Das Foto zeigt von links 2. Bürgermeister Jürgen Geist, 3. Bürgermeister Bernd Götzendörfer, Nicolai Heim vom Amt für Ländliche Entwicklung, Stellv. Landrätin Bettina Bärmann, die Architekten Florian Göger und Petra Zinser, Maximilian Alber, Kommandant Marco Walter, Kreisbrandinspektor Florian Zippel, Kreisbrandmeister Thomas Eberl und Bürgermeister Stefan Rottmann. (Foto Stefanie Walter)

Schonungen investierte rund 1,1 Mio. Euro
Lange wurde dieser Tag herbeigesehnt: In diesem Jahr bildete das traditionelle Reichmannshäuser Seefest den Rahmen für die Übergabe und Segnung des neuen Feuerwehrgerätehaus mit Gemeinschaftsräumen. Es war der perfekte Schlusspunkt für ein ambitioniertes Bauprojekt.
Rückblick: Das alte Feuerwehrhaus war stark in die Jahre gekommen und vor allem viel zu klein dimensioniert. Das zur Neuanschaffung anstehende TSF-L Einsatzfahrzeug hätte nicht in die alte Gerätehalle gepasst. Und so wurden Überlegungen zur Sanierung des Gebäudes schnell verworfen, zumal dies keineswegs wirtschaftlich hätte realisiert werden können.
Auf Basis einer ersten Skizze der Feuerwehr entwickelte schließlich das SchonungerArchitekturbüro Göger eine Planung. Und so wurde ein modernes wie funktionales Feuerwehrgebäude mit zwei Stellplätzen konzipiert. Mit inbegriffen sind Sanitäreinrichtungen, Umkleiden und eine Teeküche. Highlight ist ein großer, deckenhoher Saal, der auch als Ortsgemeinschaftsraum dient und durch eine Trennwand beliebig erweiterbar ist.
Doch bevor Neues entstehen konnte, musste das alte Gebäude erst einmal weichen. Hier kamen die vielen fleißigen Helferinnen und Helfer zum Einsatz. Bürgermeister Stefan Rottmann lobte das außergewöhnliche Engagement und die Einsatzbereitschaft: Das Haus wurde so nicht nur in Eigenleistung entkernt, sondern vollständig zurückgebaut. Vieles Brauchbares wurde dabei noch gewinnbringend verkauft. „Das war eine beachtliche Mannschaftsleistung, die Schonungen viel Geld gespart hat. Besonders Kommandant Marco Walter sind wir zu großem Dank verpflichtet, da er die Baumaßnahme über weite Strecken intensiv begleitet und auch koordiniert hat!“, erklärt Rottmann.
Insgesamt rund 1,1 Mio. Euro hat Schonungen in das neue Feuerwehrgerätehaus mit Gemeinschaftsräumen investiert. Auf der Habenseite konnte ein Staatlicher Zuschuss in Höhe von 115.000 Euro und eine Förderung in Höhe vom 300.000 Euro durch das Amt für Ländliche Entwicklung verbucht werden. Namentlich dankte Bürgermeister Stefan Rottmann dem Vertreter des ALE, Nicolai Heim für die großzügige Unterstützung. Aktuell seien gleich mehrere Dorferneuerungsprojekte in der Planung oder konkreten Umsetzung. Etwa 2,5 Mio. Euro Zuschüsse werden alleine durch die Projekte in Forst (Verlängerung des Dorfangers, Neugestaltung Untere Straße), Hausen (Sanierung und Gestaltung der Hauptstraße mit Kirchplatz), Löffelsterz (Neubau Bürgerhaus mit Feuerwehr) und Reichmannshausen (Neugestaltung Kirchenumfeld, Neubau Feuerwehrgerätehaus mit Gemeinschaftsräumen, Neugestaltung Festplatz/Seeufer) erwartet.
Kommandant Marco Walter nutzte in seiner Ansprache die Gelegenheit und bedankte sich bei seiner Mannschaft für das außergewöhnliche Engagement. Er skizzierte die einzelnen Baufortschritte und Meilensteine, von den ersten Überlegungen eines Neubaus bis hin zur Übergabe. Das neue Einsatzfahrzeug TSF-L sei zwischenzeitlich in der Anschaffung und könne womöglich schon im kommenden Jahr in Empfang genommen werden. Alleine hier nimmt Schonungen weitere 250.000 Euro in die Hand. Jetzt gelte es die Umfeldgestaltung am Feuerwehrhaus weiter voranzutreiben – dies ist bekanntlich ein Projekt der Teilnehmergemeinschaft zur Dorferneuerung.
Die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger stehe an erster Stelle, erklärt Bürgermeister Stefan Rottmann. Insgesamt investiere Schonungen derzeit rund vier Millionen Euro in neue Einsatzfahrzeuge bzw. Feuerwehrhäuser. Damit stellt sich die Großgemeinde auf zunehmendeWetterextreme in Folge des Klimawandels und entsprechende Einsatzszenarien ein. Die lange Trocken- und Hitzeperiode sorgt derzeit für eine zunehmende Waldbrandgefahr, aber auch Starkregen, Hochwasser, Stürme und Gewitterereignisse sind eine reale Gefahr für die Bevölkerung. „Oft treten solche Schadensereignisse flächig auf, umso wichtiger ist, dass wir mit unseren Ortsteilwehren breit aufgestellt sind!“, so Rottmann.
Die feierliche Segnung des neuen Feuerwehr- und Gemeinschaftshaus übernahmen schließlich Pfarrer Kai Söder sowie Gerhard Räth von der evangelischen Kirchengemeinde. Zahlreiche Gäste aus nah und fern folgten der Einladung zum Seefest und besichtigten das neue Feuerwehrgebäude – die Resonanz war durchweg positiv.

Quelle: Gemeinde Schonungen

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