Schwer beschädigt blieb die Kawasaki an der Leitplanke liegen. Fotos: Michael Will / BRK

 

ELTMANN – Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Maintalautobahn A70 ist am späten Dienstagabend (27. April) ein Motorradfahrer ums Leben gekommen. Der Mann prallte in Fahrtrichtung Bamberg gegen eine Leitplanke und starb.
Zu dem folgenschweren Unglück war es gegen 21:30 Uhr auf der A70 zwischen den Anschlussstellen Eltmann und Viereth an der Landkreisgrenze zwischen den Haßbergen und Bamberg in Höhe von Stettfeld gekommen. Was die Ursache für den Verkehrsunfall war, stand zunächst nicht fest.
Nach Angaben der ermittelnden Verkehrspolizeiinspektion Bamberg war der 37-Jährige aus dem Landkreis Bamberg offenbar alleinbeteiligt zu Fall gekommen. Anhaltspunkte dafür, dass ein weiteres Fahrzeug in das Geschehen verwickelt war, gab es zunächst nicht. Ebenfalls gibt es laut Polizei keine direkten Unfallzeugen. Zur Klärung des genauen Unfallhergangs wurde ein Sachverständiger der Dekra mit Untersuchungen beauftragt.
Fest steht, dass der 37-Jährige mit seiner Kawasaki auf der Autobahn in Fahrtrichtung Bamberg unterwegs war. Etwa vier Kilometer nach der Anschlussstelle Eltmann kam der Mann nach der Autobahnbrücke bei Stettfeld am Beginn einer lang gezogenen Rechtskurve von der Straße ab. Die schwere Maschine prallte gegen die Mittelschutzleitplanke und blieb darin verkeilt liegen, der Fahrer wurde von seinem Motorrad geschleudert.
Tödliche Verletzungen hat ein 37 Jahre alter Mann am Dienstagabend bei einem schweren Motorradunfall auf der Maintalautobahn erlitten. Er war mit seiner Maschine gegen die Mittelleitplanke geprallt. Ein Sachverständiger wurde zur Ermittlung des genauen Unfallhergangs eingeschaltet. Fotos: Michael Will / BRK
Kurz darauf kamen mehrere Verkehrsteilnehmer an die Unfallstelle, die sofort einen Notruf absetzten und mit Erste-Hilfe-Maßnahmen begonnen. Unter den Helfern waren auch drei Bundespolizisten, die zivil unterwegs waren. Sie versuchten, den schwerstverletzten Motorradfahrer zu reanimieren
Leider blieben die Bemühungen, auch des Teams eines BRK-Rettungswagens aus Eltmann, erfolglos. Ein wenig später an der Unfallstelle eintreffender Notarzt aus Haßfurt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen, wie Ingo Stöhlein, BRK-Einsatzleiter Rettungsdienst, vor Ort mitteilte.
Die Unfallstelle glich einem Trümmerfeld. Über rund 100 Meter waren Teile des Motorrads über die Autobahn verteilt. Bei dem starken Aufprall gegen die Leitplanke wurde dem Biker der Motoradhelm vom Kopf gerissen und in mehrere Teile zertrümmert, die rund 70 Meter weit flogen.
Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten sowie der Unfallaufnahme blieb die Maintalautobahn in Fahrtrichtung Bamberg bis zirka 2:00 Uhr mehrere Stunden lang gesperrt. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Eltmann ausgeleitet. Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehren Eltmann, Knetzgau, Viereth und Trunstadt unter Einsatzleitung von Fabian Hümmer, Kommandant der FFW Eltmann, im Einsatz. Während die Feuerwehr Knetzgau die Ausleitung des Verkehrs an der AS Eltmann übernahm, leuchteten die Feuerwehren Eltmann, Viereth und Trunstadt die Unfallstelle aus und stellten den Brandschutz sicher. In Fahrtrichtung Schweinfurt war die Überholspur der Autobahn im Bereich der Unfallstelle gesperrt.
Fotos: Michael Will / BRK
Ein Lob sprachen Feuerwehr und Rettungsdienst den Verkehrsteilnehmern aus. Sie hatten eine vorbildliche Rettungsgasse gebildet, so dass die Einsatzkräfte auch mit ihren großen Einsatzfahrzeugen mühelos zur Einsatzstelle gelangen konnten. „Die Rettungsgasse war Bombe“, beschrieb FFW-Einsatzleiter Fabian Hümmer anerkennend. Bis zum Eintreffen der Feuerwehren hatte sich in Fahrtrichtung Bamberg bereits ein rund ein Kilometer langer Rückstau gebildet.
Da die Richtungsfahrbahn Bamberg mehrere Stunden gesperrt blieb und ein Vorbeileiten des rückgestauten Verkehrs an der Unfallstelle nicht möglich war, entschied sich die Verkehrspolizei dazu, die Pkws in der Rettungsgasse wenden zu lassen und eskortierte sie bis zur Anschlussstelle Eltmann zurück, so dass sie ihre Fahrt über die Bundesstraße 26 in Richtung Bamberg fortsetzen konnten.
Die Verkehrsteilnehmer hatten eine vorbildliche Rettungsgasse gebildet, so dass die Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei problemlos die Unfallstelle erreichen konnten. Fotos: Michael Will / BRK
Während der Unfallaufnahme kam es im Rückstau zu einem weiteren Rettungseinsatz. Die Insassen eines Pkws machten die Feuerwehr auf sich aufmerksam und baten um medizinische Hilfe. Eine Frau hatte plötzlich akut auftretende Unterleibsschmerzen bekommen. Die Feuerwehr alarmierte daraufhin über die Integrierte Leitstelle einen Rettungswagen. Das Team des Bayerischen Roten Kreuzes von der Rettungswache Eltmann versorgte die 51-Jährige und brachte sie zur weiteren Behandlung in eine Schweinfurter Klinik.

 

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Quelle: Bayerisches Rotes Kreuz