Neue Broschüre des Arbeitskreises „Freiräume im Alltag“ der Initiative Fami-lienorientierte Personalpolitik 

Unternehmen brauchen Fachkräfte. Beschäftigte benötigen Unterstützung, um Privatleben, Familien-/Pflegeaufgaben und Beruf vereinbaren zu können. Freiräume im Alltag können die Lösung sein. 

Nach wie vor ist es für Betriebe von großer Bedeutung, Fachkräfte zu gewinnen und sie im Unterneh-men zu halten. Die Beschäftigten bei der Vereinbarkeit von Privatleben, Familie, Pflege und Beruf zu unterstützen, ist dabei eine Komponente, deren hohe Wirksamkeit häufig unterschätzt wird. 

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Familien müssen für Kinder und oft auch für pflegebedürftige Angehörige sorgen. Insbesondere Frauen reduzieren deshalb ihre Arbeitszeit, um diese Aufgaben mit der beruflichen Tätigkeit verein-baren zu können. 

Zusätzlich zu den Betreuungsaufgaben fallen aber im Alltag noch weitere Verpflichtungen an. Sie kos-ten die Beschäftigten kostbare Freizeit oder die Unternehmen wertvolle Arbeitszeit, welche die Mit-arbeitenden nicht einbringen können. Hier handelt es sich vor allem um alltägliche Tätigkeiten rund um „Haus und Garten“. Dies betrifft ebenso Menschen ohne familiäre Verpflichtungen, insbesondere auch dann, wenn sie zum Beispiel für ihren Arbeitgebenden außerhalb des Wohnortes im Einsatz sind.

Mit der neu aufgelegten Broschüre „Freiräume im Alltag“ haben engagierte Unternehmensvertrete-rinnen und Unternehmensvertreter im gleichnamigen Arbeitskreis der Initiative Familienorientierte Personalpolitik einen Leitfaden erstellt, der sowohl dem Unternehmen als auch den Beschäftigten als Handwerkszeug dienen kann, um die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben mit den alltäglichen Verpflichtungen sicherstellen zu können. Die darin enthaltenen Informationen sind nach Lebenspha-sen gegliedert und bieten einen guten Überblick über die verschiedenen – insbesondere auch nicht so bekannten – Unterstützungsmöglichkeiten und Entlastungsangebote bis hin zu den finanziellen und steuerlichen Möglichkeiten für Unternehmen und Beschäftigte. 

„Es ist bemerkenswert, dass die Initiative seit nunmehr über 10 Jahren Unternehmen eine Plattform zu Vernetzung und Austausch bietet, die rege genutzt wird und dazu beiträgt, dass Fachkräfte durch eine familienorientierte Personalpolitik gewonnen und gehalten werden können. So freue ich mich, den Firmen und ihren Beschäftigten diese Broschüre zur Verfügung stellen zu können und danke al-len Beteiligten für das große Engagement“, erläutert Thomas Stelzer, Vorsitzender der Geschäftsfüh-rung der Agentur für Arbeit Schweinfurt, der gemeinsam mit dem Landrat des Landkreises Schwein-furt 2007 die Initiative Familienorientierte Personalpolitik ins Leben gerufen hat. Inzwischen haben sich die Landkreise Haßberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld der Initiative angeschlossen. 

„Durch familienorientierte Personalpolitik wird die Attraktivität der Region für die Ansiedlung von Familien und Fachkräften erheblich erhöht. Das freut mich ganz besonders. Wir ruhen uns gleichzei-tig nicht darauf aus, sondern arbeiten kontinuierlich weiter daran, damit auch in Zukunft Familie und Arbeit gut in Einklang gebracht werden können“, betont Florian Töpper, Landrat des Landkreises Schweinfurt. 

Landrat Thomas Bold betont die Besonderheiten der Gesundheitsregion Bad Kissingen: „Gerade in herausfordernden Zeiten wie dieser möchte ich insbesondere allen im Pflegebereich tätigen Perso-nen meinen Dank und meine Anerkennung dafür aussprechen, dass sie sich der beruflichen Heraus-forderung stellen. In unserer Region sind viele Unternehmen angesiedelt, deren Beschäftigte über-wiegend Frauen sind, die mit hohem Einsatz versuchen, Familie und Beruf unter einen Hut zu brin-gen“. 

„Wenn Unternehmen ihren Beschäftigten Unterstützung nicht nur bei der Kinderbetreuung, sondern auch bei der Bewältigung des Alltags bieten, schaffen sie attraktive, von allen geschätzte Arbeitsbe-dingungen“, so Wilhelm Schneider, Landrat des Landkreises Haßberge. Die Region Main-Rhön solle auch in Zukunft eine Region sein, wo es sich gut leben und arbeiten lässt. 

„Mit der Broschüre wird ein Produkt geschaffen, welches von Unternehmen aller Branchen und Grö-ßen und über Landkreisgrenzen hinweg genutzt werden kann. Freiräume im Alltag zu schaffen, bringt Entlastung für Beschäftigte und damit auch einen Gewinn für Unternehmen“, ergänzt Thomas Haber-mann, Landrat des Landkreises Rhön-Grabfeld. 

Die neue Broschüre kann von der Internetseite www.familienorientierte-personalpolitik.de. heruntergeladen werden. 

Die Initiative bietet darüber hinaus auch 2021 diverse Aktivitäten an, auch in digitaler Form. Virtuelle themenbezogene Austauschrunden, das digitale Seminar „Betrieblicher Pflegelotse“ und vieles mehr sind aktuell in Planung. Mehr Informationen, aktuelle Termine und Kontaktdaten sowie alle übrigen Publikationen der Initiative sind ebenfalls auf dieser Website zu finden. 

Quelle: Landkreis Rhön-Grabfeld