Von links: Frank Reichert (Stabsstelle Kreisentwicklung – Landkreis Rhön-Grabfeld), Bürgermeister Josef Demar (Gemeinde Großbardorf) Foto: Lena Cabut (Stabsstelle Kreisentwicklung – Landkreis Rhön-Grabfeld)

Finanzierung des Mammutprojektes ist gesichert

Vor wenigen Tagen konnte Herr Josef Demar die bislang größte Förderzusage in seiner jahrzehntelangen Amtszeit als 1. Bürgermeister der Gemeinde Großbardorf entgegennehmen. Knapp 2,5 Millionen Euro hat sich die Gemeinde Großbardorf für den vollständigen Ausbau des gesamten Ortsbereiches mit Glasfaser-Hausanschlüssen vom Freistaat Bayern gesichert. Übergeben wurde der Förderbescheid corona-bedingt im Rahmen einer kurzen Videoansprache durch den Bayerischen Finanzminister Albert Füracker (siehe https://youtu.be/Ie4kAgyVDkY).
Großbardorf ist bayernweit erst die zweite Gemeinde, welche einen Förderbescheid nach der neuen Bay. Gigabitrichtlinie erhalten hat. Nach dem Ausbau, welcher in den kommenden 4 Jahren erfolgt, wird Großbardorf zudem deutschlandweit eine der ersten Gemeinden sein, die vollständig (100 %) mit Glasfaser-Hausanschlüssen ausgebaut ist. Jeder Anschluss in Großbardorf wird durch diesen Ausbau gigabitfähig. Niemand wird jedoch dazu gezwungen, den Glasfaser-Anschluss zu nutzen bzw. die dann möglichen Bandbreiten zu buchen.
Nicht ohne Stolz sprach Herr Bürgermeister Josef Demar von einem Meilenstein in der jüngeren Geschichte der Gemeinde. Nur wenn wir unseren Bürgern/innen und Unternehmen die bestmögliche digitale Infrastruktur bieten, können wir in diesem Bereich mit den Ballungszentren Schritt halten und gleichzeitig unsere Vorteile wie z.B. niedrige Wohnungs- und Lebenshaltungskosten sowie eine intakte Natur voll ausspielen. Die digitale Infrastruktur ist von entscheidender Bedeutung für die positive Weiterentwicklung einer Gemeinde, so der Bürgermeister und stellvertretende Landrat.
Bereits vor der Corona-Krise ist der Bandbreitenbedarf pro Jahr durchschnittlich um etwa 30 % gestiegen. Durch die corona-bedingten Einschränkungen hat die Digitalisierung in Deutschland einen enormen Schub erhalten, welcher uns auch nach dem Ende dieser Krise erhalten bleiben wird. Obwohl in der Gemeinde Großbardorf durch die vergangenen Förderverfahren momentan eine zeitgemäße Breitbandinfrastruktur mit akzeptablen Bandbreiten vorhanden ist, möchten die politisch Verantwortlichen der Gemeinde bereits heute die Infrastruktur für die künftigen Bandbreiten-Bedarfe schaffen und nicht erst dann reagieren, wenn die physikalische Grenze der Kupfertechnik erreicht ist und die bereitstehenden Bandbreiten den Anforderungen nicht mehr genügen. Der gemeindliche Eigenanteil in Höhe von etwa 275.000 Euro wird zwar nicht spurlos an den Haushalten der kommenden Jahre vorbeigehen, dieses Geld ist jedoch sehr gut angelegt, ist sich Demar sicher.

 

Wie bereits in den vergangenen Jahren wurde auch der Vollzug dieses Förderverfahrens durch die Stabsstelle Kreisentwicklung des Landkreises Rhön-Grabfeld unterstützt. Der zuständige Projektleiter, Herr Frank Reichert, freute sich mit Herrn Bürgermeister Josef Demar über die Förderzusage des Freistaates. Das erste Förderverfahren nach einer neuen Richtlinie ist nach den Angaben von Herrn Reichert zwar immer sehr aufwendig und es läuft nicht sofort alles rund, dafür hat man anschließend aber eine Blaupause für alle weiteren Verfahren nach dieser Richtlinie.
Reichert fügte hierzu, dass zahlreiche weitere Städte und Gemeinden im Landkreis Rhön-Grabfeld aktuell diesen Weg beschreiten und er zum Ende dieser Woche den nächsten Förderantrag für einen vollständigen Ausbau eines weiteren Gemeindegebietes bei der Regierung von Unterfranken einreichen wird. Mittelfristig sollen nach seiner Vorstellung an möglichst allen Adressen im Landkreis Bandbreiten im Gigabitbereich buchbar sein. Die Ausbaumöglichen sind jedoch stark von den individuellen Gegebenheiten abhängen und die
letztendliche Ausbauentscheidung wird stets durch den jeweiligen Stadt- bzw. Gemeinderat getroffen.
Nach dem Abschluss der Ausbauarbeiten in Großbardorf wird die Gemeinde im Bereich der digitalen Infrastrukturen perfekt aufgestellt sein. Erst im Herbst 2019 ist die neue Mobilfunkbasisstation mit modernster Mobilfunktechnik ans Netz gegangen. Durch den flächendeckenden Ausbau mit Glasfaser-Hausanschlüssen ist die Gemeinde dann bestens für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet, ist sich der stellvertretende Leiter der Stabsstelle Kreisentwicklung sicher.

Quelle: Landkreis Rhön-Grabfeld