Und das ist ein autonomes Shuttle. Aktuell fährt es noch im Entwicklungszentrum von ZF kurze Teststrecken. Aber die 2 Generation fährt seit 10 Jahren in Rotterdam. Autonom heißt kein Fahrer wie im beim Bus. Torsten Gollewski ist Leiter der Vorentwicklung bei ZF und hat uns verraten wie groß das Interesse in Bayern an diesem Shuttle ist:

Projektumsetzt ist ein gutes Stichwort. Heißt wenn die extra Schienen da sind kanns losgehen?

Jetzt stellt man sich die Frage. Wer kann bei einem Unfall haftbar gemacht werden?

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Klingt doch erstmal spannend und vielleicht schaffen wir mit diesem Shuttle die liebe zum ÖPNV zu finden. Auf Instagram können Sie sich das Shuttle anschauen.

 

 

ZF präsentiert Politikern und Kunden seine Kompetenz bei autonomen Transportsystemen 

  • Ziel von ZF ist eine saubere, effiziente, komfortable und bezahlbare Mobilität 
  • Demonstrationsfahrt für Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter in Schweinfurt
  • ZF hat schon jetzt das notwendige Know-how für Planung, Betrieb und Wartung von autonomen Transportsystemen

Schweinfurt. Der öffentliche Personennahverkehr soll attraktiver, leistungsfähiger und klimafreundlicher werden, um immer mehr Menschen zum Umstieg zu bewegen. Ein Schlüssel dafür sind autonome Transportsysteme (ATS), denn sie erlauben – trotz eines sich verschärfenden Personalmangels – eine Ausweitung des ÖPNV-Angebots bei verbesserter Wirtschaftlichkeit und hoher Verfügbarkeit. Wie der künftige Einsatz autonomer Shuttles aussehen könnte und welche Leistungen ZF dafür anbietet, erfuhren potenzielle Kunden und Entscheider in diversen Informationsveranstaltungen in Schweinfurt.

Den bayerischen Verkehrsminister Christian Bernreiter hat die Fahrt im autonomen Shuttle sichtlich beeindruckt: „Ein modernes ÖPNV-Angebot hilft der Umwelt und dem Klimaschutz. Wir wollen daher den ÖPNV stärken und ein noch attraktiveres und flexibleres Angebot schaffen. Autonome elektrische Fahrzeuge sind dabei eine spannende Entwicklung, die sicherlich ein fester Teil der öffentlichen Mobilität der nicht allzu fernen Zukunft sein werden.“ Der Politiker unternahm neben zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern von Kommunen und Verkehrsbetrieben am 5. Mai am Standort Schweinfurt der ZF Friedrichshafen AG eine Testfahrt und nutzte die Möglichkeit, mit ZF mögliche Projekte für den Regelbetrieb in Bayern zu besprechen.

Der Standort bietet dafür die idealen Voraussetzungen, erklärte Standortleiter Manfred Süß: „In Schweinfurt konnten wir zum einen problemlos eine Teststrecke mir realistischen Bedingungen für den Einsatz des Shuttles aufbauen. Zum anderen ist hier bei ZF in Schweinfurt schon jetzt das notwendige Know-how vorhanden, das zum Betrieb sowie der Wartung von autonomen Shuttle-Systemen benötigt wird.“

ZF-Expertinnen und -Experten vermittelten den Teilnehmern konkrete Informationen zu den ZF-Qualitäts- und Sicherheitsstandards, dem Vorgehen bei Projektierung und Realisierung, der Integration eines ATS in eine bestehende Verkehrsinfrastruktur bis hin zu Wartung und Service.

„Rundumsorglos-Paket“ für Verkehrsbetriebe

Mit Fahrzeugen wie dem Modell Group Rapid Transport (GRT) der ZF-Tochtergesellschaft 2getthere lassen sich schon heute viele Verkehrsprobleme lösen, betonte Torsten Gollewski, Leiter Autonomous Mobility Systems bei ZF: „Shuttles von ZF können Menschen schneller von A nach B bringen und gleichzeitig das Pkw-Aufkommen sowie die verkehrsbedingten Emissionen in Metropolen senken. Zudem erleichtern die Shuttles die Anbindung des ländlichen Raums an städtische Zentren.“

Das Shuttle bietet Platz für bis zu 22 Personen und kann autonom im Straßenverkehr mitfahren, aber auch auf getrennten Fahrspuren eingesetzt werden. Mit seinem emissionsfreien Elektroantrieb erreicht es eine Geschwindigkeit von bis zu 40 km/h. Gollewski unterstrich allerdings, dass die Shuttles ihre Stärken vor allem beim Einsatz auf eigens für sie eingerichteten Strecken mit baulich abgetrennten Fahrspuren ausspielen könnten, da sich so keine Verzögerungen durch Staus ergeben – im Gegensatz zur Fahrt mit Robo-Taxis, die sich als regulärer Verkehrsteilnehmer durch überlastete Straßen bewegen müssen.

„Auf baulich abgetrennten Spuren fahren die Shuttle-Passagiere am Stau vorbei und haben damit einen deutlichen Zeitvorteil“, erläuterte Gollewski. „Heute nutzen viele den Pkw, weil sie im ÖPNV die doppelte Zeit brauchen – die Lösung mit baulich abgetrennten Spuren dreht dieses Verhältnis zugunsten der Shuttle-Benutzer um.“ Dank der hohen Taktung und Pünktlichkeit autonomer Shuttles kommen viele Passagiere dann schneller und komfortabler ans Ziel.

Dabei bietet ZF nicht nur das Fahrzeug an, sondern erstellt das Streckenlayout mit, begleitet Einrichtung und Inbetriebnahme der Shuttlesysteme und unterstützt bei Service und Reparatur. „Dieses „Rundum-sorglos-Paket“ interessierte die Besucher besonders“, erklärte Torsten Gollewski, „denn kaum ein Verkehrsbetrieb ist heute bereits mit den Besonderheiten vertraut, die bei Planung und Einsatz autonomer Transportsysteme beachtet werden müssen.“

In Rotterdam (Niederlande) oder Masdar City (Abu Dhabi) sind 2getthere-Shuttles bereits seit Jahren verlässlich und unfallfrei im Einsatz. „Nun planen wir, diese Technologie ergänzt um weitere in Deutschland entwickelte und produzierte ZF-Komponenten auch hierzulande zum Markterfolg zu bringen“, ergänzt Gollewski.

Der Schweinfurter Standortleiter Manfred Süß wird die Realisierung eines Projekts in der Region gerne mit seinem Team unterstützen: „Das Ziel von ZF ist eine saubere, effiziente, komfortable und bezahlbare Mobilität. Wir erreichen sie unter anderem durch den Aufbau von fortschrittlichen autonomen Transportsystemen. Gerne stellen wir unsere Technik und das gewachsene Know-how zur Verfügung, wenn Machbarkeit und die notwendige Akzeptanz der Bürger gegeben sind.“

Quelle: ZF