Fotos: Michael Will / BRK

EBERN – Für Geflüchtete aus der Ukraine steht ab sofort eine zweite Notunterkunft des Landkreises Haßberge in der ehemaligen Bundeswehr-Sporthalle im Eberner Gewerbegebiet „Alte Kaserne“ zur Verfügung. Das Bayerische Rote Kreuz hat die Notunterkunft, die zunächst 110 Plätze bietet, am Freitag und Samstag im Auftrag des Landkreises Haßberge im Rahmen des festgestellten Katastrophenfalls aufgebaut.
Damit steht seitens des Landkreises neben den beiden Sporthallen am Dürerweg in Haßfurt ab sofort eine zweite Notunterkunft in Ebern zur Verfügung. Damit können in den beiden Unterkünften vorübergehend rund 220 Kinder, Frauen und Männer aufgenommen werden, bis sie so bald wie möglich in private Unterkünfte weitervermittelt sind.
Rund 20 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des BRK-Kreisverbandes Haßberge unter der Leitung des stellvertretenden BRK-Katastrophenschutzbeauftragten Jürgen Geisel und des stellvertretenden BRK-Kreisbereitschaftsleiters Rudi Hauck haben einen Nachmittag und einen Vormittag lang die 110 Feldbetten aufgebaut. Sie sind im Rahmen des vorbeugenden Katastrophenschutzes im Rotkreuzhaus in Ebern eingelagert und können innerhalb kürzester Zeit verladen und für jegliche Katastrophenfälle aufgebaut werden. Zudem wurden Bettwäsche und Decken, die das Rote Kreuz ebenfalls für Katastrophenfälle bereithält, zur Verfügung gestellt.
In der ehemaligen Bundeswehr-Sporthalle, die die Stadt Ebern als Sporthalle nutzt, können somit ab sofort geflüchtete Mitbürger aus der Ukraine aufgenommen werden. Bei Bedarf steht noch weitere Fläche in der Halle zur Verfügung.
Um wenigstens ein kleines Stück Privatsphäre zur ermöglichen, wurden die 110 Schlafplätze in Parzellen eingeteilt, die mit Bauzäunen voneinander abgetrennt sind. Die Bauzäune wurden mit farbigen Stoffen behängt, so dass die einzelnen Bereiche blickdicht voneinander getrennt sind.
Wann mit der Ankunft der ersten ukrainischen Flüchtlinge in der Notunterkunft des Landkreises in Ebern zu rechnen ist, steht bislang nicht fest. Die Verteilung der Geflüchteten erfolgt über den Landkreis Haßberge, der selbst erst sehr kurzfristig von der Ankunft der Mitbürger erfährt. Jedenfalls sind alle Vorbereitungen getroffen, dass die Notunterkunft bei Bedarf sofort belegt werden kann. Das Rote Kreuz steht für die Aufnahme und erste Versorgung der Flüchtlinge ebenfalls in Bereitschaft.
Des Weiteren werden aktuell im Landkreis von den Städten und Kommunen unter eigener Regie weitere Notunterkünfte eingerichtet. Die Organisation übernehmen im Auftrag des Landkreises die jeweiligen Kommunen. In Ebern wurden seitens der Stadt Ebern beispielsweise zwei Notunterkünfte errichtet: in der städtischen Turnhalle neben der Grundschule sowie ein kleinerer Bereich in einem Nebenraum der Frauengrundhalle im Gewerbegebiet „Alte Kaserne“.

Quelle: BRK KV Haßberge

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