Gruppenbild_Kategorie Einzelpersonen mit StMin Carolina Trautner (links), Ehrenamtskoordinatorin Lena Cabut (recht) und Landrat Thomas Habermann (ganz rechts). Foto: Ilona Sauer, Landratsamt

Der Ehrenamtsempfang 2021 des Landkreises Rhön-Grabfeld ehrte den persönlichen Einsatz auf vielfältige Weise
Das Ehrenamt ist der Kitt unserer Gesellschaft. Viel zu selten ist uns dies bewusst und viel zu selbstverständlich werden viele Einsätze hingenommen. Umso beeindruckender hat der Ehrenamtsempfang des Landkreises Rhön-Grabfeld gezeigt, wie vielschichtig und wichtig dieser persönliche Einsatz Einzelner für unser gesamtes Zusammenleben ist. Landrat Thomas Habermann begrüßte neben den zahlreichen Ehrenamtlichen, die zu dieser Veranstaltung geladen waren, Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner. In ihrem Grußwort ging die Ministerin auf die Tragweite des bürgerschaftlichen Engagements ein:
Sozialministerin Carolina Trautner würdigte das Ehrenamt: “Unser Land lebt von den vielen Ehrenamtlichen, die ihre Zeit und ihr Engagement investieren und so unsere Gesellschaft mitgestalten, sie ein Stück sozialer, ein Stück wärmer machen. Ehrenamt ist aber auch gelebte Bürgerverantwortung und ein lebendiger Beitrag zur Demokratie. Mir ist es sehr wichtig, die Arbeit der Ehrenamtlichen, die nicht selbstverständlich ist, zu würdigen. Deshalb möchte ich mich herzlich bei allen ehrenamtlich Engagierten in diesem Land für ihre wertvolle Arbeit und ihren großartigen Einsatz für das Gemeinwohl bedanken. Vergelt’s Gott! Erst durch Ihr Engagement wird unser Freistaat so lebens- und liebenswert!“
Durch die Veranstaltung führte kein geringerer als der heimische Kabarettist Fredi Breunig. Gewohnt unterhaltsam führte er zum ersten Höhepunkt der Veranstaltung: Der Verleihung des Ehrenamtspreises, den Landrat Thomas Habermann gemeinsam mit Staatsministerin Carolina Trautner und der Ehrenamtskoordinatorin des Landkreises Rhön-Grabfeld, Lena Cabut, überreichte.
Der Landkreis Rhön-Grabfeld lobt alle zwei Jahre den Ehrenamtspreis in vier verschiedenen Kategorien aus. Die Entscheidung über die Preisträger fällt eine Jury nach einem Punktesystem. Die Jury besteht aus Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen, der Wohlfahrtsverbände, des Ehrenamts auf Verbandsebene, der Kreisheimatpflege und der Kommunalpolitik. Da es im Bereich Gruppe/Verein diesmal einen Punkte-Gleichstand gab, hat die Jury entscheiden, zwei Preisträger auszuzeichnen.
Die Preistragenden sind:
Alois Gensler, Wollbach
Kategorie Soziales
Sybille Martin, Hausen
Kategorie Sport
Rudolf Mauder, Mellrichstadt
Kategorie Kultur
Gruppe „ChAOS Christlich-Anders-Offen-Sympathisch“,
vertreten durch Lisa Schmitt, Niederlauer
Kategorie Gruppe/Verein
Gruppe „Nächstenhilfe Rödelmaier, Hände die helfen“
Vertreten durch Dieter Wirsing, Rödelmaier
Kategorie Gruppe/Verein
Alois Gensler hat als Behindertenbeauftragter des Landkreises von 2008 – 2020 viele Projekte angestoßen und für das Thema Inklusion sensibilisiert, um den Menschen mit Behinderung eine gleichberechtigte Teilhabe am allgemeinen Leben zu ermöglichen.
Sybille Martin ist seit über 30 Jahren ein Aktivposten des TSV Hausen und bringt sich als Übungsleiterin darüber hinaus im Leichtathletik Leistungs Zentrum Rhön-Grabfeld LLZ ein, wodurch mit etablierten Sportevents wie dem Rhön-Grabfeld-Cup nachhaltig das Bewusstsein für präventive Gesundheitsförderung durch Sport geschaffen werden konnte.
Rudolf Mauder hat sich als Museumsleiter im Heimatmuseum Salzhaus in Mellrichstadt große Verdienste erworben. Der museale Schwerpunkt dort liegt in der lebensnahen Darstellung des von Landwirtschaft und Handwerk geprägten Mellrichstadt des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts.
Die Gruppe ChAOS Christlich-Anders-Offen-Sympathisch ist aus der ehemaligen Oberministranten-Runde entstanden und bringt sich seit 2015 mit sozialen Projekten insbesondere für die ältere Generation in den Senioren- und Pflegeheimen im Landkreis Rhön-Grabfeld ein.
Die Gruppe Nächstenhilfe Rödelmaier – Hände ist ebenfalls ein Leuchtturmprojekt im Landkreis und beispielgebend für viele Nachbarschaftshilfegruppen.
Nach der Verleihung der Ehrenamtspreise interviewte Moderator Fredi Breunig einige Ehrenamtliche, die in lockerer Atmosphäre ihre eigenen wertvollen Erfahrungen im Ehrenamt darstellten. Bei allen kam zum Ausdruck: Die ehrenamtliche Tätigkeit gibt persönlich sehr viel zurück. Gemeinschaft zu erleben und etwas bewegen zu können, ist ein gutes Gefühl, bereichert und motiviert. Die Corona-Pandemie hat vieles eingeschränkt, damit hat sich in gewisser Weise auch ein bisschen Bequemlichkeit eingeschlichen. Alle waren sich aber einig: Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sind Vereine aus Kultur, Brauchtum, Sport und Sozialem unverzichtbar. Mit gegenseitiger Motivation lässt sich das Vereinsleben in Zeiten nach Corona gestalten.
Eine weitere beeindruckende Sicht auf ehrenamtliches Engagement zeigt eine Premiere: Eine eigens von der Ehrenamtskoordination konzipierte und organisierte Ausstellung zum Thema Ehrenamt, die bald auf Tour gehen wird. Engagement und Einsatz im Landkreis Rhön-Grabfeld – das ist, was die Kampagne mit dem Titel „Ehrenamt zeigt Gesicht“ hervorheben möchte.
Es gibt so viele Menschen im Landkreis Rhön-Grabfeld, die sich auf den unterschiedlichsten Gebieten ehrenamtlich engagieren und alle haben eines gemeinsam:  sie setzen sich mit ihren Stärken und Interessen für Andere und das Gemeinwohl ein. Sie sind unverzichtbar für ein buntes, vielfältiges Miteinander und den gelebten Zusammenhalt in unserer Heimat. Einige dieser Menschen sind Teil von „Ehrenamt zeigt Gesicht“. Stellvertretend für so viele weitere engagierte Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche im Landkreis erzählen sie von ihrer Motivation, ihrer Leidenschaft und ihrem Einsatz.
Einige dieser „Gesichter“ interviewte Fredi Breunig zum Abschluss der Veranstaltung. Und auch hierbei zeigt sich, dass alle eigentlich nur eines wollen: Helfen.

Quelle: Landratsamt Rhön Grabfeld

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