Groß ist die Freude über den einmaligen Salbuch-Stelen-Rundgang, der nun in Volkach offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde. Unser Foto zeigt v.l. Sabine und Julia Wolf, Vorsitzender der Dr. Ottmar Wolf-Kulturstiftung, Margit Hofmann, Leiterin des Museums Barockscheune Volkach, Erster Bürgermeister Heiko Bäuerlein und Bezirksrätin Gerlinde Martin. Foto: Katja Eden/ VG Volkach

Großer Dank an Dr. Ottmar Wolf-Kulturstiftung und Bezirk Unterfranken für finanzielle Unterstützung
Volkach. „Das Volkacher Salbuch ist in Europa ein einzigartiges und einmaliges Buch und etwas, was die Stadt mit dem Salbuchstelen-Rundgang besonders würdigen möchte“, betonte Volkachs Erster Bürgermeister Heiko Bäuerlein bei der offiziellen Einweihung der Salbuch-Infostelen, die pandemiebedingt erst jetzt durchgeführt werden konnte. Umso größer nun die Freude bei allen Beteiligten, dass das schöne Projekt jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt und gleichsam ans Herz gelegt wurde.
Denn das Volkacher Salbuch mit seinen Illustrationen ist, wie es Erster Bürgermeister Heiko Bäuerlein erläuterte, einmalig im europaweiten Raum und gleichsam eine Art „bebilderte Bedienungsanleitung“ für das städtische Leben um 1500. Die Leiterin des Museums Barockscheune Margit Hofmann, gab einige Erläuterungen zum Rundgang: 13 Stelen zeigen, wie das Leben in der Stadt vor gut 500 Jahren aussah – der Bogen spannt sich dabei vom Bürgermeister & Stadtrat über Stadtbaumeister bis hin zum Hirten und einem Halsgerichtsprozess an einem Weindieb. Die weit über 100 Illustrationen wurden vom Buchautor Stadtschreiber Niklas Brobst selbst oder von seinem Sohn Sebastian gemalt.  Bei der Auswahl der Standorte für die Stelen habe man bewusst Plätze ausgesucht, die historisch zu den beschriebenen Bildern passen würden. So stehe beispielsweise die Stele mit Bürgermeister & Stadtrat mit dem Titel „… wenn man einen in den Rat setzt“ auf dem Marktplatz gegenüber des Volkacher Rathauses.
Die Idee für den Parcours entstand ursprünglich zur 750-Jahr-Feier der Stadt Volkach im Jahr 2008. Die Geschichte des Salbuchs und die Bedeutung der Stadt sollten optisch umgesetzt und dargestellt werden und lediglich während des Jubiläums zu sehen sein. Aber die Stelen fanden einen solch großen Anklang, dass sie viele weitere Jahre stehen blieben. Der Zahn der Zeit hatte an ihnen genagt, so dass beschlossen worden war, sie zu überarbeiten und auch neue Standorte zu finden. Dank der großzügigen Unterstützung der Dr. Ottmar Wolf-Kulturstiftung Gerolzhofen und des Bezirks Unterfranken konnte dieses Projekt umgesetzt werden. Die Wolf Stiftung, bei der offiziellen Einweihung durch die beiden Vorsitzenden, Sabine und Julia Wolf vertreten, beteiligte sich mit 5000 Euro an der Realisierung, der Bezirk Unterfranken gab knapp 2.500 Euro dazu, der Rest wurde von der Stadt Volkach übernommen.
Erster Bürgermeister Heiko Bäuerlein dankte vor allem der Familie Wolf und Bezirksrätin Gerlinde Martin für die finanzielle Unterstützung, aber auch der Leiterin des Museums Barockscheune Volkach, Margit Hofmann, die das ganze Prozedere nicht nur angestoßen, sondern auch vorangetrieben und zum „gelungenen Abschluss“ gebracht habe. „Ich freue mich wirklich sehr, dass unser Rundgang es nun möglich macht, sich mit dem berühmten Salbuch zu beschäftigen. Ich lade alle Gäste und Einheimischen herzlich ein, sich mit dem Salbuch zu beschäftigen, es ist ungeheuer spannend und gibt interessante Einblicke in das vielfältige städtische Leben um 1500.“
Eine Faksimile- Ausgabe des Salbuchs ist im Museum Barockscheune zu sehen – www.museum-barockscheune.de  Hier gibt es ausführliche Informationen zum Buch, aber auch zur Stadtgeschichte Volkachs.

Quelle: Verwaltungsgemeinschaft Volkach

Werbung