Start Allgemein Gesetzentwurf sorgt für Aufregung: Fotografen fürchten das Aus

Gesetzentwurf sorgt für Aufregung: Fotografen fürchten das Aus

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PRIMATON Symbolbild

Fotograf Günter Hanff aus Bad Kissingen ist wütend – auf die Regierung. Denn wenns nach dem Bundesinnenministerium geht, sollen Passfotos bald nur noch in den Ausweisbehörden aufgenommen werden.

Gesetzentwurf des Bundesinnenministeriums

Das Prozedere, vorher einen Fotografen aufzusuchen und danach mit den Fotos zur Behörde zu gehen, wäre damit Vergangenheit. Zukünftig würden dann in den Behörden die Bilder geschossen und elektronisch erfasst werden. Das Gesetz sieht so eine Stärkung der Sicherheit im Pass- und Ausweiswesen vor – Betrüger sollen also daran gehindert werden, durch sogenanntes “Morphing”, die Bilder zu manipulieren. Bisher soll es drei Fälle gegeben haben, in denen dann mehrere Fotos digital zu einem Gesicht verschmolzen sind. Dadurch können eben mehrere Personen mit ein und demselben Ausweis Grenzen passieren.

Fotografen in der Region Main-Rhön fürchten das Aus

Für viele Fotografen ist dieser Gesetzentwurf aber der absolute Horror. Auch für Günter Hanff aus Bad Kissingen bedeutet das: Existenzbedrohung.

Laut Hanff wäre diese Maßnahme eigentlich auch gar nicht notwendig, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Auch Fotografin Anna Faltus vom Studio 11 in Haßfurt macht sich Sorgen.

Auch im Studio 11 kreisen die Gedanken schon um einen Plan B – obwohl sich das schwierig gestalten würde.

In Kraft treten könnte die Neuerung ungefähr ab dem Sommer 2022 – vorausgesetzt, Bundestag und Bundesrat stimmen innerhalb der kommenden Monate zu.