Auto wird nach Unfall beinahe in Vorgarten geschleudert
ROSSSTADT – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 26 nahe Eltmann ist am frühen Sonntagmorgen (10. Juli) ein Autofahrer verletzt worden. Er kam mit seinem Pkw von der Straße ab. Das Fahrzeug blieb am Fuße einer Böschung vor einem Wohnanwesen liegen, der Mann wurde in dem Wagen eingeschlossen.
Zu dem Unfall kam es gegen 4:40 Uhr. Nach Angaben der Polizei war der 41-Jährige aus dem Landkreis Haßberge von Bamberg in Richtung Eltmann unterwegs. Auf Höhe des Eltmanner Stadtteils Roßstadt kam er auf gerade Strecke nach links von der Bundesstraße ab. Der Ford streifte dabei einen Straßenbegrenzungspfosten, fuhr knapp 40 Meter an einer Böschung entlang und prallte schließlich gegen eine Baumwurzel.
Anschließend wurde der Pkw um seine eigene Achse gedreht, schleuderte eine rund drei Meter tiefe Böschung hinab und blieb zwischen Böschung und der Gartenmauer eines Wohnanwesens entgegen seiner ursprünglichen Fahrtrichtung auf der Fahrerseite liegen. Wäre das Auto über die Gartenmauer geschleudert worden, wäre es in einem Vorgarten, nur wenige Meter von einem Wohnhaus entfernt, liegen geblieben. Der 41-Jährige, der sich alleine in seinem Fahrzeug befand, wurde in dem Auto eingeschlossen und konnte sich nicht aus eigener Kraft befreien.
Auf den Unfall war eine junge Frau in einem angrenzenden Mehrfamilienwohnhaus aufmerksam geworden. Sie hatte einen lauten Knall gehört und ihren Mann geweckt. Beim Blick aus dem Fenster entdeckten beide den verunglückten Pkw. Sofort eilte der Mann nach draußen, um sich ein Bild der Lage zu verschaffen. Zeitgleich wurde ein Notruf abgesetzt. Der Anwohner stand dem Verletzten bis zum Eintreffen der Rettungskräfte bei.
Von der Integrierten Leitstelle (ILS) Schweinfurt wurden ein BRK-Rettungswagen aus Eltmann, ein Notarzt aus Bamberg, der BRK-Einsatzleiter Rettungsdienst Haßberge sowie die Feuerwehren aus Eltmann und Roßstadt alarmiert. Die Feuerwehr öffnete die Heckklappe des Wagens, so dass ein Zugang zu dem Verletzten geschaffen werden konnte. Anschließend wurde der Mann von Rettungsdienst und Feuerwehr mit einem Spineboard aus seiner misslichen Lage gerettet und danach im Rettungswagen notfallmedizinisch behandelt. Zur weiteren Diagnostik und Behandlung wurde er anschließend in den Schockraum des Klinikums Bamberg transportiert. Nach ersten Erkenntnissen erlitt der 41-Jährige mittelschwere Verletzungen, Lebensgefahr bestand nicht.
Zwischen Böschung und Gartenmauer, wo der Ford zum Liegen kam, herrschten enge Platzverhältnisse. Die Feuerwehr stieg über Steckleitern die Böschung hinab, um an das Fahrzeug zu kommen. Die Rettung gestaltete sich auch deshalb schwieriger, da der Pkw auf der Seite lag. Dennoch gelang es den Rettern, den Eingeschlossenen zirka 30 Minuten nach dem Unfall aus seinem Auto zu befreien. Die Feuerwehren, die mit rund 30 Einsatzkräften vor Ort waren, stellten während des Einsatzes den Brandschutz sicher, sperrten die Bundesstraße zwischen den beiden Einmündungen bei Roßstadt und leiteten den Verkehr örtlich um. Die B26 blieb für rund eine Stunde gesperrt. Ein Abschleppdienst musste das Auto, an dem Totalschaden entstanden sein dürfte, bergen.
Weshalb es zu dem Unfall gekommen ist, ermittelt nun die Polizei. Fest steht nach Angaben der Beamten, dass kein weiteres Fahrzeug in den Unfall verwickelt war. Wie die Polizei mitteilte, hatte der Autofahrer angegeben, einem die Fahrbahn kreuzenden Reh ausgewichen zu sein und dabei die Kontrolle über seinen Pkw verloren zu haben.

Quelle: BRK KV Haßberge

 

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