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PP Unterfranken

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Polizeibericht, Gerolzhofen, Ebern, Schweinfurt, Bad Kissingen, Haßfurt, Bad Neustadt, Main-Rhön
Symbolfoto © Christian Licha

BIEBELRIED, LKR. KITZINGEN. Zu einem schweren Verkehrsunfall ist es am Mittwochabend gegen 21:00 Uhr auf der A 3 in Fahrtrichtung Frankfurt gekommen. Der Fahrer eines Sattelzuges übersah offenbar ein Stauende und fuhr auf einen Lkw auf. Dabei erlitt der 60-jährige Fahrer so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.

Dem derzeitigen Ermittlungsstand nach hat der aus der Türkei stammende Fahrer des Sattelzuges das Stauende, welches sich kurz nach dem Biebelrieder Kreuz in Fahrtrichtung Frankfurt gebildet hatte, übersehen. Mit großer Wucht fuhr der Fahrer auf den vor ihm stehenden Lkw auf. Der unverzüglich hinzugezogene Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der am Stauende stehende Lkw auf ein Sicherungsfahrzeug eines Schwertransportes geschoben und dieses wiederum auf den davor befindlichen Schwertransport. Der 66-jährige Fahrer aus Ingolstadt, wie auch der 62-jährige Beifahrer aus Vilshofen, des Sicherungsfahrzeuges erlitten dabei leichte Verletzungen und kamen mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus. Der Fahrer des Lkw blieb unverletzt.

Dem derzeitigen Sachstand nach dürfte der Sachschaden bei über einer Million Euro liegen. Allein der Schaden an dem Schwertransport und der Ladung beläuft sich auf rund eine Million Euro.

Gemeinsam mit der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried wird auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg ein Sachverständiger den genauen Unfallhergang rekonstruieren. Neben zahlreichen Streifen der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried und umliegender Inspektionen befanden sich außerdem ein Staatsanwalt, die umliegenden Feuerwehren, der Rettungsdienst und mehrere Notärzte an der Unfallstelle.

Zweiter tödlicher Verkehrsunfall innerhalb von zwei Stunden – Erneut fuhr ein Lkw auf ein Stauende auf

SCHWARZACH, LKR. KITZINGEN. Zu einem zweiten tödlichen Verkehrsunfall ist es am späten Mittwochabend auf der A 3 gekommen. Dem Sachstand nach hat wohl erneut ein Lkw-Fahrer ein Stauende übersehen und ist gegen 23:10 Uhr auf einen Sattelzug aufgefahren. Der 48-jährige Beifahrer des auffahrenden Lkw erlitt bei dem Unfall so schwere Verletzungen, dass er noch an der Unfallstelle verstarb.

Während die Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried noch mit der Aufnahme eines tödlichen Verkehrsunfalles am Biebelrieder Kreuz beschäftigt war, ereignete sich wenige Kilometer davor ein weiterer tödlicher Verkehrsunfall. Dem derzeitigen Ermittlungsstand nach befuhr der 47-jährige Fahrer eines Gliederzuges die A 3 in Fahrtrichtung Frankfurt. Kurz vor der Ausfahrt Kitzingen / Schwarzach übersah der aus Polen stammende wohl auch das Stauende und fuhr auf einen Sattelzug auf. Der 49-jährige Fahrer dieses Sattelzuges hatte offenbar ebenfalls das Stauende zu spät erkannt und war kurz zuvor auf einen bereits stehenden Lkw aufgefahren. Der ebenfalls aus Polen stammende Beifahrer im zuletzt auffahrenden Lkw verstarb aufgrund seiner schweren Verletzungen noch an der Unfallstelle. Beide Lkw-Fahrer erlitten schwerer Verletzungen und kamen nach der medizinischen Erstversorgung durch den Rettungsdienst und einen Notarzt in ein Krankenhaus. Der Fahrer des Gliederzuges konnte sich noch selbständig aus der vollständig zerstörten Fahrerkabine befreien, der aus dem Landkreis Aschaffenburg stammende Fahrer des Sattelzuges war eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden.

Für die Dauer der Rettung der Unfallbeteiligten aus den Fahrzeugen und die Unfallaufnahme musste die A 3 in Fahrtrichtung Frankfurt vollständig gesperrt werden. Die Unfallaufnahme und die Rekonstruktion des Unfallherganges erfolgt durch die Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried und wird auch in diesem Fall auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg von einem Sachverständigen unterstützt. An der Unfallstelle befanden sich neben den regionalen Feuerwehren, der Rettungsdienst, der Notarzt und die Autobahnmeisterei. Das Bayerische Rote Kreuz übernahm die Versorgung der im Stau Wartenden und verteilte unter anderem warme Getränke.