Mehr Gerste auf Bayerns Feldern, Sojabohnen und Sonnenblumen gewinnen stark an Bedeutung Bayerns bedeutendste Kulturpflanze bleibt der Mais
Nach den vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung 2022 werden in Bayern rund 3 106 600 Hektar landwirtschaftlich genutzte Fläche, darunter 2 029 400 Hektar Ackerland, bewirtschaftet. Mit 511 700 Hektar liegt die Anbaufläche für Weizen mit einem Anstieg um ein Prozent geringfügig über dem Vorjahresniveau. Die Anbaufläche für Gerste steigt um etwa fünf Prozent auf 307 800 Hektar. Wenngleich auf noch niedrigem Niveau, gewinnen die Anbauflächen für Sojabohnen (+53,5 Prozent) und Sonnenblumen (+45,3 Prozent) aktuell stark an Bedeutung.
Fürth. Wie das Fachteam des Bayerischen Landesamts für Statistik mitteilt, beträgt nach den vorläufigen Ergebnissen der Bodennutzungshaupterhebung 2022 die landwirtschaftlich genutzte Fläche rund 3 106 600 Hektar. Davon entfallen 2 029 400 Hektar auf Ackerland, 1 063 200 Hektar auf Dauergrünland und 14 100 Hektar auf Dauerkulturen.
Bayerns Landwirte bewirtschaften mit 52,6 Prozent weiterhin über die Hälfte des Ackerlandes mit Getreide zur Körnergewinnung einschließlich Körnermais und Corn-Cob-Mix (CCM). Die hierfür genutzte Fläche liegt bei 1 067 800 Hektar, das sind 17 600 Hektar mehr als im Vorjahr. Die wichtigsten Fruchtarten dieser Kategorie sind wie in den Vorjahren Weizen (511 700 Hektar), Gerste (307 800 Hektar) und Körnermais/Mais zum Ausreifen einschließlich CCM (119 800 Hektar). Während die Weizenflächen und Flächen für Körnermais/Mais zum Ausreifen (inkl. CCM) nur geringfügig um etwa ein Prozent zunehmen, gibt es in diesem Jahr gut fünf Prozent mehr Gerstenflächen als im Vorjahr.
Sojaflächen nehmen um mehr als die Hälfte zu – Mais bleibt Bayerns bedeutendste Kulturpflanze
Mit 398 200 Hektar wird dieses Jahr etwas weniger Silomais/Grünmais (-6,2 Prozent) angebaut als im Vorjahr. Dennoch bleibt der Mais mit einer Anbaufläche von insgesamt 518 000 Hektar und einem Anteil von 25,5 Prozent am gesamten Ackerland Bayerns bedeutendste Kulturpflanze.
Auf 116 300 Hektar des Ackerlands werden Handelsgewächse angebaut. Dabei entfällt auf den Winterraps mit einer Anbaufläche von 104 800 Hektar (+13,4 Prozent) der weitaus größte Teil. Ein deutliches Plus von etwa 2 900 Hektar auf nunmehr 9 300 Hektar zeigt sich auch bei der Anbaufläche von Sonnenblumen (+45,3 Prozent).
Die Anbaufläche von Hackfrüchten (102 900 Hektar) besteht zu 61,3 Prozent aus Zuckerrüben ohne Saatguterzeugung (63 100 Hektar) und zu 38,4 Prozent aus Kartoffeln (39 500 Hektar).
Die Anbaufläche von Hülsenfrüchten zur Körnergewinnung nimmt im Vergleich zum Vorjahr um 31,1 Prozent auf 54 700 Hektar zu. Die wichtigsten Kulturarten in dieser Kategorie sind mit 30 400 Hektar die Sojabohnen (+ 53,3 Prozent) und mit 13 200 Hek- tar die Erbsen (- 5,1 Prozent).

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik

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