In kompletter Eigenregie plant und errichtet der Schonunger Bauhof den neuen Wasser- und Erlebnisspielplatz – Foto St. Rottmann

Geplant und gebaut in kompletter Eigenregie durch den Bauhof

Auch wenn es noch etwas hin ist, bis der neue Wasser- und Erlebnisspielplatzes in Schonungen von den Kindern erobert werden kann – die Vorfreude dürfte jetzt schon groß sein. Tatsächlich wird der Spielplatz in den Schonunger Bachgärten alles „Dagewesene“ in den Schatten stellen. Dabei ist der Abenteuerspielplatz für Familien ein echtes Unikat in der Region: Geplant und gebaut wird das Gelände nämlich komplett durch den gemeindlichen Bauhof.
So spart Schonungen bares Geld und der Bauhof kann seine Kreativität und sein Können unter Beweis stellen. Neugierig zeigte sich zuletzt auch der Gemeinderat und ließ sich im Rahmen einer Ortsbegehung die Planungen rund um die Bachgärten durch Bauhofleiter Philipp Nees erklären. Mit Sprühfarbe wurden die Attraktionen des Geländes schon mal auf dem Boden markiert und verortet.
Herzstück des Spielplatzes ist der Wasserpark: Durch eine Handpumpe kann das Wasser gefördert werden, ehe es in mehreren Rinnen den Hang hinabfließt. In verschieden Trichtern und Becken bahnt sich das Wasser schließlich den Weg nach unten. Dort kann es angestaut werden oder es können verschiedene Rädchen angetrieben werden. Das Wasser versickert nicht nur einfach: Durch ein ausgeklügeltes System wird das Wasser zum Beispiel in einem Kneipp-Becken aufgefangen. Gerade in den Sommermonaten lädt das Becken zum Abkühlen für Eltern und Kinder ein. Eine weitere Rinne endet an einer Matschküche für Kleinkinder. In einem separaten Bereich werden dort eigens Spielmöglichkeiten für Minis geschaffen, sodass auch kleinkindgerechte Spielgeräte vorhanden sind. Kriechen und krabbeln können Kinder aber auch Erwachsene in einer rechtwinkligen Röhre, sie sich unter dem Wasserspielplatz befindet.

 

Ein Highlight stellt sicher die große Ritterburg mit mehreren Brücken und Türmen dar: Hier kann nach Belieben geklettert und gerutscht werden. Ein großer Sandkasten lädt zum Spielen und Bauen ein. Natürlich gibt es auch Schaukeln für kleine und große Kinder. Um einen schattigen Baum wird es eine rundherumlaufende Bank geben, sodass aus jeder Position heraus die Kinder beim Herumtollen beobachtet werden können. Zwei kleine Pavillons bietet den Familien Schutz vor Regen und Sonne. Daneben bieten auch zwei großflächige Sonnensegel Schutz gerade in den Sommermonaten.
Eingefasst wird der Spielplatz durch einen knapp ein Meter hohen Stabgitterzaun: Auch das Geländer an der Hauptstraße soll erneuert werden und die alte Infotafel durch eine neue Ortstafel ersetzt werden. Auch wenn der Spielplatz in Eigenregie durch die Gemeinde errichtet wird, so werden alle Spielbereiche nach den entsprechenden Norm- und Din-Vorschriften hergestellt und am Ende auch qualifiziert abgenommen, bevor der Spielplatz für die Kinder freigegeben wird.
Neben Fördermitteln aus dem Reginalbudget darf sich Schonungen womöglich über einen hohen Zuschuss aus der Städtebauförderung für die Errichtung des Spielplatzes freuen, wie Bürgermeister Stefan Rottmann berichtet. Je nach Witterung hoffen Bauhofleiter Philipp Nees und Bürgermeister Stefan Rottmann auf eine Fertigstellung in den Sommermonaten.
Bauhofleiter Philipp Nees erklärte den Räten die genaue Planung des Erlebnis- und Wasserspielplatzes – Foto St. Rottmann
Längst denken Bürgermeister und Rathausverwaltung in größeren Dimensionen: Der neue Erlebnis- und Wasserspielplatz ist ein markantes Puzzleteil, das sich künftig in einem Band zwischen Mainufer und Steinachtal perfekt integriert.
Wie eine Perlenkette reihen sich hier markante Plätze und bedeutende Einrichtungen und Gebäude entlang des kleinen Flüsschen Steinach aneinander, die irgendwie auch in Beziehung zueinander stehen. Vom Mainufer, über den weitläufigen AlbanPark, dem beliebten Mainradweg, den idyllischen Bachgärten im Altort, dem Tegut- und Felsenkellerareal direkt am Rathaus, gefolgt vom Schulzentrum der Lebenshilfe, der neuen Schonunger Mitte mit ihren vielfältigen Einrichtungen, den Quartiersplätzen bis hin zum Radweg Richtung Marktsteinach. Die aufgezählten Orte charakterisieren sich als belebte und beliebte Aufenthalts- und Begegnungsstätten bzw. Treffpunkte und Flächen mit hohen Freizeit- und Erholungswert für Schonungen und das Umland. Die Liste der Entwicklungsmöglichkeiten und
Die alten Spielgeräte aus den Bachgärten wurden vor Wochen abgebaut und bieten den Schülern der Grundschule am benachbarten Bolzplatz in den Pausenzeiten nun Abwechslung und viel Freude. Neu konzipiert und gestaltet wurde die Fuß- und Radwegeführung durch die Bachgärten hinunter in die Unterführung bis zum AlbanPark. Die Steineinfassungen in der Unterführung, sowie die Beleuchtung wurden komplett erneuert, aber auch die Ein- und Ausfahrt in die Unterführung verbreitert und damit sicherer gestaltet. Entsprechende Hülsen wurden an beiden Seiten der Bachunterführung in den Boden eingelassen, um bei erhöhtem Fußgängerverkehr, wie z.B. bei Kirchweih mit Bügeln den Verkehr zu entschleunigen.
Eine stolze Zahl von fast zwanzig Spielplätzen gibt es großgemeindeweit in allen Ortsteilen – im Hauptort Schonungen sogar sechs an der Zahl, wobei der Spielplatz in den Schonunger Bachgärten aufgrund der Lage besonders belebt und beliebt ist. Damit hält die Gemeinde vergleichsweise überdurchschnittlich viele Freizeitflächen sehr wohnortnah vor. Die regelmäßige Pflege, Verkehrssicherung und Instandhaltung der Spielplätze in allen Jahreszeiten stellen den Bauhof allerdings vor großen Herausforderungen. Hinzu kommt eine gesteigerte Erwartungshaltung was die Ausgestaltung der Spielflächen anbelangt. Monatlich werden die Spielplätze penibel überprüft und Checklisten geführt. Sogar ein externer Sachverständiger wird jährlich herangezogen, um die Spielgeräte auf Sicherheit und Qualität zu überprüfen. Geht es nach den Wünschen vieler Eltern sollen möglichst in jedem Ortsteil für alle Altersstufen Spielgeräte vorgehalten werden. Was aber fast niemand weiß: Oft sind es die begrenzten Flächen und die vom TÜV geforderten Sicherheitsabstände zwischen den einzelnen Spielgeräten, die einen weiteren Ausbau oder Umgestaltungen erschweren oder unmöglich machen. Trotzdem kündigen Bauhofleiter Philipp Nees und Bürgermeister Stefan Rottmann an, die Spielplätze weiter auf Vordermann zu bringen. Erst kürzlich wurden die Spielplätze in Löffelsterz und Abersfeld rundumerneuert. In Reichmannshausen entsteht noch in diesem Jahr dank großzügiger Zuschüsse des Amtes für Ländliche Entwicklung ein weitläufiger Themenspielplatz mit vielen Attraktionen in direkter Nachbarschaft zu Kirche und Kindergarten.

Quelle: Gemeinde Schonungen