MAINFRANKEN. Callcenterbetrüger haben in der letzten Woche mit einer Betrugsmasche per WhatsApp in Mainfranken einen niedrigen fünfstelligen Betrag erbeutet. Die unbekannten Täter hatten in drei Fällen eine Notsituation der Söhne vorgetäuscht und die Geschädigten dadurch zu Geldüberweisung gebracht. Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt vor dieser Variante des sogenannten Callcenterbetrugs über WhatsApp.
Im Laufe der letzten Woche erhielten wieder viele Menschen in Mainfranken eine Nachricht per WhatsApp von einer ihr unbekannten Nummer. Darin gaben sich bislang unbekannte Betrüger als Sohn der Angeschriebenen aus und behauptet, es handele sich um die neue Handynummer. Unter dem Vorwand einer dringend zu begleichenden Rechnung baten sie die vermeintlichen Eltern um Hilfe. Die Betrüger agierten hierbei sehr geschickt und brachten schließlich zwei Frauen und einen Mann aus Gemünden, Veitshöchheim und Reichenberg dazu, jeweils einen niedrigen vierstelligen Betrag zu überweisen.
Unterfrankenweit WhatsApp-Nachrichten von vermeintlichen Angehörigen
Bei entsprechenden Betrugsfällen erhalten aktuell unterfrankenweit potenzielle Betrugsopfer hierbei eine WhatsApp-Nachricht von einer ihnen unbekannten Nummer. In der Nachricht schreiben die Täter dann beispielsweise: “Hallo Oma, mein Handy ist kaputt und das ist meine neue Nummer.” Sobald das Opfer auf die Nachricht reagiert wird analog dem bekannten „Enkeltrick“ eine Notlage vorgetäuscht und erklärt, es müsste dringend ein Geldbetrag auf ein Bankkonto überwiesen werden. Meist werden hier mehrere tausend Euro gefordert.
Im weiteren Nachrichtenverlauf wird die Geldforderung darüber begründet, dass mit dem Ersatzhandy noch keine Online-Überweisungen getätigt werden könnten. Es stünde aber eine dringende Rechnung aus, die unbedingt und dringend beglichen werden müsse. Das Geld würde selbstverständlich baldmöglichst wieder zurückbezahlt werden. Zu bemerken ist, dass die Betrüger bei der Gesprächsführung auch per Textnachricht äußerst geschickt vorgehen und bei ihren Opfern gezielt Druck aufbauen. Die Masche erscheint so zunächst glaubhaft und führt zur Überweisung des geforderten Geldbetrags. 
Das Polizeipräsidium Unterfranken rät zur Vorsicht
Die Polizei Unterfranken warnt alle Bürgerinnen und Bürger vor dieser Betrugsmasche. Wer solche Nachrichten von vermeintlichen Familienmitgliedern oder nahestehenden Menschen erhält, sollte unter keinen Umständen Geld an ein Bankkonto überweisen – egal ob im In- oder Ausland. Stattdessen sollte versucht werden, dieses Familienmitglied telefonisch über die bislang bekannte Nummer zu kontaktieren. Stellt sich heraus, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt, sollte der Chatverlauf nicht gelöscht und die Polizei verständigt werden.

Quelle: Polizei Unterfranken

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