Start Franken IG Metall: 32.000 Beschäftigte bis Freitagmittag im Warnstreik

IG Metall: 32.000 Beschäftigte bis Freitagmittag im Warnstreik

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Allein in Nürnberg beteiligen sich 7.500 Beschäftigte aus 34 Betrieben – 7.000 bei Audi dabei, über 6.000 in Schweinfurt – Warnstreiks laufen bis in die Nacht – Horn: „Die Beschäftigten sind stinksauer. Sie lassen sich von den Arbeitgebern nicht mit einer Nullrunde für 2021 abspeisen.“

Am bisher größten Warnstreiktag in Bayern haben sich bis Freitagmittag 31.850 Beschäftigte beteiligt. Allein in Nürnberg und Umgebung sind rund 7.500 Beschäftigte aus 34 Betrieben früher ins Wochenende gegangen. In vielen Betrieben dort fallen die Spät- und Nachtschichten komplett aus. In Schweinfurt haben bis zum Mittag in den vier Großbetrieben ZF, SKF, Schaeffler und Bosch Rexroth 6.190 Beschäftigte drei Stunden früher die Arbeit beendet. Die Spät- und Nachtschichten schließen sich noch an. Ein regionaler Schwerpunkt ist heute auch die Oberpfalz. Im Raum Amberg sind bis Mittag knapp 5.000 Beschäftigte in den Warnstreik getreten, allein 1.720 im Siemens Gerätewerk in Amberg und 780 an verschiedenen Grammer-Standorten. Auch dort folgen noch weitere Schichten.

Bereits in der Nacht auf Freitag haben bei Audi in Ingolstadt die Spät- und die Dauernachtschicht mit 7.000 Beschäftigten früher Schluss gemacht. Bei Bosch in Bamberg sind heute 2.720 Beschäftigte früher ins Wochenende gegangen.

Die bayernweiten Warnstreiks laufen bis in die Nacht in zahlreichen Betrieben und Schichten weiter. So machen etwa die Spätschichten in den BMW-Werken in Dingolfing und Landshut heute zwei Stunden früher Schluss. Insgesamt hat die IG Metall für heute die Beschäftigten in 94 Betrieben zu Warnstreiks aufgerufen.

Johann Horn, Bezirksleiter der IG Metall Bayern, sagt: „Die Beschäftigten sind stinksauer. Sie lassen sich von den Arbeitgebern nicht mit einer Nullrunde für 2021 abspeisen. Und sie verlangen verbindliche Regelungen, um Arbeitsplätze zu sichern. Wir werden die Warnstreiks in der kommenden Woche fortsetzen – und zwar so lange, bis die Menschen bekommen, was ihnen zusteht.“

Unterfranken:

  • ZF, in Schweinfurt – 2.700 Beteiligte
  • SKF, in Schweinfurt – 1.800 Beteiligte
  • Schaeffler, in Schweinfurt – 1.350 Beteiligte
  • Bosch Rexroth, in Schweinfurt – 340 Beteiligte
  • Bosch Rexroth, in Lohr – 1.075 Beteiligte
  • Linde Material Handling, in Aschaffenburg – 630 Beteiligte
  • WIKA, in Klingenberg – 300 Beteiligte
  • SAF-Holland, in Bessenbach-Keilberg – 200 Beteiligte

(Stand: Freitag, 19.03.21, 14 Uhr)

Quelle: IG Metall Bayern