Von links: Frank Reichert (Landkreis Rhön-Grabfeld, Stabsstelle Kreisentwicklung), Christian Kolodziej (Deutsche Telekom Technik GmbH), Patrick Bauer (2. Bürgermeister der Stadt Bischofsheim i. d. Rhön), Ulla Sippach (Geschäftsleiterin der Stadt Bischofsheim i. d. Rhön). Foto: Linda Bauer (Stadt Bischofsheim i. d. Rhön)

Für den weiteren Ausbau der Breitbandversorgung im Landkreis Rhön-Grabfeld werden in den kommenden Jahren Millionen investiert. Alleine auf Grundlage der in den vergangenen zwölf Monaten durch die Städte und Gemeinden des Landkreises Rhön-Grabfeld abgeschlossenen Kooperationsverträgen wurden bereits Ausbaumaßnahmen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von etwa 34 Mio. Euro vertraglich fixiert. Obwohl für die Projektverantwortlichen des Landkreises Rhön-Grabfeld dadurch sehr hohe Investitionsbeträge an der Tagesordnung sind, war der heute zwischen der Stadt Bischofsheim i. d. Rhön und der Telekom Deutschland GmbH abgeschlossene Ausbauvertrag doch nochmals eine Besonderheit.
Wie durch Herrn Frank Reichert, dem zuständigen Projektleiter von Seiten des Landkreises Rhön-Grabfeld erläutert wurde, war der heute unterzeichnete Ausbauvertrag mit einem Investitionsvolumen von rund 7,7 Mio. Euro die größte Einzelmaßnahme, welche bislang im Gebiet des Landkreises Rhön-Grabfeld beauftragt wurde. Im Rahmen dieses Mammutprojektes werden mehr als 267 km neue Glasfaserkabel verlegt, 54 neue Glasfaser-Netzverteiler aufgebaut und etwa 1.500 Glasfaser-Hausanschlüsse hergestellt.
Bei der Finanzierung dieser Ausbaumaßnahme wurden zunächst die von Seiten der Telekom zu erwartenden Erlöse in Höhe von 1,01 Mio. Euro in Abzug gebracht. Zur Finanzierung des Restbetrages, der sog. Wirtschaftlichkeitslücke, wurden durch den Freistaat Bayern Fördermittel in Höhe von rund 6,02 Mio. Euro bewilligt. Die Stadt Bischofsheim i. d. Rhönmuss dadurch noch einen Eigenanteil in Höhe von knapp 670.000 Euro für diesen Ausbau aufbringen.
Obwohl die städtischen Haushalte der kommenden Jahre durch diesen Eigenanteil nicht unerheblich belastet werden, war der Stadtrat der Stadt Bischofsheim i. d. Rhön von der Wichtigkeit dieser Ausbaumaßnahme überzeugt. Der 2. Bürgermeister der Stadt Bischofsheim i. d. Rhön, Herr Patrick Bauer, welcher den Ausbauvertrag in Vertretung für den erkrankten 1. Bürgermeister Georg Seiffert unterzeichnete, ist sich sicher, dass der Stellenwert einer hochbitratigen Datenanbindung in den kommenden Jahren immer weiter ansteigen wird. Die Stadt Bischofsheim i. d. Rhön hat durch die heutige Vertrags-unterzeichnung die Weichen für den Ausbau ihres Stadtgebietes mit modernster Kommunikationstechnik gestellt und für eine bestmögliche Anbindung ihrer Bürger/innen und Unternehmen gesorgt, so Herr Patrick Bauer.
Im Detail werden im Rahmen der heute vereinbarten Ausbaumaßnahme die Innerortsbereiche von Oberweißenbrunn, Frankenheim, Haselbach i. d. Rhön und Wegfurt vollständig mit Glasfaser-Hausanschlüssen ausgebaut. Daneben erfolgt ein Ausbau in Teilortsbereichen
der Stadtteile Bischofsheim i. d. Rhön und Unterweißenbrunn. Ein vollständiger Ausbau der beiden letztgenannten Stadtteile war aufgrund der aktuellen beihilfe- und förderrechtlichen Rahmenbedingungen leider nicht möglich. Die Verantwortlichen des Landkreises und der Stadt Bischofsheim i. d. Rhön zeigten sich jedoch optimistisch, dass in absehbarer Zeit eine Lösung für einen Vollausbau des gesamten Stadtgebietes der Stadt Bischofsheim i. d. Rhönmit Glasfaser-Hausanschlüssen gefunden wird.
Die verlegten Kupferkabel haben unserer Stadt über Jahrzehnte hinweg einen guten Dienst geleistet, die Zukunft der Festnetz-Datenübertragung liegt jedoch eindeutig beim Glasfaser-Hausanschluss. Wir möchten unsere Stadt bereits heute für die Bandbreitenbedarfe der Zukunft rüsten und nicht erst dann aktiv werden, wenn die über die Kupferkabel bereitstehenden Bandbreiten nicht mehr ausreichen, so Frau Geschäftsleiterin Ulla Sippach.  Nur wenn wir unseren Bürgern/innen und Unternehmen die bestmögliche digitale Infrastruktur bieten, können wir in diesem Bereich mit den Ballungszentren Schritt halten und gleichzeitig unsere Vorteile wie z.B. niedrige Wohnungs- und Lebenshaltungskosten sowie eine intakte Natur voll ausspielen. Die digitale Infrastruktur ist von entscheidender Bedeutung für die positive Weiterentwicklung einer Stadt und hier haben wir künftig die Nase vorne, ergänzte der stellv. Bürgermeister Patrick Bauer.
Herr Christian Kolodziej von der Deutsche Telekom Technik GmbH brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die bislang schon sehr erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Telekom sowie den Städten und Gemeinden des Landkreises Rhön-Grabfeld fortgesetzt wird. Auf Seiten der Telekom ist man ebenfalls davon überzeugt, dass die Zukunft der Festnetz-Datenübertragung klar beim Glasfaser-Hausanschluss (FttH) zu sehen ist und die Stadt Bischofsheim i. d. Rhön mit diesem Ausbauprojekt eine richtige und zukunftsweisende Entscheidung getroffenen hat. Herr Kolodziej wies weiterhin darauf hin, dass durch den Einsatz der vollständig auf Glasfasertechnologie basierenden Netze künftig auch der Stromverbrauch für den laufenden Betrieb signifikant gesenkt wird.
Es wurde weiterhin klargestellt, dass der geförderte Ausbau für die Bürger/innen und Unternehmen kostenfrei erfolgt. Zu gegebener Zeit werden hierzu mehrere Informationsveranstaltungen in den einzelnen Stadtteilen durchgeführt, da jeder Grundstückseigentümer der Verlegung des Glasfaser-Hausanschlusses über sein Grundstück zustimmen muss. Hierzu wird die Stadt Bischofsheim i. d. Rhön zeitgerecht einladen. Bereits heute bat Herr 2. Bürgermeister Patrick Bauer auch um Verständnis dafür, dass es in der Bauphase zu Behinderungen und Einschränkungen kommen wird. Nach dem Abschluss dieses Ausbauprojektes, für welches ein Zeitrahmen von 4 Jahren veranschlagt wurde, werden die auszubauenden Ortsbereiche dann jedoch bestmöglich mit modernster und zukunftssicherer Kommunikationstechnik versorgt sein.
Der Projektverantwortliche des Landkreises, Herr Frank Reichert, freute sich gemeinsam mit den Vertretern der Stadt Bischofsheim i. d. Rhön über den weiteren Vertragsabschluss auf Grundlage der Bay. Gigabitrichtlinie. Er kündigte an, dass in den kommenden Wochen
noch zahlreiche weitere Ausbauverträge unterzeichnet werden. Gemeinsam mit vielen vonunseren kreisangehörigen Städten und Gemeinden sind wir auf einem sehr guten Weg zu einersignifikanten Steigerung der Anzahl der Glasfaser-Hausanschlüsse innerhalb unseres Landkreises, so Reichert. Mittelfristig sollen natürlich an allen Adressen im Landkreis Rhön-Grabfeld gigabitfähige Anschlüsse verfügbar sein. Die Ausbaumöglichen sind jedoch stark von den individuellen Gegebenheiten in den jeweiligen Kommunen und hier insbesondere der bereits bestehenden Versorgung abhängig.
Bereits aktuell kann sich die Breitbandversorgung im Landkreis Rhön-Grabfeld aber durchaus sehen lassen. Mit einer Anbindung von mehr als 96 % aller Anschlüsse mit mehr als 50Mbit/s im Downstream ist die Versorgung im Landkreis schon heute als überdurchschnittlichzu bewerten und man braucht sich auch vor den Ballungszentren nicht zu verstecken.

Quelle: Landkreis Rhön-Grabfeld

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