind besonders die Vereinsamung in der Folge der Pandemie und das Wegbrechen kirchlicher Strukturen zu nennen, muss der Staat neue Unterstützungsangebote erarbeiten und installieren, um präventiv tätig sein zu können.“
Die Projektkoordinatorin, Katrin Jung, präsentierte in der Auftaktveranstaltung den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die neuesten Daten zur Prävalenz von Depression. Es wurden erste Ideen gesammelt und Herausforderungen benannt, die in der anschließenden Diskussion erörtert wurden. Bereits jetzt haben sich viele der Teilnehmenden für die Mitwirkung in diesem Projekt ausgesprochen und für das nächste Arbeitstreffen angemeldet.
Gefördert wird das Projektvorhaben durch die AOK Bayern im Rahmen des Förderprogramms „Gesunde Kommune“.

Quelle: Landratsamt Schweinfurt

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